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Bad Liebenzell Musik als Spiegel jüdischer Geschichte

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Mit sehr persönlichen Eindrücken sowie faszinierender Musik beeindruckten Alyosha und Jody Ryabinov ihre Konzertbesucher in Bad Liebenzell. Foto: Fisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Andrea Fisel

Bad Liebenzell. "Wenn ich Musik komponiere, dann spüre ich, dass sie von Gott kommt", bekennt der jüdische Komponist und Pianist Alyosha Ryabinov schlicht und ehrlich im Hinblick auf sein musikalisches Schaffen.

Das Wortkonzert "Song of Israel" mit Alyosha und Jody Ryabinov stand als kultureller Höhepunkt am Ende einer Israelwoche unter dem Thema "Mit dem Rabbi Bibellesen", die in den Christlichen Gästehäusern Monbachtal in Kooperation mit dem Arbeitskreis Israel stattfand. "Ich verspreche Ihnen einen Abend der besonderen Art mit brillanter Klaviermusik und bewegenden Zeitzeugnissen", begrüßte Gäste- und Missionsreferent Rainer Großmann seine Zuhörerschaft, während er voller Spontaneität und Lebendigkeit die Wortbeiträge seiner israelischen Gäste vom Englischen ins Deutsche übersetzte.

Der in Kiew geborene Künstler Alyosha Ryabinov stammt aus einer jüdischen Musikerfamilie. "Meine Mutter spielte klassische Gitarre, mein Vater Violine, der Großvater war Geiger und Komponist", ging Ryabinov auf die Anfänge seines Musikerlebens zurück.

Mit fünf Jahren habe er seine musikalische Ausbildung begonnen, mit 14 bereits Opern und Symphonien komponiert. Doch in der Ukraine wären Juden damals immer wieder verfolgt worden, außerdem hätte er dort als Musiker kaum Möglichkeiten gehabt, seine Karriere auszubauen. So emigrierte die Familie 1979 in die USA. In Chicago absolvierte der hochbegabte junge Mann ein weiteres Studium an der dortigen DePaul-Universität.

"Da ich sowohl über meine Wurzeln als auch über die Juden mehr wissen wollte, erhielt ich den Rat, das umfassendste Geschichtsbuch darüber, die Bibel, zu lesen", erinnerte sich Ryabinov.

Er habe aber nicht nur das Alte Testament, sondern auch das Neue gelesen. "Dort begegnete mir Jesus und seither ist mein Leben ein Weg mit ihm", bezeugte der Musiker. Zusammen mit seiner Frau Jody siedelte der inzwischen renommierte Konzertpianist im Jahre 2010 nach Israel über und gestaltet nun weltweit Konzerte, Vorträge und seelsorgerische Dienste. "Wenn ich Musik mache, hoffe ich, dass meine Zuhörer etwas von Gott erfahren", lautete sein inniger Wunsch.

Das konnten diese in der Tat: Mit großem Einfühlungsvermögen, spürbarer Leidenschaft und bildhafter musikalischer Gestaltungskraft erweckte der Künstler den Inhalt seiner zahlreichen "Praise songs" (Lobpreis-Lieder) vor dem inneren Auge seiner Zuhörer zum Leben.

In "Spring Water of Jordan" war förmlich das zarte Plätschern des Wassers zu hören, das mehr und mehr anschwoll, bis es schließlich in einem mächtigen, segensspendenden Strom endete. Hingebungsvoll und ergreifend vertonte der tief gläubige Musiker in "Abba" seine Liebe zum himmlischen Vater.

"An meine Geliebte" hingegen war seiner Ehefrau gewidmet: Voller Leidenschaft und Gefühl brachte er in dieser Komposition seine Liebe zu Jody zum Ausdruck.

Als persönliches Geschenk für Karl-Heinz Geppert, den Leiter des Arbeitskreises Israel, schließlich spielte Alyosha die Serenade "Song of Israel", welche die Geschichte Israels in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in drei eindrücklichen Bildern darstellte und von Jody Ryabinov vorab erklärt wurde: Nach Jahrhunderten der "Geburtswehen", Verfolgung und Zerstörung darf das jüdische Volk nach einem heftigen "Gewittersturm", der Gründung des Staates Israel, endlich den herrlichen "Triumph" erleben, die Wiederkunft des langersehnten Messias.

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