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Bad Herrenalb Zeitnahe Entscheidung zur Siebentäler Therme

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Die Zukunft der Siebentäler Therme in Bad Herrenalb steht weiter in den Sternen. Foto: Kugel

Bad Herrenalb - Die defizitäre Siebentäler Therme in Bad Herrenalb rückt immer wieder in den Mittelpunkt. Ihre Zukunft steht aber weiterhin in den Sternen. Wird es jetzt bald einen Tag der Entscheidung geben?

In der Gemeinderatssitzung am 27. Mai sprach zum Beispiel Stadtrat Rüdiger König (UBV) von schwierigen Zeiten. Und zwar nicht nur wegen der Corona-Pandemie. So müsse bei der Therme, die am 2. Januar 1971 eröffnet wurde, eine Entscheidung fallen – weiter wie bisher oder schließen. Zudem gebe es noch andere große Verlustbringer. Um weiterhin die Pflichtaufgaben wie Kita, Schule, Feuerwehr und neue Wohngebiete erfüllen zu können, müsse bald ein Fahrplan für Bad Herrenalb her.

Sole-See und Saunadorf in Siebentäler Therme

Wie das Rathaus am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, seien sich Stadt und Gemeinderat bewusst, dass mit Blick auf die Siebentäler Therme zeitnah eine Entscheidung getroffen werden müsse. Näheres war aber nicht zu erfahren.

Antrag nicht bearbeitet

Wie berichtet, wurde in der Gemeinderatssitzung am 22. April darüber informiert, dass der Förderantrag für die Siebentäler Therme abgegeben worden sei.

Bürgermeister Klaus Hoffmann sagte, er selbst habe noch als Stadtrat darauf hingewiesen, dass dem Antrag eine zweistufige Kostenschätzung nach DIN 276 beiliegen müsse. Das sei aber nicht passiert und deshalb habe das Regierungspräsidium Karlsruhe den Antrag auch nicht bearbeiten können. Eine Kostenbetrachtung nach DIN 276 koste aber Geld – diese müsse ein Planer erstellen.

Außerdem habe das Tourismusministerium signalisiert, dass eine Förderung des Ministeriums etwa 20 Prozent der beantragten Summe betragen könnte und nicht wie kolportiert 60 bis 70 Prozent.

Wenn die Siebentäler Therme in das Sanierungsgebiet aufgenommen werde, seien eventuell weitere Zuschüsse aus anderen Ministerien möglich. Das Regierungspräsidium habe den Antrag zur Nachbearbeitung an die Verwaltung zurückgegeben. Der Gemeinderat müsse entscheiden, ob ein Lenkungsausschuss wieder eingesetzt werden soll.

Des Weiteren sagte das Stadtoberhaupt: Wenn man alles ausschöpfe, kämen mit Blick auf die Zuschüsse etwa 50 Prozent zusammen. Ein stolzer Betrag würde somit an der Stadt hängenbleiben.

Plus Baunebenkosten

In der Sitzung am 6. September 2019 stellte Günther Eichelmann, Geschäftsführer des Unternehmens Dorena, Details mit Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor. Der Geschäftsführer schwärmte unter anderem davon, wie ein nachts beleuchteter Sole-Dom auf der Schweizer Wiese aussehen könnte. Bei den Wirtschaftlichkeits-Analysen "Technik und neue Angebote" kamen mit Blick auf die Zusammenfassung bei der "Revitalisierung Siebentäler Therme" bei der Grobschätzung (zuzüglich maximal 20 Prozent Baunebenkosten) unterm Strich 12.061.000 Euro heraus.

Nebenbei: Die Stadtverwaltung informierte bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs: "Für 2020 wurde eine Verlustübernahme von 800 000 Euro im Plan aufgenommen. Thermalbad und Freibad sind für die Stadt Bad Herrenalb in dem aktuellen Betriebsmodell finanziell nicht mehr tragbar. Durch die Verluste wird die stetige Aufgabenerfüllung der städtischen Pflichtaufgaben gefährdet!" Wobei das Defizit wegen der Corona-Krise noch deutlich größer ausfallen könnte.

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