Soziales: Stadtjugendreferat im Ausschuss / Jugendgemeinderat arbeitet aktiv mit / Offene Stelle

In Person von Kreisjugendreferent Wolfgang Borkenstein und Sonja Köppe informierte das Stadtjugendreferat den Schul-, Kultur- und Sozialausschuss (SKS) von Bad Liebenzell jüngst über die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Anton Krause und Lukas Hoschek vom Jugendgemeinderat unterstützten sie dabei.

Bad Liebenzell. Ein Standbein des Stadtjugendreferats ist die Schulsozialarbeit. Sowohl in der Grund- und Realschule, als auch im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum sind die Stadtjugendreferentinnen Sonja Köppe und Franziska Schwemmle aktiv.

Dort betrieben sie im vergangenen Jahr Mobbing- und Drogenprävention, boten AGs an, halfen beim Streitschlichten und wirkten auch durch konkrete Einzelhilfen. In einer Präsentation vor dem SKS zeigte Köppe umfänglich, was im vergangenen Jahr alles passiert war.

Auch in dem anderen Bereich, der offenen Jugendarbeit, waren die beiden tätig. Man habe 2019 in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien Betreuungsangebote veranstaltet, so Köppe. Außerdem habe es einen Mädchenaktionstag gegeben. Dazu bot man den "Äktschen-Club" für jüngere Kinder und den Jugendhausbetrieb für die Älteren an.

Der Jugendgemeinderat hatte im vergangenen Jahr ebenfalls zahlreiche Programmpunkte. Krause berichtete von Treffen mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und einem Besuch bei Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU) in Berlin.

Hoschek erzählte von einem geplanten Open-Stage-Event, das aber aufgrund der aktuellen Lage verschoben werden müsse.

Kreisjugendreferent Wolfgang Borkenstein berichtete dem SKS zudem, dass Stadtjugendreferentin Schwemmle Bad Liebenzell in Richtung Landratsamt verlassen habe. Die Stelle sei ausgeschrieben, aber momentan noch unbesetzt.

Einen Fachkräftemangel gebe es eben auch im sozialpädagogischen Bereich.

Thomas Eisinger (CDU) erkundigte sich bei Borkenstein nach den generellen pädagogischen Konzepten und Zielen der Jugendarbeit in der Stadt. Man wolle viel Freiraum geben, so Borkenstein. Die Kinder und Jugendlichen sollten ihre Räume und Tätigkeiten selbst gestalten. Man helfe und mache zwar Angebote, aber die eigene Initiative solle gestärkt werden. Zudem gehe es darum, Konflikte auf die richtige Weise auszutragen. "Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Identität wachsen", meinte er.

Dietmar Lehmann-Schaufelberger (Bündnis 90/Grüne) war erfreut über die Schulsozialarbeit. Da habe man sich lange darum bemüht, dass es ein solches Angebot gebe. Dies sei ein Verdienst der Stadt.

Katrin Heeskens (Unabhängige Liste) erkundigte sich nach dem Jugendtreff in Möttlingen. Borkenstein erzählte, dass dieser aktuell brach liege. Dies sei aber ganz normal, die Nachfrage nach solchen Angeboten verlaufe immer in Wellen. Man sei bereit, das Angebot bei Interesse wieder aufzunehmen. Aktuell gebe es beispielsweise in Monakam Bestrebungen in Richtung eines eigenen Jugendtreffs. Auch aus Unterlengenhardt gebe es solche Anfragen.

Kontakt durch Video-Chats

Heeskens wollte zudem wissen, wie der Kontakt zu den Jugendlichen in der Corona-Zeit zustande gekommen und gehalten worden sei. Dies sei in der Tat schwierig gewesen, berichtete Köppe. Man habe sich über Instagram und Video-Chats unterhalten können. Dies sei aber kein wirklicher Ersatz für echte Treffen und Hilfsangebote gewesen.

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