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Bad Herrenalb "Wir stemmen das weitgehend selbstständig"

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Keine Pause in Sicht: Christa Sagawe (links) und Gerlinde Weiß organisieren nach dem umfangreichen Weihnachtsprogramm schon wieder erste Veranstaltungen fürs Frühjahr. Foto: Gegenheimer Foto: Schwarzwälder Bote

Das bunt bebilderte wie kompakte Veranstaltungsprogramm "Bad Herrenalber Weihnachtszauber" nutzten Bürger und Gäste als Einladung und Terminkalender vom ersten Advent bis zum Neujahrstag. Die Resonanz war durchweg positiv.

Bad Herrenalb. Dass das Programmheft pünktlich, komplett und mit einer so großen Bandbreite auch im zweiten Jahr erscheinen konnte, dahinter stecken eine Menge Engagement, Gespür und Erfahrung. Federführend waren einmal mehr Gerlinde Weiß und Christa Sagawe vom Tourismus- und Stadtmarketing. "Eigentlich hatten wir gar kein Budget für das Heft", berichtet Sagawe. Also sprach sie Gastgeber und Einzelhändler aus der Stadt an. Mit deren Anzeigen trug sich das Büchlein letztendlich komplett. Terminvereinbarungen, Vorbereitungen einzelner Veranstaltungen und Absprachen beginnen immer schon im Sommer des Jahres. "Zur Offerta muss das Heft stehen", sagen beide.

Frühzeitig abwägen

Durch langjährige Kontakte zu Agenturen flattern Weiß auch schon mal im Frühjahr Angebote zu Folgeterminen auf den Tisch. So kam die Siebentälerstadt unter anderem zu der "Altrussischen Weihnacht" am Dienstag vor Weihnachten, von der Weiß schwärmt: "Es war ein ganz besonderes Erlebnis." Da heißt es frühzeitig abwägen, abstimmen, sowohl was Termine als auch was die Finanzen betrifft. Veranstaltungen sollen sich möglichst refinanzieren, das Risiko wägt Weiß zunächst ab. Bei Bedarf wird nachgelegt mit Akquise oder Werbung – je nach Zielgruppe beispielsweise in der Tagespresse oder bei Facebook.

Seit rund einem Jahr, nach dem Weggang von Nina Schäfer, hat die Touristik keine direkte Vorgesetzte mehr. Bürgermeister Norbert Mai und Kämmerin Sabine Zenker in Finanzangelegenheiten hätten aber stets ein offenes Ohr gehabt. Wie es weitergeht, ist spannend. "Wir stemmen das weitgehend selbstständig", sind sich Sagawe und Weiß einig, "es macht immer noch Spaß". Die Müdigkeit nach anstrengenden vier Veranstaltungswochen sieht man ihnen dennoch an. Motivation ist ihnen die gute Resonanz auf das Angebot. "Die Silvestergala verzeichnet mit 290 Besuchern einen neuen Rekord", berichtet Weiß, "das ging nur durch ein neues Bestuhlungskonzept. Das war schon ein bisschen aufregend". Gefreut hat sie auch der gute Besuch beim Smokie-Revival-Konzert zwischen den Jahren: "Ich gebe mir Mühe, immer auch eine Veranstaltung anzubieten, die ein etwas jüngeres Publikum anspricht. 220 Gäste haben sich einladen lassen. Darunter richtig viele Herrenalber. Das hat mich gefreut." Um die Bad Herrenalber ging es auch Sagawe bei einem ihrer "Lieblingskinder", dem kulinarischen Weihnachtsdorf am vierten Advent. Auch wenn das Wetter nicht immer so mitspielte: "Es war ein abendlicher Treffpunkt in schöner Atmosphäre auf der Kurhaus-Nordterrasse." Die die langjährige Touristikmitarbeiterin persönlich liebevoll dekoriert hat: "Ich statte die Häuschen aus, bringe Sitzfelle aus der Heukrippe, Schlitten vom Museum, Deko teilweise sogar von mir zuhause." Wichtig ist ihr die Zusammenarbeit mit den Gastgebern und Einzelhändlern der Stadt, die hier eine Plattform erhalten. Regelmäßig trifft sie sich mit ihnen zum Stammtisch, entwickelt mit ihnen Ideen. Ein Geben und Nehmen: Vom Team des Parkrestaurants um Familie Wedner, so Weiß, stammen wiederum Kontakte für weitere Veranstaltungen nicht nur zum Jahresende.

Mit Mitgliedern der IG Gartenschau, der sie ehrenamtlich vorsteht, hat Sagawe das Weihnachtsleuchten und Wintergrillen am dritten Advent veranstaltet. Und dann die Heukrippe: Sie sei ein Dauerbrenner, berichtet Sagawe stolz. 2019 – im neunten Jahr – seien fast 1000 Besucher gekommen. Zum Himmelsbriefkasten habe sie sogar Radiointerviews geben dürfen. "Alle Kinder haben Antwortbriefe bekommen!" Die fleißige Schreibfee wird nicht vergessen: Mitarbeiterin Gritt Müller habe sie alle "im Auftrag" geschrieben.

Echte Netzwerkerinnen

Ebenso haben Sagawe und Weiß Wertschätzung für die Mitarbeiter, die im Kurhaus vermehrt Abendtermine absolvieren mussten – begonnen bei Hausmeister Jörg König. Und für die Ehrenamtlichen wie etwa die Wanderführer. Selbstredend, dass Weiß oder Sagawe Plakate persönlich mit aufhängen, bei Veranstaltungen anwesend sind. "Da gibt es Neuerungen – wie die Loipe beim Adventsmarkt – da muss man sehen, dass es läuft", erklärt Weiß. Sie sind echte Netzwerkerinnen, täglich im Gespräch auch miteinander, fahren beide schon mal in ihrer Freizeit "Ideen gucken" für Veranstaltungen in ihrer Stadt. Oder bringen solche von privaten Ausflügen mit. Wie Sagawe, die jüngst auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt ihr Handy zückte, als sie originelle Schlitten-Sitzgelegenheiten entdeckte: "Das wäre auch was für uns, für nächstes Weihnachten."

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891

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