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Bad Liebenzell Anwohner sagen Motorrad-Lärm den Kampf an

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Die Landesstraße 343, die durch Unterhaugstett führt, ist beliebt bei Motorradfahrern. Foto: Krokauer

Bad Liebenzell-Unterhaug­stett - Für manche ist es das ultimative Freizeitvergnügen, für andere wiederum reine Lärmbelästigung: Motorradfahren. Im Bad Liebenzeller Ortsteil Unterhaugstett nimmt der Lärm laut eines Anwohners überhand. Er fordert mehr Polizeikontrollen.

Der Ortsteil Unterhaugstett hat laut Hartmut Hornbacher ein Problem mit Motorradlärm. Der Heilpraktiker wohnt und arbeitet im Talblick 6 nahe der Stuttgarter Straße. Die Landesstraße 343, die direkt durch den Ortskern nach Bad Liebenzell und weiter auch nach Schömberg führt, sei bei Motorradfahrern besonders beliebt. "Die Strecke ist kurvig und sie geht hoch und runter, das scheint den Motorradfahrer zu gefallen", versucht Hornbacher die Situation zu erklären.

Aber auch von den anderen Seiten kommend, von Möttlingen und Ottenbronn, würden die Zweiradfahrer schon ordentlich Gas geben. "Wir werden von allen Richtungen beschallt", erklärt der Heilpraktiker. Die Typografie von Unterhaugstett sorge für einen Schall, der weit dröhnt. Regelmäßig beobachtet Hornbacher, dass auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen überschritten werden. "Die Zweiradfahrer rasen bis zum Ortsschild, bremsen ab und geben sofort nach Verlassen des Ortes wieder Gas", sagt er.

Nicht nur Motorradfahrern, sondern auch Autofahrern mit einem sportlicheren Gefährt scheint die Strecke zu gefallen. "Besonders mitten in der Nacht scheint es Spaß zu machen mit extra Lärm zu fahren", ärgert sich der Heilpraktiker. Gerade jetzt im Sommer werde es immer schlimmer.

Negative Auswirkungen

Als Heilpraktiker weiß Hornbacher, welche Auswirkungen permanenter Krach auf den Körper haben kann. "Wir wissen, wie schädlich hohe Phonzahlen für Mensch und Tier sind. Stress, Panik, Angst, Bluthochdruck, bis hin zu Gehörproblemen können daraus resultieren. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, an neuronalen Erkrankungen zu leiden", erklärt er. Zumal zu schnelles Fahren auch für den Fahrer selbst unvernünftig sei.

Mit anderen Anwohnern habe Hornbacher auch schon gesprochen und ist zu dem Entschluss gekommen, die Angelegenheit müsse publik gemacht werden. Wenn der Schwarzwald weiterhin für Touristen attraktiv bleiben soll, müsse etwas geschehen. Sein Lösungsvorschlag: "viel mehr Kontrollen durch die Polizei, speziell am Wochenende und bei schönem Wetter." Unter Umständen würde auch eine Bürgerbeschwerde ausreichen, damit die Polizei die Strecke untersucht, erklärt Stefan Schuler vom Polizeipräsidium Pforzheim. "Bisher ist uns die Problematik in diesem Bereich aber nicht bekannt gewesen. Wir werden uns die Strecke künftig anschauen und entscheiden, ob Kontrollen möglich wären", sagt Schuler.

In der Regel würden Geschwindigkeitskontrollen bei Hauptunfallstrecken vorgenommen werden. "Nach mehrmaliger Schau, können die Kollegen vor Ort aber auch Kontrollen in anderen Bereichen veranlassen", erklärt der Polizist.

Die Redaktion hat versucht, Bürgermeister Dietmar Fischer zu kontaktieren, um ihn zu seiner Einschätzung und möglichen Handlungsoptionen der Stadt zu befragen. Bis Redaktionsschluss am Dienstagabend ist jedoch keine Rückmeldung eingegangen.

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