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Bad Herrenalb Zusätzlich neue Arbeitsplätze

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Daniel Caspary, Mitglied des Europäischen Parlaments (Sechster von rechts), an der Baustelle der Celenus Klinik in Bad Herrenalb. Mit dabei: Heiko Schroth (Zweiter von links), Klinikdirektor Bad Herrenalb, und Thomas Schindler (Dritter von links), Vorstand Celenus-Kliniken GmbH. Foto: Zoller Foto: Schwarzwälder Bote

Zu einem Besuch an der Baustelle der Celenus Klinik Bad Herrenalb hatte sich am Donnerstag Daniel Caspary, Mitglied des Europäischen Parlaments, angemeldet.

Bad Herrenalb. Pünktlich traf der Abgeordnete am Standort auf der Schweizer Wiese ein und wurde vor Ort von Thomas Schindler, Vorstand der Celenus Kliniken, Klaus Lienen, Ortsverbandsvorsitzender der CDU Bad Herrenalb/Dobel, sowie Kreisrat Jochen Borg und weiteren Gästen begrüßt.

Caspary, der sich für die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich und die Verhinderung von Erwerbsunfähigkeit interessiert, war von dem Standort der Baustelle angetan, die sich in unmittelbarer Nähe zur Siebentäler Therme befindet. Ein Aspekt, den Schindler als wichtigen Synergie-Effekt bei der Behandlung der Patienten bestätigt. "Wir haben hier keine bettlägerigen Patienten und können daher die Wassertherapie der Therme ebenso wie die herrliche Umgebung der Wälder nutzen, die bei sportlichen Betätigungen in der Natur besonders geeignet sind."

Bodenplatte zu sehen

Nach einer langwierigen Genehmigungsphase und einem, wie Schindler betonte, insgesamt sehr positiven Verhältnis zur Stadt, konnte der Klinikneubau der Celenus Fachklinik am 26. Oktober 2018 offiziell mit einem Spatenstich besiegelt werden. Sieben Monate später ist nun die Bodenplatte zu sehen. Die ersten Wände sind erstellt und Schindler ist zuversichtlich, dass der Zeitplan zur Eröffnung bis Mitte des kommenden Jahres eingehalten werden kann.

Details zu den Kosten des Baus will Schindler nicht nennen, da es "noch zu viele Unwägbarkeiten gibt". Er spricht von einer "gewaltigen Investition" und einer "ordentlichen Vergrößerung der Behandlungsplätze", die eine "ziemlich singuläre Geschichte in Deutschland darstellt, da heute nicht mehr viele Rehakliniken neu gebaut werden".

Für Borg ein besonderer Glücksfall. Denn von den deutschlandweit insgesamt 18 Celenus-Kliniken sind zwei im Landkreis Calw beheimatet. Neben Bad Herrenalb zählt auch die Schömberger Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit Durchführung von medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation zur Celenus Gruppe.

Ein Grund warum der Invest in einem Neubau realisiert wird, liegt laut Schindler in einer zukunftsweisenden Indikation. "Leider ist Psychosomatik ein zunehmendes Thema und dazu braucht man einen stationären Aufenthalt."

Bei einer Behandlungsdauer von fünf bis sechs Wochen geht es um Projektarbeit, um stressbedingte Depressionen zu heben und Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden. Im medizinischen Sinn bedeutet Rehabilitation (Lateinisch: Wiederherstellung) den ursprünglichen Gesundheitszustand eines Patienten mit der vollen Leistungsfähigkeit für das persönliche, gesellschaftliche und auch das berufliche Leben wiederherzustellen. Was heißt, körperliche ebenso wie geistige Defizite, die zum Beispiel durch einen Unfall oder Krankheit oder einen falschen Lebensstil aufgetreten sind, zu rehabilitieren.

Für Caspari ein äußerst schlagkräftiges Argument, zumal die gute Anbindung an Karlsruhe dem Neubau am Rand eines Verdichtungsraumes auch die Nutzung als Tagesklinik ermöglicht, wie auch Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH, bestätigt: "Die medizinische Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger liegt uns sehr wohl am Herzen. Daher wollen wir Projekte unterstützen, die helfen, die medizinische Versorgung zu sichern."

Durch den Neubau der Celenus Klinik Bad Herrenalb wird die Bettenzahl von bislang 75 auf 126 Betten erhöht. Das bedeutet für Caspary nicht nur eine Kapazitätssteigerung, sondern zusätzlich neue Arbeitsplätze. Denn nicht nur der medizinische, therapeutische und pflegerische Bereich muss aufgestockt werden, auch weitere Mitarbeiter in der Versorgung und Reinigung können ab Herbst ihre Bewerbungen abgeben.

Wie wichtig es ist, dass man auf kommunaler Ebene motivierte Menschen im Gemeinderat hat, bestätigt daher der Politiker: "Ohne die Unterstützung der Gemeinde hätte ein Projekt wie dieses, das die medizinische Versorgung forciert, nicht so schnell voranschreiten können."

Gemeinsam mit Borg ging es dann nach einem Stopp auf dem Dobel weiter nach Schömberg, um auch dort die Celenus Fachklinik zu besuchen.

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891
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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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