Senioren wollen sich nicht nur "berieseln" lassen / Liebenzeller Mittagstisch muss besser angenommen werden
Von Renate Frommann
Bad Liebenzell. Seit der Gründungsversammlung ist zwar noch kein halbes Jahr vergangen, aber der Stadtseniorenrat Bad Liebenzell hat schon viele Aktivitäten auf den Weg gebracht. Von den Wesentlichen berichtete der Vereinsvorsitzende Gernot Wendlandt im Kulturzentrum Bürgerhaus.
Zunächst galt sein Dank den 36 Mitstreitern im Verein, die die Aktivitäten erst ermöglichen. Aber sein Dank ging auch an die Stadtverwaltung, besonders an Mitarbeiterin Heiderose Drabon, Bürgermeister Volker Bäuerle und Hauptamtsleiter Werner Komenda für die ausgezeichnete Kooperation und Unterstützung in vielfältigster Weise.
Der zweimal in der Woche stattfindende Senioren-Mittagstisch im Bürgerhaus ist an vorderster Stelle der Aktivitäten zu nennen. Für den Verein und die meisten seiner Mitglieder ist es ein "regelmäßiges Geschäft", das akribisch von Kassenwart Wallburg organisiert wird. "Die Mühe wäre lohnender, wenn noch mehr Bad Liebenzeller Bürger den Mittagstisch genießen würden", so Wallburg. Joachim Danner verdankt der Verein seinen Internetauftritt (www.stadtseniorenrat-bl.de), wo alle Initiativen des Vereins nachgelesen, aber auch Vorschläge von Bürgern unterbreitet werden können.
Im Computerarbeitskreis unter Leitung von Horst Pollmann und Arthur Klenk wird die Zusammenarbeit mit Jugendlichen der Reuchlin-Realschule praktiziert. Eine tolle Sache für die Senioren, denn meistens hat jeder Kursteilnehmer einen Jugendlichen zur Seite. So macht den Senioren das Lernen Spaß.
Seniorenarbeit verändert sich derzeit: Diese Altersgruppe will sich heute nicht nur "berieseln" lassen, sondern will aktiv ins Geschehen eingreifen. Da kommt das Projekt vom Kreisjugendring Calw gerade zum richtigen Zeitpunkt. Projektleiterin Birgit Riedel braucht ehrenamtliche Lernbegleiter und Begleiterinnen, die Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf und in besonderen Lebenssituationen begleiten. Als Gastrednerin erläuterte sie das Projekt näher und wies darauf hin, dass kein Lernbegleiter unvorbereitet eine vertragliche Bindung mit dem Kreisjugendring einginge, die unter anderem auch eine versicherungsrechtliche Absicherung beinhalte. Die Lernbegleiter erhalten ein Einführungsseminar, regelmäßige themenbezogene Fortbildungen, eine kontinuierliche Unterstützung durch eine zuständige Fachkraft und können in Erfahrungsaustausch mit anderen Paten treten. Wendlandt liegt besonders die Thematik "Alt trifft Jung" am Herzen und deshalb wünschte er: "Uns allen Glück als Lohn der vollendeten Tat".