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Bad Herrenalb Wie eine Blüte der Sonne entgegenstrecken

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Eine junge Mutter betrachtet die Baustelle in Rotensol. Foto: Schwarzwälder Bote

Die Fertigstellung des Kindergartens in Rotensol ist auf Sommer 2021 terminiert. Bürgermeister Klaus Hoffmann und Stadtbaumeister Reimund Schwarz schauten sich die Baustelle an.

Bad Herrenalb-Rotensol. Ein sonniger Frühlingstag lockt in die Natur und so gibt’s für Benedikt just an seinem kleinen zehnmonatigen "Geburtsjubiläum" einen Ausflug rund um den idyllisch gelegenen Waldsee in Rotensol. Seine Mutter Melanie stammt aus Schwäbisch Gmünd. Erst vor knapp einem Jahr ist sie in den Bad Herrenalber Höhenort gezogen und fühlt sich in der sonnigen Natur sichtlich wohl. "Hier ist es super mit Kind", so der Tenor der jungen Frau, die mit großem Interesse die Arbeiten der riesigen Bagger am Neubau des Kindergartens verfolgt. "Noch ist Benedikt zu jung dazu, aber ich freue mich schon auf den Neubau ganz in unserer Nähe."

Das Gelände, das eine Größe von rund 3000 Quadratmetern umfasst, ist nun grob planiert und als Fläche verdichtet, erklärt Reimund Schwarz vom Stadtbauamt in Bad Herrenalb auf Nachfrage unserer Zeitung.

Licht und Luft

Bereits in den frühen Morgenstunden desselben Tages war er mit Bürgermeister Klaus Hoffmann vor Ort, um sich die Baustelle anzuschauen. "Aufgrund der Corona-Verordnungen können wir leider derzeit zu keinem offiziellen Spatenstich einladen", erklärt Hoffmann, der als Stadtoberhaupt nicht nur von der idyllischen Lage direkt hinter dem Rotensoler Sportplatz, sondern darüber hinaus auch von dem sonnigen Fleckchen Erde begeistert ist.

Auch Schwarz lässt sich zu Lobeshymnen hinreißen, indem er erläutert, dass sich das neue Kindergartengebäude mit seinen Räumlichkeiten wie eine Blüte der Sonne entgegenstreckt. "Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang haben die Kinder Licht und Luft – und das auf einer großzügigen Fläche von rund 1400 Quadratmetern."

Die exponierte Lage des neuen Kindergartens vergleicht er mit einem Spitzenkoch, der für sein Gericht die besten Gewürze verwendet, die er in optimaler Reichweite griffbereit hat. "Wir haben hier einfach alles, was ein Kinderherz begehrt", so Schwarz, der den städtischen Grund am Rand des Ortsteils als Glücksfall bezeichnet, weil somit zum Bebauungsplan aufwendige behördliche Verfahren vermieden werden konnten. "Wir haben hier den direkten Zugang zum Wald, ein weit verzweigtes Wegesystem, den beliebten Waldsee mit unzähligen Goldfischen und den naheliegenden Waldspielplatz, den alle Besucher nutzen können."

Doch dessen nicht genug. Den auf rund 3,8 Millionen Euro geplanten Neubau bezeichnet Schwarz vom Kostenfaktor sogar als angemessen, da im Vergleich ähnliche Kindergärten in derselben Größenordnung Kosten von etwa 4,4 Millionen Euro verschlingen. Zur Information: 2014 wurden für den neu gebauten Kindergarten mit acht Gruppen im Dobeltal 2,4 Millionen Euro ausgegeben. Mittlerweile betreut dieser Kindergarten zehn Gruppen und stößt damit an ein absolutes Limit.

Begrüntes Dach

Den Grund für den rasanten Zuwachs bezeichnet Hoffmann in der überproportionalen Steigerung des Zuzugs nach Bad Herrenalb. "Wir haben mittlerweile 8000 Einwohner in der Kurstadt und den Höhendörfern und damit annähernd eine Verdoppelung der Kinderzahlen binnen einer Dekade."

Grund also, um neue Betreuungsplätze für die Familienpolitik im Ort zu schaffen. "Wir bauen hier nach aktuell neuesten ökologischen Richtlinien", berichtet Hoffmann, der als Fakten ein begrüntes Dach für ein optimales Mikroklima, Solarzellen zur eigenen Stromgewinnung, eine Pelletheizung und eine Zisterne aufzählt. Wobei Letztere dazu verwendet werden soll, um Regenwasser für die Bewässerung des großzügig angelegten Klettergartens und die Grünanlage rund um den Kindergarten zu nutzen.

Fördermittel für den Neubau wurden bereits im Vorjahr beantragt. "Während damals die Töpfe für die Förderung bereits geschlossen waren, haben wir 2020 die Virus-Krise, die zunächst Landesmittel für andere Zwecke zur Verfügung stellen muss", erläutert Hoffmann, der damit auch die Fertigstellung des Kindergartens erst auf Sommer 2021 terminiert.

Idyllisches Kleinod

"Wir bedauern das sehr, denn nach aktuellen Hochrechnungen wird es dann sicherlich wieder eng mit einem acht Gruppen großen Betreuungshaus", sinniert der Schultes. Er verweist zudem auf den ebenfalls ökologisch angelegten Besucherparkplatz, der an Wochenenden und abends auch öffentlich genutzt werden kann. "Somit schaffen wir in unserem Höhenort Rotensol ein idyllisches Kleinod, das inmitten der Natur begeistert."

Begeistern wird das sicherlich auch die Mutter von Benedikt, denn immerhin besteht im kommenden Jahr bereits die Möglichkeit, ihren Nachwuchs zur Betreuung in die Kita zu geben.

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