Die Bilanz der Freibadsaison 2022 fällt gut aus. Der heiße und trockene Sommer lockte viele Gäste ins Bad. Foto: Glaser

32 840 Besucher hat das Freibad Bad Herrenalb in dieser Saison gehabt. Diese Zahl knüpft an die Zeit vor der Corona-Pandemie an. Im Jahr 2019 gingen 33 586 Menschen ins Bad.

Bad Herrenalb - Im Jahr 2022 war also endlich wieder ein "normales" Jahr für alle Freunde des Freibads.

Hinzu kam ein erfreulich schöner Sommer mit wenigen Regentagen und dadurch nur seltenen vorzeitigen Schließungen der Freibadtore. Auch für den Freibadkiosk war es ein gutes Jahr.

Da in der laufenden Saison ein weiterer Fachangestellter für das Bad unter Vertrag genommen werden konnte, konnte die wegen Personalmangel drohende Schließung des Bades an einem Tag pro Woche abgewendet werden. Für Kulturprogramm, wie das "Schwimmen bis Mitternacht", war die Personaldecke aber trotzdem zu dünn.

1408 Gäste

Der bestbesuchte Tag des Jahres 2022 war der Sonntag, 19. Juni, mit 1408 Gästen. Der bestbesuchte Monat war der Juli (11 546), gefolgt vom August (9055) und dem Juni (8440).

In der ganzen Saison gab es nur einen einzigen gravierenden Notfall. Ein Vater hatte sich beim Rutschen mit seinem Kind einen Arm ausgekugelt. Um den Notarzt abzusetzen, landete damals ein Rettungshubschrauber auf der Liegewiese des Freibads.

Weitere Notfälle konnten durch das aufmerksame Badepersonal verhindert werden.

Kein Verständnis

Regelmäßig musste es drei- oder vierjährige Kinder, die nicht oder nicht sicher schwimmen konnten, aus dem Schwimmerbecken zitieren. Nicht selten zeigten die Eltern dafür kein Verständnis. Regelmäßige Durchsagen erinnerten sie an ihre Aufsichtspflicht.

Eine zunehmende Zahl nicht Deutsch sprechender Eltern konnte man damit aber nicht erreichen. Auch das empfohlene Duschen vor dem Baden führte zu manchen Diskussionen.

Eigene Quelle

Eine Besonderheit des Bad Herrenalber Freibads ist das Wasser, das aus einer eigenen Quelle stammt. Der extrem trockene Sommer führte dazu, dass die Quellschüttung nachließ und bereits Ende Juni an manchen Tagen Stadtwasser zugemischt werden musste. Nur so konnte die gesetzliche Vorgabe eingehalten werden, dass pro Badegast 30 Liter Frischwasser in den Kreislauf zugeführt werden müssen. Für die laufenden Kosten des Bades war das allerdings schlecht, weil das Stadtwasser zugekauft werden musste.