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Bad Liebenzell Aufführung: Misstrauen, Annäherungsversuche, Zweideutigkeiten

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Turbulente Szenen brachten das Publikum zum Lachen. Foto: Eitel Foto: Schwarzwälder Bote

B ad Liebenzell-Möttlingen. Eine gelungene Premiere vor ausverkauftem Haus feierte die Möttlinger Veigelesbühne mit ihrem Schwäbischen Schwank "Mr sotts net glauba". Schon das lichtvolle Ambiente des Bühnenbildes signalisierte an gute Laune. Ganz im Gegensatz zur problematischen Stimmungslage der Familie Wäscher. Ehemann Werner und seine Frau Karin misstrauen sich nämlich und befürchten gegenseitig Seitensprünge. Für die beiden Hauptdarsteller Marco Gäckle und Heike Vorgrümmler sind das natürlich allerbeste Gelegenheiten, zu Hochform aufzulaufen.

Aber auch die beiden Kinder Alex (Mario Gäckle) und Babsi (Katja Gerds), beide noch Studenten, sorgen im grotesken Verwirrspiel für Trubel und Heiterkeit. Babsi ist total in Alexs Freund Phillip (Thomas Rieth) vernarrt, der hier und da auch mit Drogen behilflich ist. Ganz unbemerkt übrigens von den Detektiven Andrea Magnum (Gudrun Scholder) und Alfons Columbo (Kevin Bohnenberger), die von den Eltern Werner und Karin verpflichtet worden waren. Gudrun Scholder als boden-ständige Ermittlerin feierte nach jahrelanger Tätigkeit in der Flüsterkiste ein beeindruckendes Debüt auf der Bühne. Auch Debütant Tomas Rieth mit seiner "coolen" Jugend-sprache wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. Über allem schwebt eine etwas schusselige, aber anspruchsvolle Oma. Sie wird von Inge Weiße verkörpert, die vom Publikum nicht nur als langjähriges Mitglied der Veigelestruppe mit viel Beifall geehrt wurde. Vielmehr hat sie im Stück darüber hinaus auch den Innenarchitekten Rösler (Fabian Haug), einen wahrhaft bunten Vogel, im Zaum gehalten.

Mühevolles Ächzen wird als lustvolles Stöhnen wahrgenommen

Ein richtiger Schwank lebt natürlich auch von starken, meist zweideutigen, Sprüchen. Das Publikum belohnte sie auch diesmal mit spontanen Lachsalven, obwohl sie, oder auch gerade weil sie, gelegentlich nur ganz knapp über der Gürtellinie lagen. Das gilt auch für die ungewollte aber verfängliche Körpernähe vom Hausherrn Werner und der Detektivin Magnum, die unter dem Tisch und hinter der Couch nach Abhörwanzen suchen. Ihr mühevolles Ächzen dabei wird vom Publikum nur allzu gerne als Lustgestöhne wahrgenommen und dementsprechend bejubelt. Zum absoluten Höhepunkt johlen die Zuschauer jedoch über eine Szene, in der Sohn Mario im Adamskostüm über die Bühne hüpft (Mr sotts net glauba).

Bei teilweise turbulenter Szenerie und anspruchsvoller Dialoggestaltung hat die Veigelesbühne ihrem überregionalen Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht und dabei sogar auch noch musikalische und soziale Akzente gesetzt. Die neue "Intromusik", einen schwäbisch-englischen Hip-- Hop-Song, hat Jürgen Vorgrümmler, ansonsten zuständig für Technik und Beleuchtung, komponiert und getextet.

Und in sozialer Hinsicht durfte Gisela Boller vom Verein "Dachtel hilft kranken Kindern" eine Spende in Höhe von 1400 Euro für die Kinderklinik Tübingen entgegennehmen. Da wollte das Publikum nicht nachstehen. Beflügelt von der guten Laune kamen bei einer Tischsammlung nochmals 500 Euro hinzu.

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