Bad Rippoldsau-Schapbach (eve). Ende des Jahres will Bürgermeister Bernhard Waidele eine tragbare Bauplanung für die Aufstellung des Neubaugebiets am Polderberg in der Schublade haben. In der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte Waidele, dass mit einer zügigen Vorgehensweise das vorhandene Interesse am Baugebiet wachgehalten werden soll. Bei zwei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat, das Büro Winski in Teningen mit der naturschutzrechtlichen Untersuchung und Bewertung des Polderbergs zu beauftragen. "Wir kommen jetzt voll in die Vegetationsphase hinein und wollen keine Zeit verschwenden", betonte der Bürgermeister. Auch befürchtet er, dass die Interessenten abwandern, wenn die Kommune zu zögerlich vorgeht. Deshalb hält Waidele die Beauftragung für "unaufschiebbar" und führte eine entsprechende Regelung der Haushaltsordnung an, die "Schaden für die Gemeinde" abwenden soll. Hintergrund ist, dass die Ausgabe in Höhe von 12 298 Euro netto plus etwa 1000 Euro für ein artenschutzrechtliches Gutachten im Haushalt 2020 veranschlagt werden soll. Dieser wird jedoch laut Christian Pfundheller, der erst vor kurzem sein Amt "Zentrale Dienste und Finanzen" in der Doppelgemeinde angetreten hat, aufgrund der langen Vakanz des Kämmerer-Postens erst im Juni beschlossen. Wie in der vergangenen März-Sitzung bereits erläutert worden war, dauere der Verfahrensablauf zur Aufstellung eines Neubaugebiets in der Regel ein Jahr und beinhalte unter anderem Bodengutachten und naturschutzrechtliche Untersuchungen.