Im Kurpark von Bad Liebenzell erfolgte die Zieleinfahrt der dritten Tiefenbronn Classic bei großer Zuschauerresonanz. Foto: Stocker

Hunderte von Zuschauern bei Abschlussparty der Tiefenbronn Classic in Bad Liebenzeller.

Bad Liebenzell/Nordschwarzwald - Auch der Wettergott muss ein Oldtimer-Fan sein: Denn just zur dritten Tiefenbronn-Classic schickte er die Sonnenstrahlen, die Chrom und Blech der Oldtimer aufblitzen ließen. Die nostalgischen Fahrzeuge verliehen am Sonntag den Straßen der Region Glanz, bis sie schließlich am Ziel im Bad Liebenzeller Kurpark eintrafen.

Oft konnte man das satte Röhren der Motoren schon hören, ehe ein Bolide sichtbar wurde. Immer wieder begeisterten die Fahrer der 183 Auto-Raritäten und zehn Motorräder Zuschauer entlang der Strecke. An manchen Durchfahrtskontrollen wie in Bad Teinach-Zavelstein sammelten Jugendliche Autogramme der Fahrer. Rund 150 Kilometer legten die Teilnehmer zurück und konnten nicht nur die reizvolle Landschaft genießen.

Immer wieder mussten sie auch Aufgaben erfüllen, die in die Wertung einflossen. "Wissen und Beherrschung des jeweiligen Fahrzeugs, aber auch Kenntnisse über teilnehmende Rennfahrer stellten sie dabei auf die Probe", fasste Fahrleiter Dieter Röscheisen bei der Abschlussparty zusammen. Einer der wohl bekanntesten, der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, führte die Parade an. An seiner Seite saß Sebastian Orth aus Hoechst, der sich den Beifahrersitz für 1000 Euro ersteigert hatte.

Mit einem Sunbeam aus dem Jahr 1924 kam indes das älteste Fahrzeug aus England und erfüllte locker das Kriterium, mindestens 30 Jahre alt zu sein. Helmut Roleder, VfB-Präsidentschaftskandidat, fuhr in der ehemaligen Staatslimousine W 100 Pullmann von Mercedes-Benz. Am Ziel im Kurpark faszinierten die Liebhaberstücke hunderte von Zaungästen. Während Siegfried Schlüter jedes einfahrende Fahrzeug vorstellte, reihten sich die nostalgischen Karossen schließlich auf dem Rasen auf.

"Die Kooperationsbereitschaft der Kurverwaltung ist außergewöhnlich", zog Rolf Rothenberg, Vorsitzender der Oldtimer-Freunde Tiefenbronn, sein Fazit. Insgesamt 160 Helfer waren für den ­Verein im Einsatz. "Ein ­schöneres Ereignis zum Automobilsommer 2011 hätten wir uns nicht wünschen können", freute sich Bürgermeister Volker Bäuerle.