Mitglied des Landtages Peter Hofelich, Rolf Berlin, Bürgermeister Markus Wendel und Mitglied des Landtages, Thomas Blenke (von links) Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Peter Hofelich auf Ausbildungs- und Mittelstandsreise

Von Steffi Stocker

Bad Teinach-Zavelstein. Eine Woche lang reist Peter Hofelich durch Baden-Württemberg, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Der Blick hinter die Fassade des Hotels Berlin’s KroneLamm beeindruckte den SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Göppingen.

"Was sich einem hier eröffnet, ist enorm", zollte der ehrenamtliche Regierungsbeauftragte für Mittelstand und Handwerk dem Gastgeber Anerkennung. Durch einen kurzen Rundgang hatte Rolf Berlin den Kollegen des hiesigen Landtagsabgeordneten durch das Haus geführt. "Die reduzierte Mehrwertsteuer hat die Investitionen erst möglich gemacht", unterstrich der Hotelier und verwies auf die derzeitige Renovierung der Zimmer in der Krone mit einer Investitionssumme von 120 000 Euro. "Ohne Entwicklung und zeitgemäße Ausstattung kann ein solches Hotel nicht bestehen", machte er deutlich, welche Bedeutung das für ihn hat. "Das ist auch eine Wertschöpfung für die Stadt und Region", sagte Bürgermeister Markus Wendel und erklärte, dass die öffentliche Hand nur für gute Rahmenbedingungen sorgen könne.

Berlin lenkte darüber hinaus auch einen Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit mit dem europäischen Ausland. "Die jungen Leute, die bei uns ausgebildet werden, sind international anerkannt und haben weltweite Berufschancen", betonte er die Vorteile des dualen Systems. Von den 90 Mitarbeitern des Hotels sind 15 noch in der Ausbildung.

"Wir kennen das Problem der Dehoga, junge Leute zu gewinnen und zu halten. Deshalb sollte auch das Land deren Image stärken", sagte Hofelich angesichts der vielen freien Ausbildungsstellen. "Mit dieser Ausbildung muss man sich keine Sorgen um Perspektiven machen", stellte er im Vergleich zur Industrie fest. Die Allgemeinbildung aus einem Gastronomiebetrieb helfe einem durch das ganze Leben. Berlin, selbst Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes, meint, dass die positiven Seiten der Berufe dieser Branche besser transportiert werden müssen. "Schafft man es, die jungen Kräfte zu animieren, in der Welt Erfahrung zu sammeln, dann aber auch wieder zurück zu kommen, kann man nur gewinnen", führte er aus.

Er selbst habe dieses Glück bei seinen drei Kindern gehabt. Die seien inzwischen verantwortlich im Familienunternehmen integriert. Gleichzeitig sei die Branche prädestiniert für einen Wiedereinstieg nach einer Babypause, das fordere aber Einsatzbereitschaft.

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