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Bad Liebenzell Rasche Szenenwechsel

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Rasche Szenenwechsel bestimmten das Stück "Überleba oms Verregga" der Veigelesbühne in Möttlingen. Foto: Eitel Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Liebenzell-Möttlingen. Eine erfolgreiche Premiere feierte die Möttlinger Veigelesbühne mit ihrem schwäbischen Schwank "Überleba oms Verregga".

In der ausverkauften Möttlinger Turn- und Festhalle hatten die Besucher viel zu lachen. Sie spendeten viel Beifall. "Wir hatten ein tolles Publikum", sagte ein Sprecher des schwäbischen Mundarttheaters dazu. Die Schauspieler liefen zu Hochform auf.

Der erfahrene Marco Gäck­le spielte den rechtschaffenen aber insolventen Werkstattbesitzer Manfred Müller. Seine resolute Ehefrau Monika wurde verkörpert von der auch weithin als Frieda Krümele bekannten Heike Vorgrümler.

Mario Gäckle spielte den chaotischen Erfinder und Hungerleider Matthias Müller. Sie sind für sich allein schon eine versierte Truppe. Aber da war auch noch der Vorjahresdebütant Fabian Haug, der als polnischer Schwarzarbeiter Kasimir mit seinem gebrochenen Deutsch gegen Behördenperfektion und Steuern für eine Menge Heiterkeit beim Publikum sorgte.

Um den Fängen des beflissenen Arbeitsamtsbeamten Dietmar Dipfele, gespielt von Kevin Bohnenberger, zu entkommen, zog er sich unter dem Gelächter des Publikums schnell alte Kleider über und mimte eine 90-jährige Oma.

Fabian Haugs spektakuläre Karriere als Kasimir belegte einmal mehr das Konzept der Veigelesbühne, immer wieder talentierten Nachwuchs zu rekrutieren. Auch diesmal gab es mit Pia Gecks in der Rolle der Postbotin Paula ein vielversprechendes Debüt. Die adrette Rothaarige hat sich unsterblich in Kasimir verliebt. Es war die einzige Romanze im ganzen Stück. Als sie ihren Angebeteten auf ein Viertelstündchen ins Obergeschoss entführte, kamen beide auffällig eng verbandelt zurück. Man hörte geradezu die Hochzeitsglocken läuten.

Ovationen für Urgesteine

Aber neben den Jüngeren kam auch die altverdiente Garde trefflich zur Geltung. Mit Ovationen wurden die Urgesteine der Bühne, Thea Rentschler als Olga und Inge Weiße als Stanislava, empfangen. Beide als aus Polen angereiste Tanten von Kasimir brachten viel Witz mit auf die Bühne. Als Olga eine Flasche Edelbrand und eine Zigarre aus ihrer "Wäsche" zog, johlte das Publikum. Auch Katja Gerds und Anke Gruber leisteten in den Rollen der Bankdirektorin Pfenninger und der Bürgermeisterin Kleinschmidt einen souveränen Beitrag für das Gelingen der Erstaufführung. Hatten sie anfangs noch die Nasen gerümpft über die im Wohnzimmer gelagerten Ersatzteile und die Armut der Müllers, waren sie plötzlich Feuer und Flamme, als es um ein geplantes Polski-Porsche- Projekt ging.

Ansonsten lebte der Dreiakter neben den skurrilen Erfindungen von Matthias auch von einem raschen Szenenwechsel mit engagierten Dialogen, die in ihrer eingeübten Diktion nichts zu wünschen übrig ließen. Viele witzige Sprüche waren auch dabei, auch wenn sie hier und da mal etwas unter die Gürtellinie gingen. Aber dem Publikum hat es gefallen.

Als sich am Ende alle umarmten und sich auf die Schulter klopften hatten die Akteure sogar auch einen kleinen Teil zur Völkerverständigung beigetragen.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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