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Bad Liebenzell Bürgern sitzt die Angst im Nacken

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Um die Gottlob-Rau-Straße herum sind bei Starkregen zahlreiche Häuser von der Überflutung bedroht. Foto: Eitel Foto: Schwarzwälder Bote

Den 22. Mai 2018 werden viele Unterhaugstetter so schnell nicht vergessen. Vor einem Jahr kam es im Bad Liebenzeller Stadtteil durch Starkregen zu Überflutungen.

Bad Liebenzell-Unterhaug­stett. Schon gegen 16 Uhr war es durch heranziehende Wolken immer dunkler geworden. Bei Windstille blieben sie über dem Ort. Plötzlich öffneten sich die Schleusen. Ein verheerender Starkregen verwandelte Straßen im Nu in Flüsse. Binnen kurzer Zeit waren die Aufnahmekapazitäten von Kanälen an ihre Grenzen gestoßen. Besonders betroffen war das neuere Wohngebiet im südwestlichen Ortsteil um die Gottlob-Rau-Straße, die Calwer Straße sowie die Lerchen- und Wasenstraße herum. Das Wasser konnte dort nicht mehr abfließen. Es kam zu Rückstaus. Weit mehr als 30 Keller liefen mit Schmutzwasser voll. Personen mussten befreit werden. Bis in die Nachtstunden hinein hatten Feuerwehrleute und Bewohner alle Hände voll zu tun, um den Wassermassen Herr zu werden. Der entstandene Sachschaden wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Alte Kanäle

Wesentlich beigetragen zur Katastrophe hat ein überaltertes Kanalsystem. Der unter der Durchfahrtsstraße verlaufende Hauptkanal wurde vor fast 70 Jahren gebaut und ist für heutige Verhältnisse weitgehend unterdimensioniert. Er kann deshalb gerade bei starkem Regen das Abwasser aus dem 1968 auf Höhe der Calwer Straße angeschlossenen Seitenkanal für das obige Wohngebiet nicht mehr aufnehmen. Dies führt automatisch zu Rückstaus. Erschwerend kommt hinzu, dass der besser dimensionierte Seitenkanal auch viel Oberflächenwasser aus einem angrenzenden weitflächigen Wiesengebiet aufnimmt. Durch das enthaltene Erd- und Geröllmaterial werden die begrenzten Kapazitäten des Kanalsystems zusätzlich belastet.

Die Probleme wurden im Juli des vergangenen Jahres anlässlich einer Bürgerversammlung mit der Stadtverwaltung erörtert. Ihr sind die Mängel im gesamten Kanalwesen bekannt, weshalb bereits ein neues dynamisches Gesamtsystem geplant werde, hieß es vonseiten der Stadtverwaltung. Dies würde erfahrungsgemäß mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Einzelfälle könnten deshalb vorab nicht berücksichtigt werden. Damals fragten aufgebrachte Bürger, wann sich endlich etwas tue. Bis heute sitzt den meisten von ihnen noch die Angst im Nacken, das Unheil könne sich wiederholen.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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