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Bad Liebenzell Eine Zeitreise um die Welt

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Ieva (Klavier) und Marija Dudaite begeisterten das Publikum bei ihrem Konzert im Schömberger Kurhaus. Foto: Schneider Foto: Schwarzwälder Bote

Schömberg. Die Dudaite- Schwestern sind weit über Schömberg hinaus bekannt und beliebt. Es gab zu ihrem "Konzert in der Region" im Silbersaal des Kurhauses Schömberg nur noch Stehplätze. Ihr Programm "Klavier und Gesang" ist am besten beschrieben als ihre "größten Hits aller Zeiten". So nahmen die Schwestern ihr Publikum mit auf eine Zeitreise um die Welt.

Opernarien und Lieder aus Musicals

Den Anfang machte Leonard Cohens "Hallelujah", ursprünglich geschrieben für Cohens leidenschaftslose, raue Bass-Stime. Marija Dudaites Mezzosopran-Interpretation mit Klavierbegleitung durch ihre Schwester Ieva steht dagegen in wundervollem Kontrast. Dabei schien das Vibrato in Marijas Stimme zu den Höhepunkten des Liedes den Konzertsaal zum Beben zu bringen. Schon war das Publikum im Bann der Schwestern.

Die Weltreise führte weiter über Opernarien von Anton Dvorak und Giaccomo Puccini zu Liedern aus Musicals von Giedrius Kuprevicius und Richard Rodgers sowie aus der Operette "Las Hijas del Zebedeo" von Ruperto Chapi. Dabei überzeugte nicht nur Marijas kraftvolle, ausgebildete Stimme, sondern auch ihre Mimik und Gestik, die das schauspielerische Talent der Sängerin belegen.

Ieva Dudaite ist eine hervorragende Konzertpianistin. Das stellte sie an diesem Abend abermals unter Beweis mit ihren Solo-Einlagen: mal klassisch mit ihrem Lieblingsstück, den Walzern von Frédéric Chopin, mal experimentierfreudig mit ihrer eigenen Bearbeitung von Astor Piazzollas Libertango. Piazzolla schrieb die Tangomelodien für Geige und Gitarre. Ievas Interpretationen zeigen, wie viel Spaß sie am Pianospielen hat. Überhaupt sprang der Spaß, den die Schwestern beim Musizieren haben, auf das Publikum über.

Als die Schwestern zum Schluss mit der Hymne auf Neapel "‘O Sole Mio" aufwarteten, kam wohl vielen Besuchern das italienische Sprichwort "Vedi Napoli e poi muori" in den Sinn, das auch im Deutschen als Ausdruck heller Begeisterung geläufig ist. Nur statt "Neapel sehen und sterben" sollte es an diesem Abend wohl heißen "Die Dudaite-Schwestern singen und spielen hören... und sterben".

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