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Bad Herrenalb Zehn Fragen an: Marc-Yaron Popper

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Der 43-jährige Marc-Yaron Popper kandidiert für das Amt des Bürgermeisters parteiunabhängig. Foto: Privat

Bad Herrenalb - Für das Amt des Bürgermeisters in Bad Herrenalb gibt es sage und schreibe 29 Kandidaten. Wobei die meisten Bewerber auf das Konto der Satirepartei "Die Partei" gehen. Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative wurde 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet.

Um unseren Lesern einen umfassenden Überblick zu verschaffen, haben wir sämtlichen Kandidaten zehn Fragen zugeschickt. Außerdem wurden Daten für einen Steckbrief angefordert. Bis zum Fristende haben sich 13 Bewerber gemeldet. Deren Antworten werden nun bis zur Wahl am 20. Oktober veröffentlicht. Freilich darf mit Blick auf die Satirepartei so manches nicht auf die Goldwaage gelegt werden. Aus den Antworten der Kandidaten lässt sich aber schnell herauslesen, wer es ernst meint mit seiner Bewerbung.

Marc-Yaron Popper, 43 Jahre, Rechtsanwalt und Dozent für Verwaltungsrecht, verheiratet, 2 Kinder (8 und 11 Jahre alt), Parteizugehörigkeit: Ich kandidiere parteiunabhängig. Seit Studienzeiten bin ich Mitglied in der FDP.

Was zeichnet Sie für das Amt des Bürgermeisters aus?

Die Stadt muss zum Kandidaten passen und umgekehrt. Ich komme von außen, bin unabhängig und kann Bad Herrenalb repräsentieren. Als Anwalt bin ich ein Generalist, der wie ein "Schweizer Taschenmesser" für jede Situation das passende Werkzeug parat hat. Als Dozent für Verwaltungsrecht an der Verwaltungsschule in Karlsruhe bilde ich die angehenden Verwaltungsangestellten im öffentlichen Recht aus. Wer ausbilden kann, der kann auch führen.

 Was macht eigentlich das Besondere der Stadt Bad Herrenalb aus?

Es sind die einzigartige Natur, die gute Luft und die hohe Lebensqualität. Bad Herrenalb ist die Perle im Albtal.

 Welchen Stellenwert haben die Stadtteile für Sie?

Ich bin für selbstbewusste Ortschaften. Die Höhenorte möchte ich gerne in ein Gesamtkonzept einbinden. Jeder Ort hat seine eigenen Stärken, die man betonen muss und die man mit ganz Bad Herrenalb verbindet. So könnte "Silicon Bernbach" ein Begriff für den Dienstleistungsstandort in Bad Herrenalb werden – zum Beispiel für IT-Dienstleistungen und Co-Working Angebote. Rotensol könnte für einen naturnahen Tagungsort und für familienfreundliches Wohnen Pate stehen, während Neusatz mit Landwirtschaft punkten kann und mit Gewerbe aus den Bereichen Handwerk, Haustechnik und erneuerbare Energien und dabei Erholungsort bleibt mit herrlicher Aussicht, Wanderwegen und der Neusatzer Pfütz.

 Wie kann Bad Herrenalb am besten Schulden abbauen?

Das Abbauen von Schulden beginnt bei der Therme. Die Verlustausgleichszahlungen an die Stadtwerke müssen spürbar reduziert beziehungsweise ausgesetzt werden. Es geht weiter mit der Vermeidung von Doppelstrukturen im Tourismusbereich und bei der Digitalisierung und damit Verschlankung des Verwaltungsapparates. Ansonsten muss noch mehr investiert werden, vort allem in das neue Gewerbegebiet, in neue Konzepte für die Ortschaften und mehr bezahlbaren Wohnraum für eine wachsende Wohnbevölkerung. Dadurch wird Bad Herrenalb am Ende wesentlich mehr Steuereinnahmen generieren können.

 Was steht auf Ihrer Prioritätenliste an erster Stelle?

Die Reduzierung des Verlustausgleiches für die Therme.

Was wird wohl Ihre schwierigste Aufgabe in den nächsten Jahren sein?

Das Haushaltsdefizit nachhaltig zu senken und ein tragfähiges Konzept für die Therme zu finden.

Wie schätzen Sie die Zukunft der Siebentäler Therme ein?

Der Schlüssel für die Zukunft der Therme liegt bei den Stadtwerken. Nur im Konsens mit den Stadtwerken kann die finanzielle Belastung für Bad Herrenalb spürbar reduziert und ein Zukunftskonzept gefunden werden. Über das Konzept sollen am Ende die Bürger entscheiden.

 Was bedeutet für Sie eine transparente Verwaltung?

Ich möchte transparent handeln, indem die Bürger beteiligt und öffentliche Gemeinderatssitzungen im Internet übertragen werden. Ich bin für die Verschlankung und Digitalisierung der Verwaltung, sodass im Idealfall gar kein Behördengang mehr nötig ist; Bad Herrenalb soll "Smart Village" werden.

 Wie wollen Sie den Kontakt zu den Bürgern pflegen?

Neben mehr Transparenz (vgl. 8) soll es regelmäßige Bürgerversammlungen geben und ich werde in den Ortschaften präsent sein..

 Was würde sich nach Ihrer Amtszeit in Bad Herrenalb geändert haben?

Es wird deutlich mehr und viel jüngere Einwohner in Bad Herrenalb geben. Selbstbewusste Ortschaften werden sich als Teil eines großen Ganzen fühlen. Es werden weniger Schulden sein und es gibt spürbar mehr Freiräume für die Zukunft!

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