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Bad Liebenzell Unverzichtbar nicht nur in der Krise

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Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Landesministerium für Soziales und Integration, hat bei ihrer Sommertour nicht ohne Grund Station im Paracelsus-Krankenhaus in Unterlengenhardt gemacht. Die Klinik ist für die Versorgung der Bevölkerung nicht erst seit der Corona-Krise unverzichtbar. Träger des Krankenhauses ist ein Verein.

B ad Liebenzell-Unterlengenhardt. Bis August hielt das Paracelsus-Krankenhaus eine Station von elf Betten (Einzelzimmer) für Verdachtsfälle einer Infektion durch das Coronavirus frei. Seit September sind es noch vier Betten. Das Haus ist gerade in der Diagnostik in der Region unverzichtbar. Thomas Breitkreuz, einer der beiden Leitenden Ärzte des Paracelsus-Krankenhauses, sagte, dass die Klinik bestrebt sei, in den Bettenbedarfsplan des Landes aufgenommen zu werden. Wann das Haus dieses Ziel erreiche, sei schwer zu sagen, wie Breitkreuz und Frank Wiehe, Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat beim Landratsamt Calw, beim Besuch von Staatssekretärin Bärbl Mielich deutlich machten. Wiehe lobte bei dieser Gelegenheit die trägerübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Kliniken im Landkreis Calw während der Corona-Krise: "Es ist viel Vertrauen entstanden." Angesichts der aktuellen Situation sagte er, dass in Sachen Corona keine Entwarnung gegeben werden könne: "Man muss aufpassen."

Die Infektionszahlen lägen wieder so hoch wie Mitte Mai. Es gebe aber noch nicht so viele stationäre Fälle. Breitkreuz ergänzte, dass es im Paracelsus-Krankenhaus bislang keine Übertragung des Coronavirus auf einen Patienten gegeben habe.

Wertschätzung für Pflegekräfte

Das Besondere an der Paracelsus-Klinik ist die Integrative Medizin. Dabei wenden die Ärzte und Pflegekräfte die Methoden der anthroposophischen Medizin an, wie zum Beispiel die Misteltherapie bei Krebserkrankungen, Wickel, Einreibungen sowie therapeutische Bäder, Kunst- und Bewegungstherapien. Diese Methoden werden verbunden mit den Erkenntnissen der Inneren Medizin. Im Paracelsus-Krankenhaus werden denn auch Patienten aus dem Bereich der Inneren Medizin behandelt. Auch Krebskranke werden aufgenommen. Schließlich kümmert sich das medizinische Personal um Menschen, deren Krankheit nicht mehr geheilt werden kann und die nur noch eine begrenzte Zeit zu leben haben. Hier geht es unter anderem darum Schmerzen zu lindern (Palliativmedizin).

Mielich ist Schirmherrin des 2017 gegründeten Kompetenznetzes Integrative Medizin Baden-Württemberg mit 15 beteiligten Kliniken. Das Paracelsus-Krankenhaus in Unterlengenhardt gehört zu den Gründungsmitgliedern dieses Netzes. Bei ihrem Besuch zeigte sich Mielich fasziniert von dem ganzheitlichen Angebot der Klinik. So kämen sowohl die Methoden der anthroposphischen als auch der Schulmedizin zum Einsatz. Sie lobte auch die große Wertschätzung für die Pflegekräfte in dem Haus.

Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Blenke (CDU) bekannte, dass er bei der Führung durch das Krankenhaus einiges gelernt habe. Die Mitarbeiter seien mit viel Herzblut dabei: "Allein das ist jeden Besuch wert."

Bad Liebenzells Bürgermeister Dietmar Fischer bedankte sich bei der Klinik für das Engagement während der Corona-Krise. Das Haus habe zusammen mit den Krankenhäusern in Calw, Nagold und Bad Wildbad die medizinische Versorgung der Bevölkerung sichergestellt. Er lobte, dass immer der Mensch im Mittelpunkt stehe: "Man kommt im Notfall gerne hierher." Auch in Schömberg habe das Paracelsus-Krankenhaus einen hohen Stellenwert, sagte der Bürgermeister der Glücksgemeinde, Matthias Leyn. So gebe es eine enge Zusammenarbeit mit dem Notarztstandort in Schwarzenberg.

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