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Bad Liebenzell Ab sofort gibt es 80 Parkplätze mehr

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Am Reuchlinweg in Bad Liebenzell gibt es jetzt 80 neue Parkplätze. Mit der angrenzenden Wiese hat das Areal rund 4300 Quadratmeter Fläche. Die Stadt Bad Liebenzell sucht einen Investor, der dort ein Hotel baut. Foto: Krokauer Foto: Schwarzwälder Bote

Die Autofahrer dürfen sich freuen: Ab sofort gibt es in Bad Liebenzell 80 zusätzliche Parkplätze. Die Stadt ließ das Gebäude Reuchlinweg 3 abreißen. Dort waren einst die Volksbank und das ­Rathaus untergebracht.

Bad Liebenzell. "Es soll der Parkdruck etwas gelindert und unseren Gästen die Möglichkeit gegeben werden, die Einrichtungen der Stadt Bad Liebenzell zu nutzen", sagte Bürgermeister Dietmar Fischer am Dienstag zu den neuen Parkplätzen am Reuchlinweg auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten.

Die Nutzungsbedingungen müssten aber noch festgelegt werden, fügte der Rathauschef hinzu. Auf keinen Fall dürften die Parkplätze als Abstellfläche für Dauerparker oder für Anhänger genutzt werden, stellte Fischer klar: "Das ist nicht der Sinn der Sache."

Diese Parkplätze seien aber nur eine Zwischenlösung, sagte der Schultes. Ideal wäre nach seiner Meinung ein Parkdeck auf dem jetzigen Thermenparkplatz. Auf dem Gelände, wo jetzt die neuen Parkplätze sind, und auf der angrenzenden Wiese mit einer Fläche von insgesamt mehr als 4300 Quadratmetern soll eine Hotelanlage entstehen, so Fischer. Dazu sei die Stadt noch auf der Suche nach einem Investor.

Große Nachfrage macht seinerzeit den Bau von mehr Räumen notwendig

Der Abriss des Gebäudes Reuchlinweg 3 kostete der Stadt rund 200 000 Euro. Das Land förderte die Maßnahme innerhalb der Stadtsanierung III mit 60 Prozent.

Mit dem Ziel, an dieser Stelle einen Investor für ein Hotel zu finden, möchte die Stadt an einst glanzvolle Zeiten anknüpfen. Das jetzt abgerissene Gebäude wurde im Jahre 1900 als Dependance für das "Hotel am unteren Bad" gebaut. Dort war die Nachfrage von Kurgästen inzwischen so groß geworden, dass neue Räume nötig waren.

Im Zusammenhang mit einem Eigentümerwechsel wurde das Haus 1934 zum "Ärztlich geführten Kurheim beim unteren Bad". Nach 1945 entstand daraus das "Sanatorium Dr. Bauer für Innere und Nervenkrankheiten". Dieses Projekt war sehr aufwendig.

Anfang der 1960er-Jahre begann eine neue Ära. Das Gebäude wurde an die Liebenzeller Bank verkauft. Die Initiative zur Gründung dieses Geldinstituts ging von Berlin aus. Aufgrund der Spannungen in der geteilten Metropole an der Spree nach dem Mauerbau am 13. August 1961 wollten viele Westberliner ihr Vermögen in der Bundesrepublik sichern. Dies bewog den damaligen Direktor der Berliner Volksbank, Gerhard Fröhlich, und seine Mitstreiter zu einer Neugründung in Westdeutschland.

Gebäude dient während Bau des Bürgerzentrums als Interimsrathaus

Die Wahl fiel deshalb auf Bad Liebenzell, weil Fröhlich die Badestadt an der Nagold von Kuraufenthalten her kannte. Die Gründung war am 29. November 1961 im Rathaus von Bad Liebenzell. Zweigstellen der Liebenzeller Bank wurden 1966 am Calwer Marktplatz und 1969 in Heumaden gegründet. Trotz des Einflusses der Berliner Anteilseigner in Vorstand und Aufsichtsrat kam es nicht zu einem Zusammenschluss zwischen Berliner Volksbank und Liebenzeller Bank. Stattdessen schloss sich die Liebenzeller Bank 1993 mit den "Vereinigten Volksbanken Calw/Weil der Stadt" zusammen.

1998 ging wieder eine ­Epoche zu Ende: Nach dem Fertigstellen der neuen Volksbank-Filiale in der Stadtmitte von Bad Liebenzell gab das Geldinstitut die Geschäfts­räume am Reuchlinweg auf. Das neue Bürgerzentrum wurde zwischen 2003 und 2005 gebaut und 2006 ­ein­geweiht. Während dieser Zeit diente das Gebäude Reuchlinweg 3 der Stadt als Interimsrathaus.

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