Der Bad Herrenalber Bürgermeister hat die Ausstellung „Einblicke in den Baufortschritt der Siebentäler Therme“ eröffnet. Infos gab es auch zum neuen Geschäftsführer für die Bäderbetriebe.
Eigentlich hätte die Ausstellung „Einblicke in den Baufortschritt der Siebentäler Therme“ durch Karina Herrmann, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH, und Bürgermeister Klaus Hoffmann am Montagnachmittag im Kurhaus eröffnet werden sollen. Allerdings verschwitzte Herrmann den Termin. So gab nur das Stadtoberhaupt in der Wandelhalle Ausführungen an den zwölf Stellwänden und vor dem Bildschirm mit wechselnden aktuellen Fotos samt Beschreibung.
Erster Eindruck
Viel Neues war nicht zu erfahren. Vielmehr soll Gästen und Bürgern „ohne großes Tamtam“ vermittelt werden, was kommen wird. Seien doch nur am 22. Januar, als sich in einer Sondersitzung der Gemeinderat erneut für die Revitalisierung der Therme aussprach, viele Leute anwesend gewesen. Die Bilder der Architekten (4a Architekten GmbH Stuttgart) sorgten für einen ersten Eindruck. Interessierte würden sehen, wie die Zukunft der Stadt Bad Herrenalb mit der Siebentäler Therme schöner werde.
„Fünf Jahre plus“
So erinnerte Hoffmann daran, dass die neue Gastronomie nicht nur Thermen-Gästen offenstehe. Durch die unabhängige Gestaltung von Innen- und Außenbecken bleibe der Badebetrieb im Innenbereich auch bei Gewitter möglich. Erwähnt wurde zudem der neue Saunagarten, die barrierefreie Außenanlage und das durchdachte Terrassenkonzept. Die gläserne Dampfsauna sei etwas Besonderes in der Saunalandschaft. Die Innenbecken würden noch „fünf Jahre plus“ halten, dann könnten sicher auch wieder Fördermittel beantragt werden.
Geplant ist die Wiedereröffnung für Sommer 2026. Das Außenbecken werde aber wegen der „langen Bearbeitungszeit“ später, eventuell Anfang Herbst in Betrieb genommen. Hoffmann erinnerte auch daran, dass es Möglichkeiten der Erweiterungen gebe.
Zu sehen sind in der Wandelhalle die ersten Gestaltungsideen der Architekten. Wobei der Aufsichtsrat der Stadtwerke letztendlich entscheidet. Stadtrat Christian Romoser, der auch Mitglied des Aufsichtsrats ist, meinte: Im Wesentlichen präsentiere sich die „neue“ Therme wie dargestellt. Die grobe Linie sei beschlossen, da gehe es nur noch um Feinheiten.
Mehr Besucher
Bei der Suche nach einem Geschäftsführer für die Bäderbetriebe sei eine Agentur mit langjähriger Erfahrung zugezogen worden, informierte der Bürgermeister. Viele Bewerbungen seien eingegangen. Drei bis fünf Bewerber würden dem Aufsichtsrat vorgestellt. Eine leistungsorientierte Komponente werde festgelegt. Hoffmann erwähnte hierbei auch das Freibad. Es gehe generell um Attraktivität, mehr Besucher und eine wesentliche Verbesserung der finanziellen Randbedingungen. Nicht zu vergessen: touristisches Mitdenken.
Baustelle besichtigen
Mit Blick auf die Ausschreibungen der Revitalisierungsarbeiten laufe momentan alles nach Plan. Es würden schon Vergaben geprüft.
Während der regulären Öffnungszeiten des Kurhauses kann die Ausstellung besucht werden. Und zwar bis zur Wiedereröffnung der Therme. Allerdings wird es Unterbrechungen geben, da in der Wandelhalle auch andere Ausstellungen stattfinden.
Wie das Stadtoberhaupt sagte, werde bald zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen. Der genaue Termin stehe allerdings noch nicht fest.
Schauen, was Schönes gemacht wird
Unterschriften
In Bad Herrenalb werden derzeit Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt, um die Sanierung der Siebentäler Therme zu stoppen. Bürgermeister Klaus Hoffmann wurde bei der Ausstellungseröffnung von unserer Redaktion darauf angesprochen. Er meinte, jeder habe generell das Recht, gegen einen Gemeinderatsbeschluss vorzugehen. Das werde akzeptiert. Der Auftrag an die Stadtwerke sei aber schon lang erteilt und etliche Beschlüsse gefasst worden. Jetzt warte man ab, ob genügend Unterschriften zusammenkommen. Dann müsse der Gemeinderat entscheiden, so das Stadtoberhaupt. Er hoffe, dass sich der eine oder andere die Ausstellung anschaue. Um zu sehen, was entstehen soll. Was Schönes gemacht werde