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Bad Rippoldsau-Schapbach Aus Kurklinik wird Fünf-Sterne-Resort

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Die ehemalige Kurklinik in Bad Rippoldsau-Schapbach soll zu einem Fünf-Sterne-Resort umgebaut werden. Foto: Müller

Bad Rippoldsau-Schapbach - Von der ehemaligen Kurklinik in Bad Rippoldsau werden wohl nur noch die Außenwände übrig bleiben – und auch die werden umgestaltet. Die Investoren präsentierten bei einer Pressekonferenz das neue Konzept.

Der Schwarzwald scheint ein beliebtes Ziel chinesischer Investoren zu sein. Nach Baiersbronn hat nun auch Bad Rippoldsau-Schapbach Geldgeber aus China angelockt. In der ehemaligen Kurklinik soll ein sogenanntes Medical-Spa-Resort mit fünf Sternen entstehen. Eine Summe im mittleren zweistelligen Millionenbereich will die Investorengruppe um das Ehepaar Yirong und Zhenliang Chen in das Vorhaben stecken.

Und sie haben viel vor: Bereits in den nächsten Wochen sollen die ersten Handwerker loslegen. Im Sommer 2017 gehe es dann richtig los, sagte Karl Grage, Geschäftsführer der Projekt-Manufaktur aus Köln, der das Projekt begleitet.

15 luxuriöse Suiten und 150 Zimmer sollen in zwei Phasen in dem Gebäudekomplex entstehen, inklusive Spa-Bereich und zwei Restaurants – eines mit regionalen Spezialitäten, das andere mit internationaler Küche. Außerdem soll es Anwendungen westlicher und chinesischer Medizin sowie Massagen geben. Die Mineralquellen sollen revitalisiert werden, sagte Grage. Dazu kommen noch Bars, Konferenzräume, eine Saunalandschaft und ein Außenpoolbereich. Neben einem Allgemeinmediziner ist auch die Ansiedlung von Geschäften für Mode und Schmuck vorgesehen.

Über die Art der Energieversorgung wird derzeit noch diskutiert. Ein Konzept wird noch erstellt, es werde aber Wert auf regenerative Energien gelegt, versicherte Grage.

Zwischen 150 bis 200 Mitarbeiter sollen eingestellt werden, weitere Arbeitsplätze sollen indirekt etwa bei Lieferanten entstehen. Auch für die Mitarbeiter sind Wohnmöglichkeiten geplant. Er rechne mit einer Auslastung des Resorts von 60 bis 65 Prozent, sagte Grage. Das Hotel solle Menschen aus aller Welt anziehen. Aufgrund der Verbindung nach China rechne er damit, dass 20 bis 25 Prozent der Gäste aus diesem Land kommen.

Es sei ein historisches Ereignis für die Wolftalgemeinde, sagte Bürgermeister Bernhard Waidele. Er verwies auf die lange Bädergeschichte des Orts und blickte auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück. Die Schließung der Klinik vor knapp fünf Jahren habe die Gemeinde schwer getroffen. Aber nach diesem Aderlass gehe es nun wieder "sehr, sehr guten Zeiten entgegen", so Waidele. Das Resort sei eine touristische Destination, die zwischen Schwarzwald und Rheingraben einmalig sei.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck gratulierte Waidele zu der Entwicklung. Seit er einmal China bereist habe, liebe er das Land, berichtete er. Mit dem Resort habe die Gemeinde ein größtmögliches Osterei und ein Konjunkturpaket bekommen.

Zhenliang Chen trat als Sprecher der Investorengruppe auf. Immer mehr Chinesen unternähmen Urlaubsreisen in fremde Länder, von 2014 bis 2015 habe die Zahl um 16 Prozent zugelegt, sagte Chen. Deutschland sei ein Reiseziel, das stetig beliebter werde. In China heiße es, es brauche drei Voraussetzungen für den Erfolg eines solchen Projekts: Nachhaltigkeit, Begeisterung und unbedingte Motivation. Diese Voraussetzungen sehe er erfüllt, sagte Chen.

In Bad Rippoldsau habe man den idealen Standort für das Vorhaben gefunden. Er sei begeistert von der Natur im Schwarzwald, sagte Chen. Auch die Tradition und die Mentalität der Menschen im Schwarzwald gefalle ihm. Schon die Prospekte hätten ihn angesprochen, leider wären sie aber nicht auf Chinesisch verfasst, so Chen.

Die Umsetzung liegt derweil in deutschen Händen. Projektleiter Grage hat dafür Erik von Gehlen von einem Krefelder Architekturbüro und Dirk Griesinger von einer Berliner Firma, die Unternehmensgründungen begleitet, sowie zahlreiche weitere Experten wie Ingenieure ins Boot geholt. Diese hätten dem Gebäude eine gute Substanz bescheinigt.

Xuexia Schabany hatte den Kontakt zwischen Investoren und Gemeinde vermittelt. Die Investorengruppe selbst ist erstmals außerhalb Chinas tätig.

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