Der Grabstein von Christian Haldenwang steht in Bad Rippoldsau. Foto: Schmid Foto: Schwarzwälder-Bote

Christian Haldenwang fand letzte Ruhestätte in Bad Rippoldsau

Von Franz Schmid

 

Bad Rippoldsau-Schapbach. Auf dem Friedhof in Bad Rippoldsau befindet sich nahe der Krypta ein Grabstein, auf dem man den Namen Johann Christian Haldenwang erkennen kann. Er war ein bekannter Kupferstecher

Geboren wurde er am 14. Mai 1770 in Durlach. Seine Wirkungsstätten waren unter anderem Basel, Dessau und vor allem Karlsruhe, wo er als badischer Hofkupferstecher tätig war. Der Künstler unterhielt mit vielen bedeutenden Zeitgenossen, wie Goethe, Boisseré, Cotta und Weinbrenner Beziehungen. Bei der Kunst- und Industrieausstellung 1829 in Karlsruhe erhielt Christian Haldenwang für seinen Gesamtzyklus die goldene Preismedaille. Haldenwangs Gesundheit war frühzeitig sehr beeinträchtigt, wohl nicht zuletzt wegen der langjährigen Arbeit mit Aquatinta. Ein wiederholter Kuraufenthalt im Goeringer-Bad in Rippoldsau sollte Linderung bringen. Es war jedoch zu spät. Mit 61 Jahren verstarb er in Rippoldsau. 1835 ließ ihm Großherzog Leopold auf dem Bad Rippoldsauer Bergfriedhof ein Grabmal setzen, das aus zwei aufeinander gesetzten roten Sandsteinwürfeln besteht und von einem leicht vorkragenden Gesims, verziert mit Lorbeer- und Eichenkränzen umgeben ist. Auf der linken Seite ist zu lesen: "Errichtet durch Leopold Großherzog von Baden und Maximilian von Baden 1835". Die Inschrift auf der rechten Seite lautet: "Hier ruht Christian Haldenwang, gestorben am 27. Juli 1831. Sein Werk hat er in Erz gegraben und dauernder als Erz".