Eine neue Betriebsführung sorgt für ein geringeres Defizit und zufriedene Besucher. Zukunftssicher ist das Hallenbad aber dennoch nicht.
Im Vorjahr leitete der Gemeinderat Hüfingen mit seinem Beschluss, die Betriebsführung im Aquari der Firma Pooltrend zu übertragen, eine Art Trendwende ein, die mit einem Rekordaufkommen beim Eintrittsgeld abschloss.
Das verringerte das Defizit in der Sparte Bad und Sauna gegenüber dem Vorjahr deutlich.
In Summe mit der positiven Gewinnentwicklung in den Bereichen Wasser- und Wärmeversorgung nahm der Gemeinderat deshalb erfreut zur Kenntnis, dass sich der Gesamtverlust der Stadtwerke auf ein strukturelles Defizit von 300.000 Euro reduzierte, und entlastete die Betriebsleitung.
Größere Investitionen geplant
In Bezug auf das erfreuliche Ergebnis teilte Bürgermeister Patrick Haas mit, dass für das inzwischen rund 30 Jahre alte Aquari im kommenden Jahrzehnt altersbedingt größere Investitionen anstehen und mögliche Einsparpotenziale zu prüfen und sinnvoll umzusetzen seien. Verwaltung und Gemeinderat hätten dabei den Anspruch, die Qualität für den Kundenstamm zu erhalten.
Die positive Entwicklung im Jahresergebnis des Aquari führte Markus Leichenauer (CDU) auf den Wechsel der Betriebsführung zurück und erwähnte die seither von ihm wahrgenommenen zahlreichen positiven Reaktionen der Badegäste.
„Maßnahmen zeigen Wirkung“
Er mahnte indes, dass das Thema Aquari aufgrund seines Alters weiterhin aktuell bleiben werde und begrüßte die millionenschweren Investitionen in die Nahwärmeversorgung als einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.
„Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen Wirkung, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und der Versorgungssicherheit der Bevölkerung“, bilanzierte Kerstin Skodell (SPD), welche die Stadtwerke trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf einer soliden Basis sieht.
„Die fetten Jahre sind für den Moment vorbei“, sprach Michael Steinemann (Freies Forum) eine bedenkliche Entwicklung in den Bereichen PV- und Solaranlagen an. Zudem erinnerte er daran, dass sich der Gemeinderat trotz einer positiven Entwicklung mittelfristig mit der Sanierung von Hallenbad und Sauna beschäftigen müsse.