Bürgermeister Dietmar Fischer umgeben von Kabeln: Noch ist die Grundschule in Unterhaugstett eine Baustelle. Foto: Wallburg Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Fertigstellung rechtzeitig zum 12. September

Bad Liebenzell. Die Stadt Bad Liebenzell liegt in ihren Termin- und Kostenvorgaben bei den energetischen Sanierungsarbeiten der Grundschule in Unterhaugstett voll im Plan, sodass nach derzeitiger Einschätzung des Bauamts die Wiedereröffnung rechtzeitig vor Schuljahresbeginn am 13. September nicht gefährdet ist.

Die Rahmenbedingungen sind zwar alles andere als günstig, meinte Bauleiter Thomas Seeger vom städtischen Bauamt kürzlich bei einem Informationsbesuch vor Ort, zusammen mit Bürgermeister Dietmar Fischer. Drastische Verknappungen gewisser Primärbaustoffe, schleppende Zulieferungen bei technischen Ausrüstungen und darin begründete, unerwartete Preiserhöhungen erschweren neben der noch andauernden Pandemie erheblich den reibungslosen Bauablauf.

Dennoch ist man recht zuversichtlich, in den restlichen drei Monaten die Gebäude, Schul- und Nutzräume samt Mehrzweckhalle wie geplant fertiggestellt zu bekommen. Dabei soll das Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro nicht überschritten werden.

Während die Ölheizung mit Rückbau der geschweißten Öltanks bereits 2019 durch eine Pelletheizung mit Lagerraum im ehemaligen Tankraum ausgetauscht wurde, ging es 2020 bei der energetischen Sanierung hauptsächlich um Fachplanungen und Ausschreibungen wie der Elektrotechnik mit Niederspannungsraum und komplett neuer Elektroinstallation, um Sanitäranlagen, Lüftung, Dachumdeckung und Fensterbau mit Sonnen-schutz.

Digitale Tafel löst Kreide ab

Die Dachsanierung ist inzwischen abgeschlossen, die neuen Fenster sind eingebaut. Jetzt geht es um eine Ertüchtigung von Fenstern und Fassaden, Sanierungen von Umkleiden, Duschen, Klassen-, Verwaltungs- und Lehrerzimmern, dem Einbau einer autarken Lüftungs- und Klimaanlage samt Wärmerückgewinnung und die Montage einer Außenfassade im Wärmeverbundsystem Steinwolle mit Silikonharzputz. Der Weg zur digitalen Schule ist im Digital-Pakt des Bundes nicht nur vorgezeichnet, er wird in der Grundschule Unterhaugstett auch bald umgesetzt sein. Am Erfolg haben neben den willkommenen Förderzuschüssen von knapp 1,1 Millionen Euro ganz wesentlich auch das Lehrerkollegium mit Rektorin Marita Scheuvens beigetragen, wie Thomas Seeger und Dietmar Fischer betonen.

Ohne die enge und intensive Kooperation dort wäre die schnelle und effektive Realisierung sicherlich kaum möglich gewesen.

Digitalisierung ist ein komplexes Thema, das technische, didaktische, rechtliche und ethische Aspekte umfasse. Da sei es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der sich in diesen Bereichen auskennt und später eine erfolgreiche Medienpädagogik umsetze, ergänzt Fischer.

Ein digitales Whiteboard ist, so Seeger, ein großer Touchscreen, der vor allem in Schulen eine immer stärkere Verbreitung findet. Der Vorteil einer solchen Digitaltafel liegt in ihrer Vielseitigkeit, Effizienz und einer besseren möglichen Interaktion mit den Schülern. Der farbige Touchbildschirm funktioniert dabei wie das Display eines Smartphones oder Tablets. Bedient werden kann er einfach mit den Fingern oder einem Stift.

(fb). In der Grundschule in Möttlingen stehen im Herbst einige Sanierungsmaßnahmen an. Wie der Gemeinderat am Dienstag beschloss, soll die Heizung für gut 100 000 Euro erneut werden, die Sanitäranlagen für gut 80 000 Euro. Wie Bürgermeister Dietmar Fischer erklärte, will man die Schule fit für die Zukunft machen. Zudem steht die Idee eines für Unterhaugstett und Möttlingen gemeinsamen Ganztagesbetreuungsangebots im Raum, so Hauptamtsleiter Werner Komenda. Dieses solle in Möttlingen wegen des größeren Raumangebots realisiert werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen in Möttlingen müssen die Schüler jedoch umziehen. Ab nächstem Schuljahr werden sie in der Reuchlin-Schule in der Kernstadt unterrichtet. Bisher hatten dort die Unterhaugstetter Grundschüler ein temporäres Zuhause. Diese sollen zum neuen Schuljahr wieder in ihrem Heimatort zur Schule gehen können.