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Bad Liebenzell Wenn die Bilder aus einem Gefühl heraus entstehen

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Künstler Günter Haase stellt seine Werke ab sofort in der Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell aus. Foto: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Liebenzell. Der Künstler Günter Haase ist in Bad Liebenzell kein Unbekannter. Schon mehrmals waren seine Werke in den vergangenen Jahren in der Kurstadt zu sehen. Am Donnerstagabend eröffnete er in der Paracelsus-Therme seine neue Ausstellung "Natur-Variationen".

Rund 50 Kunstinteressierte kamen zur Vernissage gekommen, darunter Bürgermeister Dietmar Fischer. Der Rathauschef war voller Lob für Haase und sein Werk. Der Künstler sei ein Gefühlsmaler, die Werke entstünden aus dem Bauch heraus.

"Er war schon mehrmals mit seinen Werken zu Gast – ob hier in der Therme, drüben im Rathaus oder in der Paracelsus-Klinik", so Fischer. Haases Bilder hätten keine Titel. Dies fordere den Betrachter, sich im wahrsten Wortsinn selbst ein Bild zu machen. Man müsse sich mit den Werken auseinandersetzten, um einen eigenen Zugang zu finden. Fischer ermunterte die Anwesenden, ruhig länger vor den Bildern zu verweilen.

Haase bedankte sich bei Fischer anschließend für diese warmen Worte. Ebenso sprach er Werner Komenda und Heike Vorgrümler von der Stadtverwaltung seinen Dank aus. Diese hätten ihn bei der Vorbereitung der Ausstellung unterstützt.

"Ich bin gerne hier", sagte Haase in Anspielung auf sein wiederholtes Gastspiel in Bad Liebenzell. In der aktuellen Ausstellungen drehe sich alles um das Thema Natur. Er verwende für seine Werke Acryl-, Aquarell- und Aquacrylfarben, hauptsächlich auf Papier und Leinwand. Er setze aber auch andere Materialien ein. Wellpappe, Holz, Stoffe oder Zeitungspapier fänden sich ebenfalls in seinen Bildern.

Faible für Bäume

Für eine Serie von Bildern hat er zudem Baumrinde benutzt. "Ich habe ein Faible für Bäume", so Haase. Besonders die Rinde habe es ihm, aufgrund ihrer Unterschiedlichkeiten in Farben und Formen, angetan. Er habe für diese Bilder auf echte Rinde unter anderem vom roten Eukalyptusbaum aus Australien, dem Köcherbaum aus Afrika oder der heimischen Birke zurückgegriffen. Er wolle damit die Vielfältigkeit der Natur nachfühlen, so Haase.

In einer anderen Bilderreihe habe er sich der sogenannten Minimalmalerei gewidmet. Hier arbeite man mit wenig Farbe und wenig Zeichnungen. "Sozusagen schwäbische Kunst", scherzte er. Ihn fasziniere aber, welche Wirkung diese Arbeiten trotz der selbst auferlegten Reduktion entfalten könnten.

Auf Titel für seine Bilder verzichte er deshalb, weil er den Betrachtern nicht vorschreiben möchte, was sie in seinen Bildern sehen sollen. Viele seiner Werke seien nah an der Natur, da erkenne man das zugrunde liegende Motiv sowieso unmittelbar. Bei seinen abstrakten Werken dauere dies etwas länger.

"Manchmal sagen Leute zu mir, das Bild sagt ihnen nichts", so Haase. Das sei kein Wunder, die Bilder können ja nicht sprechen. Man müsse sich einfach genügend Zeit nehmen und sich auf die Werke einlassen. Ab und zu helfe dabei auch ein Perspektivwechsel. So stelle er manche Werke auch auf dem Kopf stehend aus. Er male sowohl als naturalistisch als auch abstrakt, da er die Abwechslung liebe und diese in seinen Ausstellungen zeigen möchte.

Haase hat sein Atelier in der Stuttgarter Straße in Calw. Dort verarbeite er die Impulse, die ihm die Natur gebe, zu Bildern. Manchmal gehe das ganz schnell, manchmal stehe ein Werk aber auch einige Monate auf der Staffelei, bis er endgültig herausgefunden habe, wo ihn die Inspiration hinführe.

Der 82-jährige Künstler malt seit mehr als 40 Jahren. Neben dem Selbststudium hat er das Handwerk auch an den Kunstakademien in Trier und Bad Reichenhall erlernt. Er fühle sich noch sehr gut und bleibe stets neugierig. Dabei helfe ihm die Malerei. Für seine Arbeit ziehe er seine Inspiration aus der Natur. Er wandere viel und gern und sei schon mehrmals den Jakobsweg gelaufen.

Die 41 Werke Haases sind nun einen Monat lang, bis zum 13. März, jeden Tag zwischen 9 und 22 Uhr in der Paracelsus-Therme zu sehen.

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