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Bad Liebenzell Endgültiges Aus für Drogeriemarkt

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Schlechte Nachricht für Bad Liebenzell: Einen Drogeriemarkt wird es nicht geben. Das hat Bürgermeister Dietmar Fischer in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend bekanntgegeben.

Bad Liebenzell. "Wir haben alle Drogeriemärkte mehrfach angeschrieben. Keiner ist bereit, eine Niederlassung zu bauen oder zu mieten", sagte der Bürgermeister in der Ratssitzung. Damit haben sich die Hoffnungen für einen solchen Markt auf dem Ochsenareal zerschlagen. Das Gremium billigte einstimmig den Entwurf für den Bebauungsplan und beauftragte die Verwaltung, das entsprechende Verfahren zu starten.

Nach den Worten von Bauamtsleiter Rainer Becht, zuständig für die Stadtplanung und Bauverwaltung, entstehen auf dem Gelände zwei Gebäude, ein Pflegeheim und ein Wohnhaus. Das Pflegeheim hat fünf Geschosse. Im Erdgeschoss ist die Tagespflege untergebracht. Hinzu kommen 60 Pflegeplätze und 19 betreute Seniorenwohnungen mit einem Stellplatz je Wohneinheit. Das Pflegeheim soll der Arbeiter-Samariter-Bund betreiben.

Das Wohnhaus besteht aus zwei separaten Gebäuden, die im Untergeschoss durch eine Tiefgarage verbunden sind. Je Wohneinheit sind eineinhalb Stellplätze eingeplant. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Hindenburgstraße und den Alten Schulweg. Wegen der Nähe von Schule, Straße, Sportanlagen und Märkten muss der Investor für einen ausreichenden Lärmschutz sorgen, machte Becht deutlich. Es ist eine Dachbegrünung vorgeschrieben, was Fotovoltaikanlagen nicht ausschließt. Becht geht davon aus, dass bis Frühjahr 2021 der entsprechende Bauantrag genehmigt ist und dann mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Heftige Kritik gab es im Gremium an der Erschließung und der Anzahl der geplanten Stellplätze. Stadtrat Volker Kliewer von der Unabhängigen Liste (UL) forderte eine zweite Zufahrt zum Gebiet über die Pforzheimer Straße: "Ich halte das für sträflich, eine solche Planung zu verabschieden". Becht dagegen hielt das Verkehrsaufkommen mit der vorliegenden Planung für "handelbar". Er geht davon aus, dass in barrierearmen Wohnungen der Anteil der Autos geringer sei als sonst üblich. Als grundsätzliches Problem sieht Becht dagegen, dass in der Oberstadt so mancher Verkehrsteilnehmer nicht mehr gewillt sei, "rechtmäßig zu parken". Man müsse den Entwurf auch noch durchbringen, fügte er hinzu: "Man kann nicht alles mit vielen Stellplätzen erschlagen." Bürgermeister Fischer gab zu bedenken, dass eine Tiefgarage im Hang finanziell nicht darstellbar sei: "Wir haben lange gebraucht, um einen Partner zu finden." Bei einem Drogeriemarkt wäre es möglich gewesen.

Befürchtung: Es wird dort "rappelvoll"

Kritik an der Anzahl der Stellplätze kam auch von Katrin Heeskens (UL): "Mir ist nicht wohl dabei." Sie befürchtete, dass es dort "rappelvoll" werde. Ihr Fraktionskollege Thomas Becker glaubte, dass die Stadt angesichts der wohl ohnehin hohen Preise für die Wohnungen auf zwei Parkplätzen bestehen könne. Becht antwortete, dass dann der Entwurf für den Bebauungsplan in der Sitzung nicht verabschiedet werden könne und dadurch "locker ein halbes Jahr" verloren gehe. Dann wiederum stelle sich die Frage, ob der Generalunternehmer des Investors noch zu seinen Preisen stehe. Becht schlug vor, mit dem Investor darüber zu reden, ob er auch mit 1,7 Parkplätzen pro Wohneinheit leben könne.

Martin Hirschberger (CDU) machte deutlich, dass er auch mit 1,5 Stellplätzen leben könne. Sein Fraktionskollege Thomas Eisinger mahnte wegen einer Forderung nach 1,7 Stellplätzen nicht das ganze Projekt zu gefährden. Um dies zu vermeiden, schlug Hauptamtsleiter Werner Komenda vor, es im Entwurf bei den 1,5 Stellplätzen für die Wohnungen zu belassen, aber mit dem Investor noch einmal darüber zu reden, ob nicht 1,7 möglich seien. Rathauschef Fischer hielt es durchaus für möglich, dass noch fünf bis sechs Plätze hinzukommen könnten. Der Gemeinderat billigte dieses Vorgehen einstimmig. Nach dem derzeitigen Stand der Planung sollen auch 13 öffentliche Parkplätze auf dem Areal entstehen.

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