In der Bad Herrenalber Falkensteinschule herrscht Raumnot. Und bis ein Neubau eingeweiht werden kann, vergeht noch eine ganze Weile. Deshalb gibt es jetzt eine Zwischenlösung.
Der Tagesordnungspunkt ließ sich nicht aufschieben: Bei der letzten Sitzung des Bad Herrenalber Gemeinderats vor den Kommunalwahlen im Juni stimmte das Gremium der Vergabe der Tief- und Leitungsbauarbeiten zur Erschließung der Interims-Containeranlage für die Kernzeiträume der Falkensteinschule zu. Kosten: etwa 57 000 Euro. Es wurde von der Verwaltung mitgeteilt: Die Arbeiten sollen so vonstatten gehen, dass Ende der Sommerferien die Container aufgestellt werden können. Wie Bauamtsleiterin Friederike Zapf erklärte, habe man mit der Firma diesbezüglich gesprochen. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung ist nun zu erfahren: Der Unterbau sei fertig – jetzt warte man auf die bestellten Container.
Vorbereitung In der Sitzung im Dezember vorigen Jahres wurde schnell klar: Bis angefangen werden kann, zu bauen, werde es eine ganze Weile dauern. Die Stadträte stimmten damals beim Punkt „Machbarkeitsstudie Bebauung Baufenster bei der Falkensteinschule für die Kernzeit“ dem Antrag zu, das Projekt weiterzuverfolgen.
Sowie die Verwaltung mit der Planung und Vorbereitung für die Beschaffung der benötigten Container für die Kernzeitbetreuung ab dem Schuljahr 2024/2025 zu beauftragen. Dies sollte „so schnell es geht“ passieren.
Präsentation Rektorin Patricia Fischer bemerkte seinerzeit, sie komme bereits zum zweiten Mal mit einer ähnlichen Präsentation. Informierte sie doch bereits im Juli 2023 das Gremium über das Raumproblem. Der Ist-Zustand (Schuljahr 23/24) sehe so aus: zehn Klassen – Klasse eins und drei dreizügig; Klasse zwei und vier zweizügig. Mit den zwei Vorbereitungsklassen (VKL) und der Inklusionsklasse (Inklu) seien es somit insgesamt 13 Klassen. Im Schuljahr 24/25 würden die Klassen eins, zwei und vier dreizügig sein sowie die Klasse drei zweizügig. Mit den zwei VKL und der Inklu seien es dann 14 Klassen. Die Schülerzahl wurde mit circa 230 angegeben. Bei den Lehrkräften samt Unterstützungspersonal komme man auf 27 bis 30 Personen. Außerdem war zu erfahren: Der Ausblick beziehungsweise die Tendenz sehe so aus: durchgängig (Klasse eins bis vier) dreizügig. Plus zwei VKL und Inklu seien es dann insgesamt 15 Klassen. Notwendig sei im kommenden Schuljahr die Umgestaltung von Kernzeit-Zimmern in Klassenzimmer oder Förderräume und die Schaffung von Räumlichkeiten für die Kernzeit.
Rund 275 000 Euro Weil eine Zwischenlösung für die Unterbringung der Kernzeit benötigt wird, bis ein Neubau für die Kernzeit geplant und fertiggestellt ist, stimmte der Gemeinderat im April der Vergabe einer Schulcontaineranlage für die Auslagerung von Kernzeiträumen der Falkensteinschule zu einem Brutto-Angebotspreis von rund 275 000 Euro als Kaufvariante zu. „Wir empfehlen den Kauf der Container, da die Zeitschiene für den Neubau noch nicht genau feststeht und die Container nach Nutzungsende der Kernzeitbetreuung veräußert oder anderweitig genutzt werden können“, teilte die Stadtverwaltung in der Vorlage mit.
Machbarkeitsstudie 2023, in der Septembersitzung des Rats, stellte Bürgermeister Klaus Hoffmann eine erste Idee vor, wie der Platzmangel behoben werden könnte. „Wir wollen dort eine Turnhalle mit modularen Räumen für Schulen, Kindergärten und Verein“, erklärte er. Dort, das heißt auf dem Gelände neben der bisherigen Turnhalle auf dem Areal der Falkensteinschule. Eine weitere neue Turnhalle bei der Schule könne auch die energetisch schlechte Turnhalle im Klosterbereich ersetzen – eine Sanierung dieser sei nicht wirtschaftlich. Hoffmann sagte seinerzeit, er wolle bereits zum neuen Schuljahr Container aufstellen, um zeitnah mehr Platz zu haben. Eine Machbarkeitsstudie solle dann den Bau einer Turnhalle prüfen. Ein Aufbau auf dieser, könne den Platzmangel an Schulräumen dann dauerhaft lösen.