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Bad Rippoldsau-Schapbach Kosten für Waldfreibad bislang unter der Schätzung

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Sanierungsarbeiten haben im Waldfreibad in Schapbach begonnen. In dieser Saison bleibt es geschlossen.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Rippoldsau Schapbach. Keinen Badespaß gibt es dieses Jahr im Schapbacher Waldfreibad. Das gab Bürgermeister Bernhard Waidele in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Die Mehrheit des Gemeinderats wäre für eine Öffnung gewesen, doch das Gespräch mit dem Förderverein Waldfreibad sei anders verlaufen als erwartet, so der Bürgermeister.

Bereits in der Frageviertelstunde der Sitzung war von einem Bürger nach den Gründen gefragt worden, warum eine Öffnung in dieser Saison nicht möglich ist. Das Schwimmbecken sei marode und zudem stellten die Corona-Auflagen die Wirtschaftlichkeit in Frage, teilte Waidele mit. Technisch wäre es möglich gewesen. "Wir sind mit dem Förderverein zu dem Konsens gekommen, dass wir nächstes Jahr ein saniertes Freibad eröffnen wollen," ergänzte der Bürgermeister. Gemeinderätin Silvia Lehmann (FWV) erkundigte sich, ob ein früherer Baubeginn als September möglich wäre. Der in der Sitzung anwesende Rolf Linsenmaier vom Freiburger Ingenieurbüro Aqua Technik bezweifelte dies. "Es wurde bei der Ausschreibung von einem normalen Badebetrieb in diesem Jahr ausgegangen", sagte er. Entsprechend seien die Bauzeiten terminiert worden, denn die Gewerke müssten ineinander greifen.

Auch die Vergabe von vier Gewerken zur Sanierung des Schapbacher Waldfreibads standen auf der Tagesordnung. Damit sind nahezu 80 Prozent der Leistungen vergeben.

Die Fachfirma Mall in Donaueschingen erhielt den Auftrag für einen Stahlbeton-Fertigteilbehälter. Die Kosten betragen rund 135 000 Euro und liegen damit 3000 Euro unterhalb der Kostenschätzung. Rolf Linsenmaier erläuterte in der Sitzung das Konzept und die Vorgehensweise. "Die Fertigteilbehälter sind modular aufgebaut, werden vor Ort geliefert und in der Regel an einem Tag aufgebaut". Die Anlage bestehe aus zwei Wasserspeichern und einem dazwischenliegenden Rohrkeller zur Aufstellung der Pumpen und der Messtechnik. Die Firma sei bereits im Januar 2019 in die Planungen eingebunden gewesen, daher sei ein Wettbewerb mit Ausschreibung wie bei den anderen Gewerken nicht möglich gewesen.

Der Beschluss zur Auftragsvergabe erfolgte einstimmig. Ebenso einig war sich das Gremium bei der Vergabe der Metall- und Schlosserarbeiten an die Wolfacher Firma Schmieder Metallgestaltung. Das Angebot lag mit rund 25 000 Euro deutlich unter der Kostenschätzung. Auch die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten kosten die Gemeinde wesentlich weniger als die veranschlagten 85 000 Euro. Das Gewerk wurde an die örtliche Firma Holzbau Armbruster vergeben, die mit etwa 58 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte.

Teurer als gedacht werden dagegen die Tiefbauarbeiten, die bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben worden waren. Die Oberwolfacher Firma Rauber Bau gab als einzige von acht angeschriebenen Firmen ein Angebot ab, das sich auf rund 173 000 Euro beläuft. Neu ausgeschrieben werden die Garten- und Landschaftsarbeiten. Das von der Freudenstädter Firma Schuler abgegebene Angebot in Höhe von etwa 123 000 Euro (nur Mehrzweckbecken) lag 32 Prozent über der Kostenberechnung. "Bei 36 000 Euro über Plan sollten wir eine Neuausschreibung überlegen," gab Bürgermeister Bernhard Waidele zu bedenken.

Gemeinderat Kurt Schmieder (CDU) erkundigte sich, ob bestimmte Arbeiten wie Pflasterung auch vom Bauhof oder dem Förderverein Waldfreibad ausgeführt werden können. "Ohne das Können der Ehrenamtler schmälern zu wollen, sollten die Arbeiten von einer Fachfirma zumindest begleitet werden," riet Linsenmaier, auch unter dem Aspekt des Zeitrahmens. Auch Gemeinderat Franz Günter (FWV) befürwortete den Einsatz von Profis. Seiner Ansicht nach bringe eine neue Ausschreibung nicht viel, denn die Firma Schuler hatte als einziges von acht angeschriebenen Unternehmen eine Offerte abgegeben.

Neue Ausschreibung für Landschaftsarbeiten

Fraktionskollege Ramon Kara warb für eine Kombination aus neuer Ausschreibung und Einbeziehung des Fördervereins in die Arbeiten. Bruno Armbruster und Kurt Schmieder (beide CDU) schlossen sich dieser Ansicht an. Mit der Gegenstimme von Günter wurde die Aufhebung der Ausschreibung beschlossen. Auf Nachfrage von Armbruster nach dem Stand der Dinge insgesamt, gab Waidele bekannt, dass die Kosten derzeit 200 000 Euro unter dem anvisierten Kostenrahmen liegen.

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