Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Teinach-Zavelstein Besonderheiten Zavelsteins erkundet

Von
Dort geht es in die Schauschmiede, zeigt Klaus Pichler im gut erhaltenen Städtle von Zavelstein auf eine Sehenswürdigkeit, die er mit Geschichtsfreunden des Schwarzwaldvereins und Unterstützung der Stadt schuf. Foto: Schabert Foto: Schwarzwälder Bote

Die Altbürgermeister des Kreises flanierten jüngst durch Bad Teinach-Zavelstein. Erkundet wurden historische Orte des Städtles ebenso wie einige Sehenswürdigkeiten. Klaus Pichler führte die ehemaligen Gemeindeoberhäupter herum.

Bad Teinach-Zavelstein. Ein Städtles-Rundgang in Zavelstein, geführt von Ortshistoriker Klaus Pichler, war diesmal Programm-Mittelpunkt beim vier Mal im Jahr stattfindenden Treffen der früheren Bürgermeister und ihrer Frauen aus dem Kreis Calw. Vor Ort alles organisiert hatte Ex-Schultes Werner Krauss mit seiner Frau Almut.

Da war eine Menge zu hören vom einst kleinsten Städtle des Landes. Allerdings war das Stadtrecht – so erklärte Pichler den 30 Teilnehmern – keine Folge des Unterschlupfs von Graf Eberhard nach seiner Flucht vor den Schleglern 1367 aus Wildbad über den Meistern, wie man fälschlicherweise dachte. Die erste bekannte Nennung als "stättlin Zabelstein" erfolgte schon 25 Jahre früher in einer Kaufurkunde.

Zur heute noch teils gut erkennbaren Stadtbefestigung, den freigelegten Gräben und vor allem der eindrucksvollen Schlossruine wusste Pichler viel Interessantes aufzuzeigen. So führte, kurzweilig vorgetragen, das alte Mauerwerk in die Stauferzeit. Auch der berühmte Baumeister Heinrich Schickhardt wirkte bei Maßnahmen zur Neugestaltung des Schlosses um den Dreißigjährigen Krieg herum mit.

Bis hin zu den Kreuzzügen wurde die Historie gestreift. Die Frage nach den offensichtlich künstlichen Löchern in den Mauersteinen konnte mit der hochmittelalterlichen Hebetechnik mit Hilfe der am Seil nach oben gezogenen Zange erklärt werden. Ein Blick in die historische Schmiede durfte ebenso wenig fehlen, wie hier und dort der Hinweis auf die Wasserversorgung am Rathausbrunnen von 1620 und an anderen Stellen.

Ganz besondere Grablege

In der Kirche befindet sich besonders die Grablege der von Bouwinghausen. Sie waren gewissermaßen Diplomaten für das Haus Württemberg und weitsichtige Ortsherren. 1664 schufen sie durch Benjamin von Bouwinghausen eine Wasserversorgung, die bis heute aus Rötenbacher Quellen 15 Brunnen im Städtle speist.

Aufwärmen am Schluss

Die evangelische Stadtkirche von 1578 hat Vorgängerbauten, die mindestens bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Nach dem Besuch im kühlen Kirchenraum ging es zum Aufwärmen und gemütlichen Beisammensein ins Zavelsteiner Wanderheim. Unter dem Beifall der Teilnehmer fand dort Krauss herzliche Dankesworte an Siegfried Luz. Der frühere Neubulacher Bürgermeister organisiert nämlich den sogenannten Senioren-Sprengel der ehemaligen Rathauschefs.

Ein Ausflug im Juni und gleichermaßen informative wie gesellige Treffen im März, September und November sollen 2020 die meist in langen Berufsjahren gewachsenen Verbindungen der einstigen Gemeindeoberhäupter weiterpflegen.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.