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Bad Liebenzell In Möttlingen wird weiter investiert

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Jochen Heeskens hat in Möttlingen einen Bioladen. Besonders stolz ist er auf seine Käsetheke. Foto: Krokauer

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Bad Liebenzell-Möttlingen - Rund ein Jahr nach der Auflösung des Arbeitskreises Dorfladen in Möttlingen ziehen die drei Anbieter von Lebensmitteln in diesem Bad Liebenzeller Stadtteil eine positive Bilanz. Darüber freut sich besonders auch Ortsvorsteherin Doris Bäuerle.

So betreibt das Ehepaar Anna und Uwe Renschler seit Februar auf dem eigenen Grundstück an der Weil der Städter Straße, der Hauptdurchgangsstrecke von Bad Liebenzell nach Weil der Stadt, ein Geschäft mit Backwaren. Das Sortiment von "Anna’s Backlädle" stammt zum großen Teil von der Bäckerei Clement aus Weissach.

"Wir sind sehr zufrieden", sagt Anna Renschler, eine erfahrene Bäckerei-Fachverkäuferin, über die ersten Monate. "Der Laden wird in Möttlingen angenommen", fügt Ehemann Uwe Renschler hinzu. Wichtig sei auch der Durchgangsverkehr, macht Anna Renschler deutlich. Sie freut sich zudem über Kunden aus Stammheim und Althengstett.

Die am meisten gefragten Produkte sind nach den Worten von Uwe Renschler die Käse-Speck-Seelen, die Dinkelvollkornseelen sowie die Salz-Kümmelseelen, die er selbst backt. Nach einer Umschulung arbeitet der gelernte Bäcker zwar jetzt hauptberuflich als Angestellter des Landratsamtes, für den Bäckerladen hat er trotzdem neue Pläne. So will er sich eine kleine Teigmaschine anschaffen und das Sortiment erweitern. Geplant ist unter anderem ein Bierbrot.

Terrasse geplant

In den nächsten Wochen soll eine Terrasse mit 20 bis 25 Sitzplätzen geschaffen werden, sagt Uwe Renschler. Zudem werde im Sommer Eis angeboten. "Wir sind froh, dass wir das gemacht haben", so Uwe Renschler.

Nicht zu vergessen ist der zum Gut Georgenau gehörende Hofladen von Franziska und Ralf Dürr. 2006 wurde die Milchviehhaltung aufgegeben. Der Betrieb spezialisierte sich auf die Fleischerzeugung, berichtet Franziska Dürr. Das ehemalige Melkhaus bauten Franziska und Ralf Dürr zu einem modernen Fleischzerlegehaus um.

"Das Fleisch der eigenen Tiere wird hier speziell nach Kundenwünschen portioniert und verpackt, die Wurst nach eigenen Rezepten hergestellt und der Schinken und verschiedene Wurstsorten schmackhaft geräuchert", so Franziska Dürr.

Die Erzeugnisse würden im eigenen Hofladen vermarktet, sagt sie. "Neben Fleisch und Wurst bietet die Familie auch Eier von den eigenen Hühnern sowie Brot, das auf dem Hof im Backhaus gebacken wird, an", so Franziska Dürr. Gemüse und weitere Zukaufsprodukte aus der Region bereicherten die Produktpalette im Hofladen. "Die Herkunft der Lebensmittel ist transparent und nachvollziehbar", sagt Franziska Dürr.

Traum erfüllt

Die dritte Säule der Nahversorgung in Möttlingen ist der "Bioladen Möttlingen" von Jochen Heeskens. Vor rund einem Jahr übernahm er von seinem Schwiegervater Ernst Heeskens das Geschäft. Es hieß vorher "Das Radieschen". Für Jochen Heeskens ging damals ein Traum in Erfüllung.

Der gelernte Krankenpfleger und Sozialwirt hatte schon in seiner Freiburger Zeit den dortigen Dritte Welt-Laden als Geschäftsführer geleitet – zuerst im Ehrenamt, später hauptamtlich. Seit er sein eigenes Geld verdiene, habe er nur Bioware gegessen, erzählt Jochen Heeskens im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Ihm sei dabei wichtig, dass die Produkte nicht nur biologisch erzeugt, sondern auch fair gehandelt würden. Falls möglich, sollten sie noch aus der Region stammen.

Das Geschäft seines Schwiegervaters hat Jochen Heeskens von 30 auf 36 Quadratmeter vergrößert. Bei den Umbauarbeiten halfen auch Ehefrau Katrin Heeskens sowie die Kinder Jule, Jakob und Philipp mit. Die Anzahl der Produkte verdoppelte er von 400 auf 800. Auch die Käseauswahl hat er verdoppelt. Er hält 30 bis 40 Sorten vor. Besonderen Wert legt er beim Verkauf auf eine gute Beratung. Das gilt gerade für hochpreisige Artikel.

90 Prozent des Umsatzes im Bioladen kommt von der Stammkundschaft. Diese stammt zu einem Drittel aus Möttlingen, ein weiteres Drittel aus Unterhaugstett und Monakam und das letzte Drittel aus allen möglichen Ortschaften. Größter Umsatzbringer ist zu 30 Prozent das Gemüse. Dann kommt der Frischkäse mit 20 Prozent. Als besonderen Service gerade für Senioren liefert Jochen Heeskens die Produkte auch nach Hause.

Nach rund einem Jahr zieht Jochen Heeskens ein positives Zwischenfazit: "Ich bin zufrieden." Er habe den Umsatz in diesem Jahr fast verdoppelt, freut er sich. "Ich will noch mehr aus dem Geschäft machen", hat er sich vorgenommen. Er will den Umsatz weiter steigern.

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