Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Liebenzell "Gefiederte Models" zu sehen

Von
Waltraud Leucht und Dietmar Fischer bei der VernissageFoto: Stadt Bad Liebenzell Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Liebenzell. Jüngst wurde die Ausstellung von Waltraud Leucht im Lesesaal des Rathauses eröffnet.

Die Bilder der 71-jährigen Monakamerin wären durch die Corona-Krise vermutlich gar nicht erst entstanden, sagt sie selbst.

Alles habe am Sonntag, 15. März, mit einem Ausflug in den Kurpark begonnen – aus reiner Neugier. Wie gehen die Leute mit diesem neuen, nie gekannten Lockdown-Zustand um? Eine Frage, die Leucht auch für sich beantworten wollte.

Sie setzte sich auf eine der Bänke am See und begann die zahlreich anwesenden Menschen zu beobachten. Nebenbei fiel ihr Blick auf die Tiere im Teich, die sie bewusster als je zuvor wahrnahm. "Die schwarzen Schwäne, der Reiher am Ufer waren plötzlich interessant für mich, auch als Motive", erzählt sie.

Von nun an führte sie der Weg regelmäßig in den Park. Wie sie griffen im Laufe der Zeit Hunderte Menschen zum Smartphone. Das meist fotografierte Tier war wohl ein einzelner Reiher, Mitglied einer ganzen Familie, der sich mal am Ufer, mal auf einem Stein-Kollegen im See niederließ.

Als Leucht ihre Fotos zu Hause ansah, war klar: Das sind die ersten unter 1000 Fotos mit dem immer gleichen Motiv. So kam sie auf die Idee, ihren fotografierten Tieren ein neues farbliches Umfeld zu geben.

Wichtiger Ausgleich

Schon Monate zuvor hatte sie auf dem Smartphone eine technische Möglichkeit entdeckt, Bilder mit "eingebautem Pinsel" und sechs vorhandenen Farben umzugestalten. Das Malen erfolgt mit dem Finger.

So sei das Projekt "gefiederte Models" fast zu Hauptbetätigung in dieser speziellen Zeit geworden. Leucht fotografierte fast drei Monate lang und bearbeitete die Bilder bis in den späten August hinein.

Was dabei herauskam, ermutigte sie dazu, eine Ausstellung im Rathaus zu veranstalten. Als Autodidaktin hatte sie ihre auf herkömmliche Weise umgestalteten Fotos und Collagen in 40 Jahren immer wieder öffentlich gezeigt. Leucht sagt, dass diese Art der Arbeit ein wichtiger Ausgleich zum geschriebenen Wort, zu Artikeln und Lesungen für sie gewesen sei.

Das bedeute ja immer Kopfarbeit, während die Gestaltung der Bilder aus dem Bauch heraus komme, erklärte sie.

Das Ergebnis der kreativen Corona-Phase: 29 bunte Tier-Bilder in verschiedenen Formaten für 50 bis 105 Euro. Die Ausstellung ist noch bis 14. Oktober im Lesesaal des Bürgerzentrums zu sehen.

Artikel bewerten
1
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.