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Bad Liebenzell Schüler ermöglichen Online-Bürgerversammlung

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Foto: © 9dreamstudio­– stock.adobe.com

Bad Liebenzell - Einige kennen es mittlerweile aus dem schulischen oder beruflichen Alltag. In Zeiten von Social Distancing und Home Office finden viele Treffen online statt. Das hat sich die Stadtverwaltung auch für die Bürgerversammlung vorgenommen. Und bekommt dabei Hilfe aus unerwarteter Richtung.

Normalerweise hätte die Bürgerversammlung im Spiegelsaal schon im Juli über die Bühne gehen sollen. Wegen der Pandemielage wurde die Veranstaltung aber auf den 22. Oktober verlegt, wie Bürgermeister Dietmar Fischer jüngst dem Gemeinderat bekanntgab. Zudem stellte er eine Online-Übertragung des Events in Aussicht, damit möglichst viele Bürger trotz Abstandsregeln daran teilhaben können.

Dabei erhält die Stadt jetzt unverhoffte Unterstützung: Die Schüler der Technik AG von der Reuchlin-Realschule bieten ihre Hilfe an. Sie stellen die technische Infrastruktur für diese Übertragung zur Verfügung. "Die Stadt hat da bei uns angefragt", erklärt der Lehrer und Leiter der Technik AG Richard Martin.

Denn die Schüler haben in diesem Bereich schon Erfahrung gesammelt. Die Abschlussfeier der Zehntklässler des vergangenen Schuljahres drohte nämlich pandemiebedingt ins Wasser zu fallen. So kam man in der Schule auf die Idee, dieses Event online stattfinden zu lassen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens war die Technik AG natürlich prädestiniert.

Lehrer ist als Ansprechpartner stets dabei

Dafür waren aber zuerst ein paar Anschaffungen nötig, erzählt Martin. Stative, Kameras und ein Video Switcher wurden benötigt. Die Abschlussfeier fand dann im Spiegelsaal statt. Die Internetverbindung dort sei gut gewesen. Die Übertragung habe ohne größere Probleme funktioniert. Über den Veranstaltungsort Spiegelsaal sei auch der Kontakt zum Rathaus zustande gekommen, so Martin. Generell habe man eine enge Beziehung zur Stadt. So sei es nur logisch gewesen, dass die Technik AG der Stadt bei der Bürgerversammlung aushelfe.

Nächsten Dienstag sei ein Treffen mit der Verwaltung geplant, bei dem weitere Details abgeklärt werden sollen. Martin hat die Leitung dieses Projekts aber an seine Schüler übergeben. So könnten diese auch lernen, was es bedeutet, so etwas zu organisieren. Er sei als Ansprechpartner aber stets dabei.

Für die Bürgerversammlung sei ein Stream über die Videoplattform Youtube geplant, erklärt Martin. Zudem wolle man einen Chat einrichten, damit die Bürger sich auch aktiv an der Versammlung beteiligen und dort Fragen stellen können.

Hier biete sich die Möglichkeit über die Website Slido an. Über einen QR-Code, der im Stream eingeblendet werden könne, könnten die Bürger sich in den Chat einloggen. Das Bild für die Übertragung werde von den Kameras eingefangen, die Tonspur stamme dann von der Soundanlage im Spiegelsaal. So sei zumindest bis jetzt der Plan.

In der Technik AG seien momentan vier Schüler aus der zehnten Klasse engagiert, so Martin. Man beschäftige sich sonst mit 3D-Druckverfahren oder dem Programmieren von Micro-Controllern. "Eben alles, was im traditionellen Technikunterricht nicht so stattfindet", meint der Lehrer. Dazu treffe man sich wöchentlich. Interessierte Schüler seien stets willkommen.

Für drei weitere Veranstaltungen angefragt

Die Schüler der Technik AG seien super motiviert für das Projekt "Bürgerversammlung", erzählt Martin. Die Stadt habe sogar für drei weitere Veranstaltungen die technische Hilfe der Jugendlichen angefragt. Man wolle aber erstmal bei der Bürgerversammlung helfen und dann schauen in welchem Rahmen eine weitere Unterstützung möglich sei. "Denn so eine Übertragung ist schon ein hoher Aufwand", beschreibt es der Lehrer.

Die Bürgerversammlung startet am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen die Blutspenderehrung, die Finanzen der Stadt, bauliche Entwicklungen, der städtebauliche Wettbewerb für das Mühlenareal, die Bebauung des Ochsenareals, die Breitbandversorgung sowie Informationen zur Freizeit und Kur GmbH.

Ein Link für die Videoübertragung werde auf der Homepage der Stadt zu gegebener Zeit veröffentlicht, so Fabio Hubert vom Hauptamt. ­Bürger die keinen Internetanschluss haben, könnten direkt in den Spiegelsaal kommen. Nur wieviele Plätze dort zur Verfügung stehen, sei noch nicht abschließend geklärt. Das hänge von der aktuell geltenden Corona-Ver­ordnung ab. Momentan plane die Stadt jedoch mit 85 Plätzen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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