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Bad Herrenalb Zehn Fragen an Melody Bayer

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Die Bürgermeisterkandidatin Melody Bayer ist Mitglieder von "Die Partei". Foto: Mira Bültel

Bad Herrenalb - Für das Amt des Bürgermeisters in Bad Herrenalb gibt es sage und schreibe 29 Kandidaten. Wobei die meisten Bewerber auf das Konto der Satirepartei "Die Partei" gehen. Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative wurde 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet.

Um unseren Lesern einen umfassenden Überblick zu verschaffen, haben wir sämtlichen Kandidaten zehn Fragen zugeschickt. Außerdem wurden Daten für einen Steckbrief angefordert. Bis zum Fristende haben sich 13 Bewerber gemeldet. Deren Antworten werden nun bis zur Wahl am 20. Oktober veröffentlicht. Freilich darf mit Blick auf die Satirepartei so manches nicht auf die Goldwaage gelegt werden. Aus den Antworten der Kandidaten lässt sich aber schnell herauslesen, wer es ernst meint mit seiner Bewerbung.

 Melody Bayer, 32 Jahre, Schauspielerin, Familienstand: ledig, keine Kinder, Parteizugehörigkeit: "Die Partei"

Was zeichnet Sie für das Amt des Bürgermeisters aus?

Ich bin Ihr staatlich zertifizierter Entertainment-Profi. Oder auch: eine gelernte Lügnerin. Ein Amtsträger mit Schauspielausbildung erzählt auch nicht mehr Fakenews, als einer ohne Vorkenntnisse auf diesem Gebiet, wirkt aber authentischer.

 Was macht eigentlich das Besondere der Stadt Bad Herrenalb aus?

Die kommende Bürgermeisterwahl mit 29 Kandidaten. Das ist Guinness-Buch-verdächtig.

 Welchen Stellenwert haben die Stadtteile für Sie?

Vor allem die Höhenorte Bernbach, Rotensol und Neusatz liegen mir am Herzen. Sie bilden die geografische Elite Bad Herrenalbs. Das "E" in "Die Partei" steht ja für "Elitenförderung". Sie besitzen einen besonderen Stellenwert und sollten auch von der Kernstadt aus erreichbar sein. Mein Vorschlag hierzu lautet: Flugtaxis. Die bayerische CSU hat das bereits gut erkannt und da möchte ich nicht widersprechen.

 Wie kann Bad Herrenalb am besten Schulden abbauen?

Sie kennen doch sicher alle den Witz mit dem griechischen Hotel, dem Touristen, dem Metzger, dem Kneipenwirt und der Prostituierten?

Was steht auf Ihrer Prioritätenliste an erster Stelle?

Wie bereits genannt: Flugtaxis. Und Tourismus. Und Digitalisierung. Und die Seilbahn. Und die Siebentäler Therme. Und bessere Möglichkeiten zur Ansiedlung mittelständischer Betriebe. Und die Nahversorgung. Und die Naherholung. Und Nachhaltigkeit. Und mehr Wohnraum. Und der Denkmalschutz. Und die Celenus-Klinik. Und der Landschaftsschutz. Und die Anbindung nach Frauenalb. Und das Bevölkerungswachstum. Und das Wirtschaftswachstum. Und die Gastronomie. Und – was steht denn auf Ihrer Prioritätenliste an erster Stelle?

 Was wird wohl Ihre schwierigste Aufgabe in den nächsten Jahren sein?

Bad Herrenalb zuerst einmal überhaupt zu erreichen, bei der momentanen Anbindung per öffentlichem Nahverkehr.

Wie schätzen Sie die Zukunft der Siebentäler Therme ein?

Jede Stadt, die etwas auf sich hält, sollte mindestens eine Dauerbaustelle haben. Berlin macht’s vor.

Was bedeutet für Sie eine transparente Verwaltung?

In meiner Heimatstadt sind neuerdings ebenerdige Büroräume mit riesigen Fenstern der letzte Schrei. Da können Passanten während des Stadtbummels in aller Ruhe den Angestellten beim Arbeiten zusehen, oder beim Kaffee trinken. Ein ähnliches Konzept könnte ich mir auch für ein – natürlich durch die Firma eines Vetters eines Bekannten eines Nachbarn neu zu bauenden – Verwaltungsgebäude in Bad Herrenalb vorstellen.

Wie wollen Sie den Kontakt zu den Bürgern pflegen?

Da ich eine klassische Lokalpolitikerin bin: im Lokal! Im Restaurant zur Alten Post, der Pilsstube oder Andi’s Spätzlestube, ich lasse mir auch gerne von Einheimischen entsprechende Empfehlungen zukommen. Natürlich werde ich aber auch im Homeoffice arbeiten, der Umwelt zuliebe.

 Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Bad Herrenalb geändert haben?

Mein Kontostand. Natürlich nicht nur das. Um den Tourismus weiter zu fördern, muss die Disneylandisierung Bad Herrenalbs dringend vorangetrieben werden. Ich denke da zum Beispiel an eine touristische Nutzung der unterirdischen Tunnel. Neben den bestehenden Angeboten sollten die Tunnel zu einem Grusel-Erlebnispark ausgebaut werden, mit topmodernen Fahrgeschäften, Lasershow und städtisch angestellten Erschreckern. Zudem ein flächendeckendes Netz von mautpflichtigen E-Scooter-Wegen und die bereits erwähnten Flugtaxis. Zusätzlich strebe ich eine Erweiterung des Heilklimatischen Kurortes an, zum Ende meiner Amtszeit hin soll es neben Bad Herrenalb auch Bad Frauenalb geben. Zudem möchte ich auch die Digitalisierung Bad Herrenalbs fördern. Statt 5G soll gleich ein 7 oder 8G-Netz entstehen. Außerdem soll jede im öffentlichen Dienst tätige Person besondere Qualifizierungsmaßnahmen durchlaufen. Spätestens 2022 werden alle in der Lage sein, ohne größere Schwierigkeiten E-Mails zu schreiben.

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