86 mal musste die Abteilung Stadt der Bad Herrenalber Feuerwehr 2025 zu Einsätzen ausrücken. Bei der Hauptversammlung gab es zudem die Wahl eines neuen Stellvertreters und Ehrungen.
Mehr als 2000 Stunden im Dienst der Sicherheit: Zur Abteilungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Herrenalb blickte Abteilungskommandant Eduard Gräßle auf ein intensives Jahr 2025 zurück. Neben einer beeindruckenden Bilanz bei Einsätzen und Übungen standen wegweisende Neuwahlen sowie großes Lob aus dem Rathaus im Mittelpunkt der Versammlung.
Viele Übungsstunden – vom Skilift bis zum Kirchendach
Insgesamt 86 Mal rückte die Abteilung Stadt im vergangenen Jahr aus. Die rund 1100 Einsatzstunden deckten die gesamte Bandbreite des Feuerwehrwesens ab. Von Bränden und Türöffnungen über schwere Verkehrsunfälle bis hin zu belastenden Einsätzen wie Suiziden durch Kohlenmonoxid forderte das Jahr den Aktiven alles ab.
Rund 2000 Stunden
Aber nicht nur die Einsätze forderten die Mannschaft. Im Jahr 2025 absolvierte die Wehr zudem 34 Übungen mit rund 840 Stunden. Zusammen mit den Einsätzen summierte sich das im Vorjahr auf rund 2000 Stunden, die im Dienst für die Bürger der Stadt verbracht wurden, wie Abteilungskommandant Eduard Gräßle resümierte.
Besonders in Erinnerung blieben dabei die realitätsnahen und spektakulären Übungsszenarien, die das hohe Ausbildungsniveau der Mannschaft unter Beweis stellten. So trainierten die Einsatzkräfte unter anderem ein Szenario zu einem verunfallten Paragleiter am Skilift im Gaistal und probten die Personenrettung bei einem simulierten Dachstuhlbrand in der evangelischen Klosterkirche. Diese besonderen Herausforderungen gehörten neben „Klassikern“ wie der technischen Hilfeleistung bei der Rettung aus einem Auto zum festen Ausbildungsprogramm, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein.
Ein besonderer Höhepunkt war der Bericht der Jugendleitung. Julia Keller und Lena Herrmann präsentierten stolze Zahlen für die Nachwuchsarbeit. Die Abteilung Stadt zählt aktuell 41 Kinder und Jugendliche in der Bambini und Jugendfeuerwehr. Gemeinsam mit den Abteilungen Bernbach sowie Neusatz und Rotensol kommt die Gesamtwehr auf beeindruckende 66 Nachwuchskräfte. Damit stellt Bad Herrenalb die stärkste Jugendfeuerwehr im gesamten Landkreis Calw. Dieser Erfolg wird am 11. Juli groß gefeiert, wenn das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und der 15. Geburtstag der Bambini-Feuerwehr mit einem Fest begangen werden. Da Martin Fackiner aufgrund seiner Funktion als Gesamtkommandant nicht mehr als stellvertretender Abteilungskommandant zur Verfügung stand, wurde Michael Wallburger mit großer Mehrheit neu in dieses Amt gewählt. Die Verantwortung für die Kasse übernimmt Christian Pribbernow und als Beisitzer in den Abteilungsausschuss wurden Lena Herrmann, Andreas Manske und Tobias Weißinger gewählt. Sascha Engelhardt und Karl-Heinz Weißinger bekleiden künftig das Amt der Kassenprüfer.
Feier am 11. Juli
Im Rahmen der Versammlung wurde Lena Herrmann für 15 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet.
Dank und Ausblick auf das neue Jahr
Kommandant Fackiner betonte in seinem Grußwort die hervorragende Zusammenarbeit der Abteilungen und stellte klar, dass es „nicht ohne den anderen klappt“ und man jeden Einzelnen brauche und die starke Jugend ein entscheidendes Standbein für die Zukunft der Wehr sei. In diesem Zusammenhang gab er Informationen zur Anschaffung eines AED (Automatisierter Externer Defibrillator) bekannt. Dieses lebenswichtige Werkzeug sei bei Einsätzen mit medizinischen Notfällen unerlässlich und gehöre daher in jedes erstausrückende Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Ein solches Gerät steht auch im Kurhaus zur Verfügung, ist aber nur zugänglich, wenn das Kurhaus geöffnet ist.
Unermüdlicher Einsatz
Für das Jahr 2026 ist der Terminkalender mit drei gemeinsamen Übungen der Gesamtwehr und zusätzlich vielen weiteren Plattformen prall gefüllt. Die Hauptversammlung ist für den 16. Juli terminiert.
Auch Bürgermeister Klaus Hoffmann dankte im Namen der Stadt für den unermüdlichen Einsatz der Frauen und Männer. Er sprach sich besonders lobend über den enormen Zuwachs in der Jugendfeuerwehr aus, der ein wichtiges Standbein für die Sicherheit der Stadt darstelle.