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Bad Liebenzell "Die Handwerker leben für ihren Beruf"

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Im Beisein von prominenten Gästen bekamen die Handwerker ihre Meisterbriefe überreicht. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Handwerker haben einen guten Ruf und genießen hohes Vertrauen – das wurde wieder einmal bei der Verleihung der Goldenen und Diamantenen Meisterbriefe deutlich. Das bewahrt das Handwerk aber nicht vor einem allgegenwärtigen Problem.

Bad Liebenzell. Man darf heute noch davon ausgehen, dass die im Bad Liebenzeller Spiegelsaal versammelten Handwerksmeister – und eine Meisterin – vor 50, beziehungsweise 60 Jahren nicht ganz so entspannt dagesessen sind, wie zur diesjährigen Seniorenfeier der Kreishandwerkerschaft Calw. Zum damaligen Zeitpunkt hatten sie ihre Prüfung zum Meister abgelegt. Heute, 50 und 60 Jahre danach, wurden sie von der Handwerkskammer Karlsruhe für diese Leistung mit dem Goldenen (für 50) und dem Diamantenen Meisterbrief (für 60 Jahre) gewürdigt.

"Wenn in der Kreishandwerkerschaft alles richtig gemacht ist, dann ist Frau Roswitha Keppler nicht weit", lobte Bürgermeister Dietmar Fischer das Engagement der Kreishandwerkermeisterin bei der Begrüßung der Gäste. Natürlich auch mit Blick auf die Veranstaltung in Bad Liebenzell, für die der Spiegelsaal im Kurhaus nach seiner Einschätzung genau den passenden Rahmen abgegeben habe. "50 und 60 Jahre sind eine stolze Zahl, da gilt es Danke zu sagen für das, was im Handwerk geleistet wird" so Fischer. Der Bad Liebenzeller Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung, dass die Meisterbriefe heute wieder mehr Gewicht bekommen.

Joachim Wohlfeil, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, strich die Lebensleistung der Meister heraus. "Sie können auf eine bewegte und erlebnisreiche Zeit blicken", erklärte Wohlfeil, "und sie müssen sich mit ihrer Leistung hinter keinem Akademiker verstecken". Heute würde es gut laufen, seit zwölf Jahren verzeichnet das Handwerk in Deutschland einen Aufschwung, 85 Prozent der Menschen vertrauen ihren Handwerkern, das sei eine sehr gute Rate. Die Kehrseite der Medaillen: "Wir finden heute kaum noch Fachkräfte, fast 45 Prozent der Betriebe suchen derzeit erfolglos." Der Handwerkskammer-Chef bezeichnete die Meister als Grundlage für die Funktion des Dualen Systems.

In seiner Festrede brachte Norbert Weiser vom Landratsamt Calw seine eigenen Erfahrungen zu Ausdruck. "Ich habe in meiner Jugend im Handwerk gearbeitet und Schaffen auf der Baustelle gelernt" sagte der Dezernent. "Sie haben mit ihrer Arbeit Menschen in Ausbildung, Lohn und Brot gebracht, das Gründen von Familien ermöglicht und ihnen Freude bereitet", hat Weiser Eindrücke aus einer eigenen Baustelle eingeflochten und ergänzte: "Handwerker leben für ihren Beruf."

Vor der Verleihung der Goldenen- und Diamantenen Meisterbriefe freute sich Kreishandwerkmeisterin Roswitha Keppler, dass so viele Bürgermeister gekommen waren, um bei der Übergabe der Urkunde persönlich mitzuwirken.

Unter den Ehrengästen auch der Landtagsabgeordnete Thomas Blenke, Hartmut Keller von der AOK Nordschwarzwald, Michael Niedoba von der Johann-Georg Dörtenbachschule Calw, Georg Stickel Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw, Fritz Kiefer, Vorstand der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken und Tobias Haußmann, Wirtschaftsförderer im Landkreis Calw.

Stehenden Applaus verdiente sich der Zylinderchor aus Neuweiler. Er hatte unter der Leitung von Dieter Pfeiffer der Veranstaltung mit einem unkonventionellen Auftritt eine ganz besondere Note verliehen, Spaß und Witz eingestreut, und das berühmte Neuweiler-Lied speziell passend auf die Handwerker ungeschrieben.

Das kam an. "Super, wirklich super" freute sich die Kreishandwerkmeisterin, die zum letzten Liedvortrag vom Obermeister der Zimmerleute, Uwe Huber zu einem nachträglichen Geburtstagstänzchen aufgefordert wurde.

Zuvor schon hatte Bäckermeister Hermann Schneider (Althengstett) mit einem großen "Hefezopf" gratuliert und seinen Ehrungskollegen mit einem Gedicht über die "Schwäbische Laugenbrezel" und deren Bereitstellung auf den Tischen viel Freude bereitet.

  Goldene Meisterbriefe für 50 Jahre: Werner Rexer (Glasermeister) Bad Liebenzell, Erich Rüß (Bäckermeister), Nagold, Walter Ahne (Elektroistallateurmeister) Wildberg, Eugen Wohlgemuth (Bäckermeister) Calw, Walter Holzinger (Fleischermeister) Bad Liebenzell, Edmund Vollmer (Kfz-Mechaniker-Meister) Nagold, Wilhelm Reutlinger (Mahler- und Lackierermeister) Calw-Wimberg, Walter Knosp (Maschinenbaumeister), Bad Wildbad, Rolf Bez (Mechanikermeister) Gechingen, Günter Baumgartner (Mechanikermeister) Bad Wildbad, Manfred Lutz (Mechanikermeister) Nagold), Helmut Reutter (Mechanikermeister) Nagold, Erwin Röhm (Mechanikermeister) Neubulach, Wilfried Dürr (Werkzeugmachermeister) Simmozheim, Karl Bächtle (Schlossermeister) Bad Wildbad, Gerhard Schulz (Schreinermeister) Oberreichenbach, Friedrich Theurer (Schreinermeister) Neuweiler, Horst Meisenbacher (Stukkateurmeister) Engelsbrand-Grunbach, Friedrich Ernst Günther (Uhrenmachermeister) Nagold.

  Diamantene Meisterbriefe für 60 Jahre: Walter Kappler (Bäckermeister) Althengstett, Hermann Schneider (Bäckermeister) Althengstett, Erika Hoffmann (Damenscheidermeisterin) Calw, Helmut Ehmann (Elektroinstallateurmeister) Höfen, Erwin Streicher (Fleischermeister) Enzklösterle, Paul Herrmann (Glasermeister) Birkenfeld, Richard Schöck (Malermeister) Neubulach, Wolfgang Weinrich (Metzgermeister) Nagold-Hochdorf, Fritz Auer (Schreinermeister) Neubulach, Willi Stottele (Schreiermeister) Nagold, Helmut Mast (Zimmermeister) Ettmannsweiler, Hermann Rivinius (Zimmermeister) Neubulach, Hans Umbeer (Zimmermeister) Igelsloch.

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