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Bad Herrenalb "Wir haben viel auf den Weg gebracht"

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Für die alte Festhalle, im Hintergrund, möchte Ortsvorsteher Klaus Lienen den Bernbachern gern eine Alternative bieten. Foto: Gegenheimer Foto: Schwarzwälder Bote

Klaus Lienen startet hoch motiviert in seine zweite Amtsperiode als Ortsvorsteher. Er freut sich, dass ihm als Höhenort-Einwohner einmal mehr der Sprung in den Gemeinderat gelungen ist.

Bad Herrenalb-Bernbach. Aber noch mehr freut er sich, dass er bei der Bernbacher Ortschaftsratswahl stimmenzahlmäßig noch einmal eins drauf legen konnte zu vor fünf Jahren: "Und das bei starker Konkurrenz alteingesessener Bernbacher! Das ist für mich Anerkennung und großer Vertrauensbeweis." Die Bernbacher hätten ihn stets akzeptiert: "Unsere Kinder sind hier groß geworden. Und wir gehen auf jedes Fest!"

Dass er sonntagmorgens um halb acht Anrufe wegen wühlender Füchse an Mülleimern erhält oder nachts um zwei solche wegen Lärmbelästigung im Ort, schließlich ist die Polizei weit – damit geht der alte und neue Ortsvorsteher mittlerweile entspannt um.

"Wir sind ein Rat. Da gibt es keine feste Sitzordnung, keine Listenabstimmung. Alle ziehen an einem Strang. Das Interesse ist Bernbach und nicht die eigene Selbstverwirklichung", schwärmt der 55-Jährige beinahe schon. Auch wenn es mit sechs neuen von zehn Ratsmitgliedern "ein komplett neues Arbeiten" gibt. Seit zwei Jahren ohne Doppelbelastung durch den Beruf, war ihm diese zweite Amtsperiode wichtig: "Wir haben viel auf den Weg gebracht. Ich will unbedingt noch beteiligt sein, wenn das Stadtentwicklungskonzept 2030 gestartet wird." Die neue Spitzhütte ist eins der Projekte, die bereits vollendet werden konnten. Die Grillstelle sei gut frequentiert, die Mieter hinterließen sie stets sauber. Leider gebe es immer wieder Leute, die sie ohne Anmeldung nutzten und äußerst dreckig hinterließen. "Super gemacht" worden sei der vielfach gewünschte Verbindungsweg zwischen Hardtberg und Frauenalber Straße – nur wurde er jüngst komplett unterspült und muss mit Drainage noch einmal hergestellt werden.

Neubau favorisiert

Bei der Gartenschau 2017, die seine erste Amtsperiode maßgeblich mit prägte, war Lienen sehr präsent, unter anderem als "Chef vom Dienst" im Gartenschaugelände. Aber er stellt klar: "Bernbach hat nicht von der Gartenschau profitiert. Optisch höchstens vom Blumenschmuck. Aber die gedankliche Verbindung, Bernbacher und zugleich Bad Herrenalber zu sein, ist in den Köpfen gewachsen. Vor allem durch die Präsenz der Vereine bei Veranstaltungen während der Schau."

Ein großes Thema seiner neuen Amtsperiode ist für Lienen die Sanierung der Kreisstraße: "Sie ist in katastrophalem Zustand. Zweimal wurde nur herumgeflickt. Die Straßen nach Rotensol, Dobel und Loffenau wurden mittlerweile gemacht. Jetzt muss Bernbach mal dran sein." Und setzt hinzu: "Sogar das ›Schön hier‹-Schild des Landkreises Calw fehlt an unserem Ortseingang!" Und das gerade, wo es die Grenze vom Badischen ist.

Weiteres Großthema war und ist die Festhalle. Verschiedene Ansätze wurden die vergangenen Jahre geprüft, berichtet Lienen. Aktuell favorisiere man einen Neubau hinter der jetzigen Halle. "Eine Halle mit Bewegungsraum und Platz für Festlichkeiten bis circa 300 Personen", beschreibt Lienen, was auch mit der Stadtverwaltung schon diskutiert wurde, "im Idealfall als Kombilösung mit dem Kindergarten. Dann könnten wir nämlich auch am Ortsrand Fördermittel für das Bauprojekt erhalten. Und der bisherige Kindergarten platzt bald aus den Nähten". Immerhin ist im aktuellen Haushalt bereits Geld für erste konkrete Planungen eingestellt.

Lienen erläutert weiter, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre Ersatz für das marode Feuerwehrhaus geschaffen werden soll und weitere Gebäude im Rahmen der Ortskernsanierung in den Genuss von Fördermitteln kommen sollen. "In fünf Jahren sollte der erste Stein gesetzt sein", zeigt er sich entschlossen. Zufrieden ist er mit dem Ausbau des Glasfasernetzes und der Internetversorgung. Immerhin erhielt Bernbach 2017 als erster Teil von Bad Herrenalb durch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Karlsruhe und der Firma inexio die Breitband-Infrastruktur für schnelles Internet.

Lienen lebt Bernbach. Wieso er gerade als "Zugezogener" sich so intensiv für seinen Wohnort engagiert? "Wer herzieht, sucht sich den Ort, anders als Einheimische, ganz gezielt aus. Eben weil ich gern hier bin, möchte ich auch künftig aktiv mitgestalten."

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