Amandus Zoister kümmert sich täglich um die Tiere im Wildgehege. Foto: Zoller

Ein kleines Wildgehege ganz groß im Fernsehen: Bad Herrenalber Hirsch ist der Star. Mit viel Herzblut kümmert sich Amandus Zoister unentgeltlich um das Wohl der Tiere.

Das Wildgehege im Dobeltal in Bad Herrenalb ist eigentlich ein stiller, fast versteckter Ort. Vielen ist es kaum bekannt und doch herrscht hier täglich Leben: Kindergartenkinder legen ihre Vesperpause ein und staunen über die Hirsche, frühmorgens sind Hundebesitzer und Jogger unterwegs – und Naturfreunde genießen die Ruhe abseits des Trubels.

 

Tägliche Pflicht

Große Leidenschaft Für Amandus Zoister jedoch ist der Weg zum Hirschgehege keine gelegentliche Auszeit, sondern tägliche Pflicht und Herzensangelegenheit zugleich. Die Hirsche, die er liebevoll „seine Tiere“ nennt, sind seine große Leidenschaft. Seit 2017 betreut der heute 80-jährige Herrenalber das Wildgehege ehrenamtlich als sogenannter Wildhüter. Tag für Tag sorgt er dafür, dass es den Tieren gut geht, besonders jetzt, in der kälteren Jahreszeit, wenn eine zuverlässige Versorgung lebenswichtig ist.

Bereits im vergangenen Herbst berichtete unsere Redaktion über dieses außergewöhnliche Engagement. Diese Aufmerksamkeit blieb nicht ohne Wirkung: Der SWR wurde auf Amandus Zoister aufmerksam und stattete dem Wildgehege im Dobeltal am vergangenen Donnerstag ganz spontan einen Besuch ab.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Seppl“, der Hirsch aus dem Dobeltal, wurde zum Fernsehstar.

Viel Herzblut In der Landesschau Baden-Württemberg war das Wildgehege am 26. Januar ganze vier Minuten lang Thema. Ein schöner Werbebeitrag für die Kurstadt Bad Herrenalb und zugleich eine besondere Würdigung des Ehrenamts. Der Beitrag machte eindrucksvoll deutlich, mit wie viel Herzblut und Verantwortung sich Amandus Zoister unentgeltlich um das Wohl der Tiere kümmert.

Passend dazu erhält der Hirsch in diesem Jahr eine ganz besondere Aufmerksamkeit: Der Rothirsch (Cervus elaphus) wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung zum Tier des Jahres 2026 gewählt. Er ist das größte freilebende Landsäugetier Deutschlands.

Lebensräume eingeschränkt Rund 220 000 Tiere leben bundesweit verteilt auf etwa einem Viertel der Landesfläche. Ursprünglich fühlen sich Rothirsche in offenen Landschaften wie Wiesen und Feldern mit einzelnen Baumgruppen am wohlsten. Durch zunehmende Nutzungen und Störungen werden diese Lebensräume immer stärker eingeschränkt, weshalb sich die Tiere häufig in die Wälder zurückziehen müssen.

Persönlicher Einsatz

Umso wertvoller sind Orte wie das Wildgehege im Dobeltal und Menschen wie Amandus Zoister, die sich mit großem persönlichem Einsatz für den Schutz und das Wohl dieser majestätischen Tiere engagieren.

Übrigens: Wer den Fernsehbeitrag verpasst hat, kann ihn online in der Mediathek der SWR-Landesschau ansehen.