Ein weiteres Werk hat Ralf Bernd Herden seinem literarischen Schaffen hinzu gefügt. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Ralf Bernd Herden hat ein Buch über Katastrophenpotenziale herausgegeben / Lösungsansätze aufgezeigt

Von Erich Bächle Bad Rippoldsau-Schapbach. Ein Buch über Katastrophenpotenziale der Zukunft hat Ralf Bernd Herden aus Bad Rippoldsau-Schapbach herausgegeben. Es wurde in der Reihe "Diskussionspapiere der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl" von zehn Studierenden erarbeitet.Die Projektleitung hatte Ralf Bernd Herden. Er hat die Schrift als zehntes seiner als Autor oder Mitautor verantworteten Bücher herausgebracht. Herden, gebürtiger Lahrer, Jurist und Historiker, war 16 Jahre lang Bürgermeister von Bad Rippoldsau-Schapbach und ist seit 1998 Lehrbeauftragter an der Kehler Hochschule für öffentliche Verwaltung. Neben seiner freien Dozententätigkeit und der Arbeit als Historiker liegt der Schwerpunkt seines literarischen Schaffens  vor allem im Bereich der Gefahrenabwehr im Zivil- und Bevölkerungsschutz. So erschien unter dem Titel "Roter Hahn und Rotes Kreuz" 2004 seine bemerkenswerte Chronik der Geschichte des Feuerlösch- und Rettungswesens. Zwei Jahre später kam "Straßburg Belagerung 1870" heraus, eine ebenso anrührende wie detailreiche Schilderung der Belagerung der elsässischen Metropole durch deutsche Truppen im deutsch-französischen Krieg 1870/71.

Als besonderes Anliegen des Fachprojektes bezeichnet es Herden im Vorwort, Probleme und Lösungsansätze zu erkennen und bewusst zu machen und dabei auch praktisch verwertbare erste Ansätze für die tägliche Arbeit zu liefern. Das Projekt nennt drei Kategorien von Katastrophen: Naturkatastrophen, Kulturkatastrophen und Exzesskatastrophen. Es werden drei Grundregeln für das Gefahrenmanagement genannt: Anforderungen erkennen und vorausschauend planen. Für unverzichtbar hält der Autor die Aufstellung von Notfallplänen unabhängig von der Größe der jeweiligen Verwaltung und deren laufender Aktualisierung. Dabei sollten in die Planung vor allem die Szenarien Stromausfall, Personalausfall, Sicherung der Trinkwasserversorgung und Sicherung der Gesundheitsversorgung einbezogen werden.

Unbeschadet der Verantwortlichkeit des Bürgermeisters, wird Gemeinden zu einem "Runden Tisch" für das Risikomanagement geraten, zu dem sich beispielsweise jährlich alle Fachleute und Behörden treffen, um sich über Fragen und Probleme auszutauschen. In den weiteren Kapiteln des Buchs findet der Leser eine Fülle von Anregungen und Tipps, auch Hinweise, wo man bei Fragen Rat und Hilfe holen kann. Dabei gelingt es dem Autor, bei der Bearbeitung der einzelnen Katastrophenkategorien immer wieder Bezüge zu historischen Ereignissen herzustellen, vom Erdbeben in Basel 1356 über die Atomkatastrophe von Fukushima bis zur Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus in unseren Tagen.

Innenminister Reinhold Gall lobt in einem Grußwort, dass das Diskussionspapier einen aufschlussreichen Blick auf die Gefahren ermögliche, für deren Bewältigung Vorsorge zu treffen sei.

Das Buch: Fachprojekt Katastrophenpotenziale – Bedrohungen der Zukunft – Rückschlüsse der Vergangenheit. 104 Seiten Diskussionspapiere der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl.

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