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Bad Liebenzell "Epoche Lohrmann" geht zu Ende

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Mit seinem Humor konnte Pfarrer Dieter Lohrmann einen ganzen Saal zum Lachen und Mitsingen bringen.Foto: Eitel Foto: Schwarzwälder Bote

Nach fast 15-jähriger Tätigkeit als Pfarrer der Bad Liebenzeller Stadtkirchengemeinde endet die Dienstzeit von Dieter Lohrmann am 31. März.

Bad Liebenzell. Eigentlich sollte es zum Abschied einen großen Gottesdienst mit der feierlichen Entpflichtung durch Dekan Hartmann geben – jedoch machte die Virus-Krise einen Strich durch die Rechnung. Aber auch ohne große Festivitäten wird es viele Dankesschreiben und Abschiedsgeschenke für den allseits beliebten Seelsorger geben. Denn für die ganze Kirchengemeinde, für die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen von Kirche und Diakonie begann mit der "Epoche Lohrmann" eine bewegte Zeit. Progressive Jahre im Dienste der Glaubensgemeinschaft waren es, und sie waren stets geprägt von einem vertrauensvollen und kreativen Zusammenwirken in herzlicher Atmosphäre.

Studium in Basel

Dieter Lohrmann stammt aus Geislingen an der Steige. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst, die er mit dem Diplom für Verwaltungswissenschaften abschloss. Beeindruckt durch seine ehrenamtliche Mitarbeit im kirchlichen Bereich wandte er sich immer mehr dem Glauben zu, was ihn schließlich zum Studium der Theologie in Basel und Tübingen führte. Seine Wirkungsstätten im Pfarrdienst waren Tettnang, Walddorf- Oberschwandorf und Pfalzgrafenweiler.

Schon bei Lohrmanns erstem Gottesdienst anlässlich seiner Einsetzung merkten die Besucher in der Stadtkirche, dass hier eine Persönlichkeit auf der Kanzel stand, die es sehr ernst nimmt mit dem christlichen Bekenntnis sowie mit der Fürsorge und Verantwortung für seine neue Gemeinde. Man spürte sofort, dass die Verkündung des Wortes für den neuen Pfarrer zu den wichtigsten Höhepunkten seiner Berufung gehörte. Schon beim anschließenden Stehempfang durfte man aber auch einen lebensfreudigen und humorvollen Dieter Lohrmann kennenlernen. Kein Wunder, dass ihn auch seine vorherige Gemeinde Pfalzgrafenweiler nur schweren Herzens ins Nagoldtal hat ziehen lassen. Längere Zeit reisten danach immer wieder Schäfchen aus der früheren Wirkungsstätte zu Lohrmanns Gottesdiensten an.

Eine frische Note kam mit dem neuen Seelsorger auch in einige traditionelle Veranstaltungen der Stadtkirchengemeinde. So lockte der von Lohrmann mit viel Humor moderierte monatliche Kurgast- und Gemeindenachmittag immer mehr Menschen in das evangelische Gemeindehaus. Ebenso großgeschrieben wurde Humor beim alljährlichen Mitarbeiterabend. Für die Unterhaltung der zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und ihren Angehörigen hatte der Pfarrer immer eine faustdicke Überraschung organisiert, die er bis zuletzt streng geheim hielt. Als einmal ein eingeladener Künstler kurzfristig absagen musste, stellte er sich als Überraschung selbst auf die Bühne und brachte seine Gäste mit urschwäbischen Reimen und Liedern zum Lachen und zum Mitsingen.

Neu waren für viele Gemeindemitglieder die von Lohrmann initiierten spirituellen Wanderungen, und gerne erinnert man sich auch an Gottesdienste im Grünen oder an kulturelle Veranstaltungen in der Stadtkirche. Unvergessen die Ausstellungen von Engels- und Lichtmotiven der bekannten Malerin Erne Schäfer, die zu seinen Lieblingskünstlern zählte.

Eine hohe Bedeutung maß Lohrmann auch der Zusammenarbeit mit der Mission und mit anderen Kirchengemeinden bei. Paradebeispiel für sein ökumenisches Engagement war vor allem auch das gute Miteinander mit der katholischen Gemeinde St. Lioba.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 1308-91

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