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Bad Rippoldsau-Schapbach Düstere Aussichten für Wildtiere

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Bär Arian im weitläufigen Gehege des Wolf- und Bärenparks in Bad Rippoldsau-Schapbach. Foto: Bärenpark Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Rippoldsau-Schapbach. Leere Parkplätze, verlassene Wege, einsame Spielplätze – die Stiftung für Bären nimmt ihre Verantwortung im Hinblick auf den Infektionsschutz wahr und hat ihre Einreichtungen für den Besucherverkehr geschlossen.

Intern werden die Einrichtungen in Worbis und Bad Rippoldsau-Schapbach nur mit der Notbesetzung am Laufen gehalten, um die Versorgung der Tiere abzudecken, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung.

Fatale Auswirkungen habe die Krise für die Tiere dennoch: Wichtige Operationen wurden auf unbekannte Zeit verschoben, Tierrettungen wurden abgesagt. Große Arbeitseinsätze, wichtige Erneuerungen und notwendige Erweiterungen seien auf Eis gelegt. Das Wegfallen der Besuchereintritte als Haupteinnahmequelle sei äußerst belastend für das Tierschutzprojekt. Deswegen könnten keine neuen Plätze zur Unterbringung von misshandelten Wildtieren geschaffen werden. Aber genau daran mangele es enorm, so die Stiftung. Schon lange vor der Corona-Krise habe es an Möglichkeiten gefehlt, geretteten Tieren ein neues Zuhause zu bieten.

Lage spitzt sich wegen Zirkusinsolvenzen zu

Zahlreiche Bären, Wölfe und andere Tiere müssten unter unwürdigen Bedingungen leben, weil es keine Alternativen gebe. Diese alarmierende Lage werde sich wegen der Folgen des wirtschaftlichen Corona-Desasters noch extrem zuspitzen. So meldeten beispielsweise etliche Zirkusse in Frankreich Insolvenz wegen der Corona-Krise an und wollen ihre Tiere abgeben. Was durchaus gut und gerne 50 Tiere auf einmal bedeute. Und dies sei nur der Anfang. Die Situation für die Wildtiere in Europa werde im Laufe des Jahres katastrophale Ausmaße annehmen.

Dabei hätte 2020 eine historische Entwicklung einleiten können, heißt es in der Mitteilung weiter. Im November 2019 legte das Tierschutznetzwerk European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries (EARS) dem EU-Rat ein Papier vor, wie nichtstaatliche Organisationen dabei helfen können, den schrecklichen Zuständen, unter denen Wildtiere in Gefangenschaft leiden, entgegenzuwirken. Die Stiftung für Bären ist Mitglied bei EARS und war auch in Brüssel dabei. Doch was aus diesem Vorhaben in naher Zukunft wird, bleibt nun im Unklaren.

"Es war ein jahrelanger, harter Weg, den das Team mit größter Aufopferung und Leidenschaft bewältigte. Und innerhalb nur weniger Tage wendete sich das Blatt, und die dringend notwendigen, internationalen Kollaborationen kommen zum Stillstand, während die Ausbeutung und Misshandlung der Tiere weitergeht", wird Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer des Alternativen Bärenparks Worbis, in der Pressemitteilung zitiert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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