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Bad Peterstal-Griesbach Glückspfad führt an der Rench entlang

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Auf dem Wiesensteig geht es nicht um sportliche Hochleistung, sondern um ein Naturerlebnis mit allen Sinnen. Abschalten, Aussicht genießen und, ja, auch mal die Füße hochlegen. Foto: Duval

Bad Peterstal-Griesbach - Der Weg zum Glück kann so einfach sein. Oft genügen nur ein paar Schritte. Rausgehen, runterkommen, abschalten. Ein Weg, geradezu prädestiniert für Genusswanderer, ist der neue Wiesensteig in Bad Peterstal-Griesbach im Ortenaukreis. Die wunderschöne Lage und den Erholfaktor wussten bereits Zaren und Könige zu schätzen, die damals zur Kur zu den Heilquellen in Bad Peterstal reisten. Entspannen, erholen und die Sommerzeit mit Herz und Seele genießen, das ist im Renchtal seit über 400 Jahren angesagt.

 

Da lag es quasi auf der Hand, einen Weg zu schaffen, der den neuen Bedürfnissen der Freizeitgäste gerecht wird. Axel Singer, Geschäftsführer der Kur und Tourismus GmbH Bad Peterstal-Griesbach hatte eine Vision von einem Genusswanderweg, der alle fünf Sinne anspricht. Entstanden ist ein »Entschleunigungsweg mit Sehnsuchtsorten«, wie Singer seinen Wiesensteig liebevoll nennt. Die Wegführung beeindruckte das Deutsche Wanderinstitut, das den Wiesensteig auf Anhieb mit dem Siegel »Premiumwanderweg« für höchste Erlebnisqualität auszeichnete.

Loslaufen und Abtauchen: Gleich zu Beginn entfaltet der Weg seinen wildromantischen Charme. Es plätschert, rauscht und gluckert. Die wilde Rench bahnt sich ihren Weg, umfließt Totholz und Baumstümpfe. Munter nimmt sie den Lauf anderer Bergbächlein auf. Schon im ersten Abschnitt finden sich Ruhebänke. Augen schließen, verweilen, in sich gehen, dem Lauf des Baches und dem Vogelgezwitscher lauschen.

Bewusstes Gehen, Sehen und Hören will gelernt sein. Das Wanderglück auf dem Wiesensteig erschließt sich nur dem, der sich Zeit nimmt. Verweilen statt eilen lautet das Credo dieses Wanderweges. Da kommt die Renchtalhütte wie gerufen. Ob in der Hütte oder auf der Panoramaterrasse, ob Flammkuchen oder zünftiger Vesperteller, eine Einkehr in der urigen Hütte lohnt sich allemal, und sei es nur, um den Durst zu löschen.

Mag sich der Wanderer bis dahin über den Namen Wiesensteig gewundert haben, so löst sich dieses Rätsel nun. Der Wald öffnet sich und gibt den Blick frei auf grüne Almwiesen. Es duftet nach Heu und Wiesenblumen. Es summt und brummt, emsig fliegen Bienen und Hummeln über die bunten Bergwiesen. Einsam gelegene Schwarzwaldhöfe machen die Postkartenidylle perfekt. Der untere Disslihof wird von Erich und Rosel Bruder bewirtschaftet. Die Wiesen an den steilen Berghängen mähen sie noch immer in Handarbeit mit der Sense, erzählen sie vorbeikommenden Wanderern.

Über sanfte Wiesenpfade geht es zum »Motorenhisli«. Bis in die 70er-Jahre wurde hier eine Seilwinde betrieben, die bei der mühsamen Feldarbeit am Steilhang eingesetzt wurde. Heute birgt das Holzhäuschen einen besonderen Schatz: Kissen und Sonnenschirm für den Rastplatz mit den beiden Sonnenliegen. Ganz entspannt hoch über dem Tal die Seele baumeln lassen, da schlägt das Wandererherz vor purem Glück.

Am Haus Wilde wartet die nächste Überraschung: Im Brunnentrog mit Bergwasser gekühlt, laden Liköre zur Verkostung ein. Für einen kleinen Obolus gibt es Wiesensteiglikör, Erdbeere oder Kirsch. Gestärkt geht es auf den letzten Abschnitt. Nun steigt der Weg stetig an, der Wiesensteig wird zur Himmelsleiter. Herrliches Wiesengrün hebt sich vom Blau des Himmels ab. Immer wieder laden Bänke zum Verweilen ein. Und das ist gut so, denn der Weg hält wunderbare Ausblicke parat.

Und wieder kommt der Genuss nicht zu kurz: Das Höhengasthaus Herbstwasen verwöhnt mit Kuchen oder deftigen Gerichten. Zum Abschluss trifft der Wiesensteig erneut auf die wilde Rench. Auf dem letzten Kilometer bleibt entlang des plätschernden Baches immer noch Zeit für eine Erfrischung.

Der Wiesensteig ist kein Weg für die schnelle Tour. Hier darf, ja, hier muss man sich Zeit lassen. Denn wer langsam geht, kommt auch zum Ziel. Und das entspannt und voller Glück.

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Katharina Beule

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