1.465 potenzielle Stammzellenspender lassen sich registrieren. "Team Selina" überwältigt.
Bad Rippoldsau-Schapbach - Ein überwältigendes Echo hat die Registrierungs- und Typisierungsaktion ausgelöst, zu der das "Team Selina" aufgerufen hatte. Als gegen 17 Uhr in der Schapbacher Festhalle die letzten Blutentnahmen erledigt waren, hatten sich 1.465 potenzielle Stammzellenspender registrieren und zehn Milliliter Blut zur Typisierung abzapfen lassen.
Als am Sonntagvormittag um 11 Uhr die Schapbacher Festhalle öffnete, wartete schon eine bis hinaus auf den Parkplatz reichende Menschenschlange. Der Strom der Spendenwilligen aus dem Tal und der Region, überwiegend junge Leute, riss den ganzen Tag nicht ab. Das "Team Selina" und Elisabeth Lennartz von der Freiburger Stammzelldatei zeigten sich überwältigt von so viel mitmenschlicher Hilfsbereitschaft, hatten jedoch dank hervorragender Organisation die Situation stets im Griff.
Eine besondere Leistung wurde dabei den Blutabnehmerinnen abverlangt, Mitarbeiterinnen von Arztpraxen aus dem Ort und der näheren Umgebung, die ihren Dienst ehrenamtlich versahen. Die Aktion war ins Leben gerufen worden, um für Selina Heizmann und Erna Weis einen Stammzellenspender mit gleichen Gewebemerkmalen im Blut zu finden. Beide Frauen sind an Leukämie erkrankt und haben Chemotherapien hinter sich, die jedoch wirkungslos blieben. In einer Stammzellenübertragung bestünde eine Überlebenschance; bis dato konnte jedoch kein geeigneter Spender gefunden werden.
Hermann Rauber, Ansprechpartner im "Team Selina", dankte nach Schluss der Aktion vor allem seinem Helferkreis für die "Superleistung". Die Organisation habe hervorragend geklappt. Großes Lob gab es von Elisabeth Lennartz, Leiterin der Freiburger Stammzelldatei, für die perfekte Organisation und die Zusammenarbeit mit den Helfern vor Ort. Sie rechnet mit konkreten Ergebnissen bis Ende des Monats. Anhand von Erfahrungswerten hofft sie auf acht bis zehn "Treffer". Pfarrer Frank H. Maier nannte die Aktion und ihr Ergebnis "ein großartiges Zeichen gelebter Solidarität".
Die Kirchengemeinde sei stolz, durch Übernahme der Schirmherrschaft und Einrichtung von Spendenkonten mitzuhelfen, dass alles Menschenmögliche an Hilfe für die beiden Frauen getan werden könne. Auch Bürgermeister Bernhard Waidele äußerte Lob und Anerkennung für das "Team Selina" und alle Helfer.