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Bad Rippoldsau-Schapbach Pfarrers Handy klingelt bei Predigt

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Auch der Weggang von Pfarrer Frank Maier war Thema beim Schnurren. Fotos: Weis Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Rippoldsau-Schapbach. Vier Schnurrgruppen und die Hamperle-Harmonie sorgten für gute Laune in der "Tanne", der "Alban-Sonne" und im Kuhstall des Alisehofs. Geistreich und spöttisch deckten sie viele Missgeschicke, die sich im Dorf ereignet hatten, auf. Alle Schnurrgruppen zeigten sich in prächtiger Verfassung.

Die beiden neuen Elferräte Stefan Kaluza und Sven Schmieder stellten zu Beginn die Schnurranten vor. Danach marschierte die Hamperle-Harmonie in den Saal. Mit dem Hamperlelied und bekannten Hits wie "Skandal um Rosi", "Anneliese" und der "Schwarzwaldmarie" zeigten sich die Musiker unter der Leitung von Erwin Heinrich von ihrer besten Seite. Als erste Gruppe kamen die "Hoferers", Andy und Schwester Sylvia mit Neuling Marvin Herrmann, der beim Abschied von Pfarrer Frank Maier seine Vortragskünste bereits unter Beweis gestellt hatte. Unter Glockengeläut der Schapbacher Pfarrkirche waren sie ins Lokal eingezogen.

Wegen Infrastruktur läuft im Tal nichts mehr

Sie erzählten, dass im Tal einfach nichts mehr "laufe", da die Infrastruktur fehle und es ohne Pfarrer ganz verloren sei. Auch berichteten sie vom Partnerschaftsbesuch in La-Tranche-sur-mer, wo gerade dann das Handy von Pfarrer Frank Maier klingelte, als er auf Französisch predigte. Dass man beim Marmelade kochen nicht mit den Nachbarn tratschen sollte, erlebte eine Kaffeetante, die danach mit großem Aufwand den Herd und den Boden säubern musste. "Bim Schlecks ikoche, goht mer nid zum Hus nus", lautete der Refrain.

Phänomenal waren die "Seichbüxen", die sich – da der Name nicht angemessen war – beim Schnurrabend "Glaswaldsee-Nixen" nannten. Die Gruppe bestand aus Caroline Hoferer, Mutter Rita und Vater Georg. Die Schnurrgruppe hatte sagenhafte Wassergeschichten auf Lager, unter anderem, dass Brunnenwasser genau so gut sei wie das teure "Black Forest". Sie rügte den Hamperlepräsidenten, der das Datum der Frauenfasnet falsch angegeben hatte. Die Schnurre glänzte mit Pointen, Wortwitz und Gesang.

Pagode bleibt nicht lang auf der Weide

Die nächste Gruppe bestand aus Ludwig, Martin und Fabian Hoferer. Die "Glaswälder" seien eine "neutrale Zone" und unterstützen gerne die Schapbacher Schnurranten. Wenn man glaube, es gäbe keine Schnurranten mehr, dann kämen irgendwo die "Hoferers" her, die inzwischen 75 Prozent der Schnurranten ausmachten, so Ludwig Hoferer.

Sie hatten Verkehrsminister Winfried Hermann in Schapbach gesehen, der sich mit den neuen Zebrastreifen im Ort beschäftigte, und es gab lange Diskusssionen, wo in der Gemeinde überall Zebrastreifen angebracht werden sollen. Ihr Song hieß "Zebrastreifen, die tun mir nur leid".

Sie lobten auch Bürgermeister "Bernhard" der es schaffe, von überall Zuschüsse zu erhalten, was für den Ort eine Riesennummer sei. Zum Schluss hatten die Drei noch "feste und hart gesottene Sprüche" auf Lager.

Die letzte Gruppe hieß "Trocken" und bestand aus Günter Glöde, Ralf Schmieder, Uwe Weis und Jens-Matthias Bächle (Gitarre). Sie erinnerten an die vielen Geschäfte, die es früher im Dorf gab. Was man dort früher alles erleben konnte, sei einfach fantastisch gewesen. Sie hatten sich auch den Prozessionsweg "bei s’Polders" notiert, wo die Kühe oft im Regen standen. Ein Anwohner hatte Mitleid und schaffte einen Pavillon für die frierenden Kühe an. Doch lange Zeit hielt der Unterstand nicht. Er war nicht nur zerrissen, sondern auch mit Kuhfladen versehen.

Ein weiteres Thema waren die "Dorfkatzen", die sich überall durchfressen. "Allen Katzen recht getan, ist eine Kunst, die nicht mal Oskar kann", lautete ihr Song zum Abschluss der Geschichte. Mit vielen Gags und hervorragendem Gesang waren die Beiträge der Gruppe das Sahnehäubchen des Abends.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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