Die Kinder des Projekts "Dance – Die Welt in Bewegung" waren stolz auf ihren Auftritt im Bürgerhaus.Foto: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Tanzunterricht-Projekt: Kinder präsentieren bei Abschlussveranstaltung ihr Können

Bewegung und Gemeinschaft sind für Kinder wichtig – gerade als dies im normalen Umfang in den vergangenen Monaten nicht möglich war. Ein Projekt in Bad Liebenzell ermöglichte Kindern über Zoom einen gemeinschaftlichen Tanzunterricht. Nun konnten diese ihr Können im Bürgerhaus endlich vor Publikum unter Beweis stellen.

Bad Liebenzell. Davor war aber einiges an Vorbereitung gefragt. Und die war nicht einfach. Denn das Projekt startete noch im Februar. Damals waren weder normaler Schulunterricht noch sonstige Treffen möglich. Deshalb schalteten sich die Kinder online und mit Webcam zusammen. "Erschwerte Umstände", wie es Alex Mavlutova beschrieb.

Schwierige Umstände, große Motivation

Sie betreute die knapp 20 Kinder im Grundschulalter die ganze Zeit und tanzte mit ihnen. Das habe besser als gedacht funktioniert. Die Kinder seien die volle Stunde über motiviert dabei gewesen. Das lag vielleicht auch daran, dass sie viele der Inhalte selbst bestimmen konnten.

"Die Kinder konnten selbst kreativ werden", erklärte Mavlutova. Sie habe die Lieblingslieder abgefragt. Zu denen habe man sich dann bewegt. Ebenso habe sie sich nach den Lieblingstieren erkundigt. Gemeinsam habe man dann überlegt, wie sich diese bewegen. So sei eine Choreographie entstanden. Zur Hälfte stamme diese von ihr, zur Hälfte hätten die Kinder sich diese überlegt. So sei es auch bei den Kostümen und dem Bühnenbild gewesen, wie die dafür zuständige Doris Stamm erklärte. Vor allem, als man sich wieder habe treffen können, habe das gut funktioniert.

Die Kinder haben aber nicht nur bei den Kostümen und der Choreographie mitgewirkt, sondern auch bei der Musik. Mit der Hilfe von Daniel Steinfels wurde gemeinsam ein Song aufgenommen. Die Kinder sind dafür eigens nach Pforzheim gefahren. Und auch hier durften die Kinder wieder ihren Input einbringen, so Steinfels. "Ein Grundgerüst des Liedes habe ich geliefert, aber dann sind die mit eigenen Ideen dazu gekommen", erklärte er.

Das Ergebnis ist ein rhythmischer Song, gespickt mit nachgeahmten Tiergeräuschen – passend zu Kostümen und Choreographie. Alles drehte sich immer wieder um die Tierwelt. Das Resultat war ein kurzweiliger Auftritt, der die gekommenen Eltern, Großeltern und Geschwister begeisterte. Und für die gab es sogar noch eine Überraschung mehr.

Die Organisatoren hatten ein Video der Ereignisse der vergangenen Monate zusammengestellt. Es war zu sehen, wie die Kinder zuerst online, mit den typischen Zoom-Kacheln, zusammenkamen und dann in Präsenz gemeinsam übten. Auch wie der Song aufgenommen wurde, war im Bild. Die Impressionen kamen vor allem bei den Eltern gut an.

Marieke Henriques von der Volkshochschule Calw erklärte noch ein bisschen das "Drumherum". Gemeinsam mit dem AK Asyl und dem Stadtjungendreferat sowie gefördert vom Bund und durch "ChanceTanz" habe man in den vergangenen Sommerferien erstmals erfolgreich ein ähnliches Angebot gemacht. Davon überzeugt, stand eine Ausweitung an, die durch die Pandemie ausgebremst wurde. Man habe dann auf online umgestellt.

Dass das funktioniert hat, war zu sehen. Die Kinder waren sichtlich stolz auf ihren Auftritt. Und den Eltern und Familien gefiel es. So gut sogar, dass die Kinder wegen einer Zugabe gleich nochmals auf die Bühne mussten.

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