Stadtrat Maik Volz (knieend) kennt sich in der Elektrotechnik aus. Er hatte auf die Schnelle aber auch keine Lösung parat, damit die Ratssitzung fortgesetzt werden kann. Foto: Krokauer Foto: Schwarzwälder Bote

Corona: Technik im Spiegelsaal des Kurhauses spielt verrückt

Bad Liebenzell. Die Sitzung des Gemeinderates von Bad Liebenzell am Dienstagabend im Kurhaus ist anders ausgegangen als gedacht. Zunächst war geplant, das Gremium per Videokonferenz im Sitzungssaal des Bürgerzentrums tagen zu lassen. Weil aber etliche Stadträte auf Nummer sicher gingen und persönlich zur Sitzung kamen sowie absehbar war, dass auch einige Besucher kommen, entschied sich die Verwaltung, die Sitzung vom Bürgerzentrum ins Kurhaus zu verlegen, so Bürgermeister Dietmar Fischer am Mittwoch auf Nachfrage.

Redner nur schlecht oder gar nicht zu hören

Wegen technischer Probleme ging das Ganze trotzdem schief. Von den 15 Tagesordnungspunkten schaffte der Gemeinderat nur vier. Beim fünften brach Rathauschef Fischer die Sitzung ab. Vorher waren manche per Videokonferenz zugeschaltete Stadträte in ihren Vorträgen überhaupt nicht oder nur sehr leise zu hören.

Daraufhin zog der Bürgermeister die Reißleine: "Es hat keinen Wert in dieser Form weiterzumachen." Entweder die per Videokonferenz zugeschalteten Stadträte müssten innerhalb von 20 Minuten in das Kurhaus kommen oder die Sitzung werde abgebrochen und auf einen neuen Termin verlegt, so Fischer.

Daraufhin griff Stadtrat Thomas Becker von der Unabhängigen Liste (UL) zum Handy und telefonierte. Danach teilte Becker mit, dass einige Stadträte gesundheitlich angeschlagen seien und nicht kommen könnten. Fischer entschied daraufhin, dass am nächsten Dienstag, 2. März, ab 18 Uhr die nächste Zusammenkunft des Gemeinderates als Präsenzsitzung angesetzt werde. Der Spiegelsaal sei groß genug, um die Abstände einzuhalten, so Fischer. Dann werden die restlichen Tagesordnungspunkte abgehandelt. Unter anderem geht es um den Haushalt der Stadt.

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