Der Vorsitzende des Fördervereins für das Dorfzentrum Bad Liebenzell-Beinberg, Rüdiger Krause (links), und der Beinberger Ortsvorsteher Rainer Pfrommer vor dem von der Beinberger Feuerwehr überbrachten Birnbaum. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder-Bote

Förderverein für Dorfzentrum in Beinberg wird 25 Jahre alt

Bad Liebenzell-Beinberg (rst). Am nächsten Wochenende feiert der Bad Liebenzeller Stadtteil Beinberg ein großes Dorffest aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Fördervereins für das Dorfzentrum Bad Liebenzell-Beinberg. Aus diesem Anlasse hat jetzt im Waldhufensaal ein Festakt stattgefunden.

 

Zur Feier waren die Gründungsmitglieder des Vereins fast vollzählig erschienen. Dieter Schnürle, Ehrenvorsitzender des Vereins, hielt eine Rückschau auf die Gründung des Vereins im Jahr 1988 und dessen Wirken in den ersten zwei Jahrzehnten. Anlass war seinerzeit die Mithilfe der Bevölkerung bei der Errichtung des Waldhufensaals, der heute einen zentralen Ort des Gemeindegeschehens bildet. Initiatoren und "Geburtshelfer" waren insbesondere Dieter Schnürle selbst, 22 Jahre erster Vorsitzender, Günther Kirchherr und Adam Kling. Tatkräftig unterstützte die Vereinstätigkeit der damalige Bürgermeister Helmut Schiek. Er war persönlich anwesend und trat an diesem Abend spontan dem Förderverein als Mitglied bei. Auch Joelle Kling trat an diesem Abend dem Verein bei.

Nach dem abgeschlossenen Bauvorhaben im Dorfzentrum wurde damals kurzzeitig die Auflösung des Vereins erwogen, machte Schnürle deutlich. Die zwölf Gründungsmitglieder stellten aber fest, dass ein Förderverein auch weiterhin wichtige Aufgaben im Dorfgeschehen übernehmen könnte und sicherten seinen Fortbestand.

Steinmetz Erwin Schubert meißelte aus einem großen Sandsteinblock den Trog für den Brunnen im Dorfzentrum – heute ein Schmuckstück der Ortsmitte. Er war auch wesentlich beteiligt an der Konzeption der vier Beinberger Wanderwege, die der Verein dann anlegte.

Attraktivität des Ortes gesteigert

Großen Anteil hatte der Förderverein auch an einem anderen Wegprojekt, der die Attraktivität des "besterhaltenen Waldhufendorfs Deutschlands" für den Fremdenverkehr erhöhte, sagte Schnürle weiter. Den "Themenpfad Waldhufendorf" konzipierte das ortsansässige Unternehmen Werkgruppe Gruen, mit Fördergeldern aus verschiedenen Quellen finanziert und unter großem Arbeitseinsatz des Fördervereins verwirklicht. Heute ist der Waldhufenlehrpfad ein Anziehungspunkt. Regelmäßig werden Führungen veranstaltet, an denen auch der Förderverein beteiligt ist. Eine Besonderheit des Waldhufenlehrpfads sind die akustischen Hilfen für Sehbehinderte.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Rüdiger Krause, erinnerte in seinem Rückblick an die Tätigkeit des Fördervereins seit seiner Übernahme des Amtes im Jahre 2010. Fester Programmpunkt ist die Pflege der Wanderwege und des Waldhufenlehrpfads. Zu gut besuchten Veranstaltungen haben sich die Wandertage entwickelt wie auch der vorweihnachtliche "Beinberger Advent". Erforderten schon Renovierung und Ausbau der Beinberger Kindergartenhütte hohen Einsatz von den Mitgliedern, wurde er noch weit übertroffen von der Sanierung von Kellers Hütte im Unterdorf. Bemerkenswert war an diesem Vorhaben, dass hier nicht nur Mitglieder des Vereins sondern auch andere Einwohner des Ortes viele Stunden ihrer Freizeit zum Wohle des Ortes aufwandten. Der Vorsitzende bedankte sich bei Mitgliedern und Unterstützern, Ehrenvorsitzenden Dieter Schnürle, dem stellvertretenden Vorsitzenden Günther Kirchherr, Schriftführer Robert Strobel, Kassier Erich Keck sowie den Beisitzern Thomas Todt, Bernd Ringlstetter und Hans Zaiser.

Bürgermeister Volker Bäuerle nannte Beinberg den "schönstem Teilort von Bad Liebenzell". Er führte die Attraktivität des Ortes auch auf den starken Einsatz des Fördervereins zurück.

Fritz Steininger, der sich gerne in Beinberg aufhält, gestand seine heimliche Sympathie zum Nachbarort. Heiterkeit erregte der Umstand, dass die Beinberger Feuerwehr, vertreten durch ihren Kommandanten Marcel Pfrommer, und der Musikverein Bad Liebenzell-Beinberg, vertreten durch den Ersten Vorsitzenden Wolfgang Maletsch, unabgesprochen beide ein Bäumchen als Präsent mitbrachten. Birnbaum und Kirschbaum sollen ermöglichen, dass die heute Aktiven des Vereins in 25 Jahren im Schatten der dann stattlichen Bäume zufrieden zurückblickend ein Gläschen Gebranntes genießen dürfen.