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Bad Herrenalb Wenn sich die Fangemeinde wieder trifft

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Begeisterte Oldtimerfans und -experten, die ihre beiden Autos auf der Schweizer Wiese auch allen Zuschauern zur Verfügung stellten: Gabi Gerharz und Ferdinand Löw. Foto: Schwarzwälder Bote

Gelassene und entspannte Gesichter, rund 200 Oldtimer, dazwischen "Schrauben"- und "Benzin"-Gespräche derer Besitzer sowie ein Sekt mit Johannisbeersaft oder ein kleiner Snack zwischendurch – auch in diesem Jahr war das Bahnhofsfest in Bad Herrenalb, inklusive dem Oldtimer-Treffen auf der Schweizer Wiese, ein voller Erfolg.

Bad Herrenalb. Das Bahnhofsfest, das am Samstag und Sonntag auf dem Gelände rund um den Bahnhof stattfand, besuchten insgesamt zwischen 5000 und 6000 Personen, wie Christa Sagawe, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Bad Herrenalb, sagte. Organisiert wird das Bahnhofsfest von der Touristik Bad Herrenalb, dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) sowie den Ulmer Eisenbahnfreunden. Letztere fördern mit ihrem Engagement den Erhalt von historisch wertvollen Eisenbahnen. Diese waren genauso zu sehen, wie ein historischer Dampfzug, dessen Fahrten laut Gerlinde Weiß und Sagawe vom Tourismus und Stadtmarketing der Stadt Herrenalb auch jedes Jahr zu den Höhepunkten des Festes gehören. Einige alte Züge luden zum gemütlichen Plausch bei Maultaschen und Co. ein.

Kinder kamen unter anderem dank einer Hüpfburg auf ihre Kosten. Die Erwachsenen erfreuten sich an Fahrten mit den Dampflokzügen oder an einer Modellbahnausstellung, einer Eisenbahnraritäten-Börse und einer Fotoschau zur Albtalbahn anlässlich des Bahnbetriebs im 19. Jahrhundert.

Auch das Oldtimertreffen wachse von Jahr zu Jahr. Angefangen mit der Kooperation der Oldtimer-Freunde Karlsbad, gegründet und organisiert von Rainer Warzecha und dem Tourismus und Stadtmarketing der Stadt Herrenalb vor rund neun Jahren. Das Ganze sei mitsamt aller Helfer wie Frieder Schmid aus Bad Herrenalb, der die Oldtimer durchs Gelände lenkte, über die Jahre ausgebaut worden und gewachsen. Mitsamt einer steigenden Zahl an Teilnehmern jedes Jahr. Dies sagte Sagawe und bezeichnete es als "Fangemeinde beim Bahnhofsfest". Zu dieser Fangemeinde gehörten auch Andreas und Renate Borrmann aus Pforzheim, die an diesem Tag das schöne Wetter auf der Schweizer Wiese im Liegestuhl aus den 1970er-Jahren, was einem der Passanten auch sofort auffiel, genossen. "Wir sind hier, weil es viele schöne alte Autos zu sehen gibt und weil wir hier selbst ein schönes Auto präsentieren, einen VW-Bus T 2, mit dem Baujahr 1977. Mein Interesse heute gilt mehr den Fahrzeugen beziehungsweise Oldtimern als den historischen Dampfzügen", sagte Borrmann. Seine Frau ergänzte: "Von der Verpflegung ist auch für jeden etwas dabei. Es ist einfach schön, dass auch an die Kinder gedacht wird, es kostenlose Angebote gibt et cetera", ergänzte seine Frau. "Bad Herrenalb ist als Ort auch schön. Wir machen nachher noch eine kleine Runde durch die Stadt", so Andreas Borrmann. Er selbst sei Mitglied des Oldtimerclubs "Klassische Fahrzeuge Pforzheim". Oldtimer-Besitzer und Oldtimer verbindet mitunter eine sehr persönliche Geschichte. So berichtete auch Borrmann mit leuchtenden Augen: "Mein erstes Auto war ein VW-Bus. Ich bin von 1973 bis 2009 VW-Bus gefahren, vom Modell T1 bis zum T4."

Zweimal im Jahr ist das Ehepaar mit seinem aktuellen VW-Bus bei Ausfahrten mit dabei. Im Sommer fährt es den Bus alle paar Wochen bei gutem Wetter. "Bei schlechtem Wetter fährt man sie ja auch nicht", wie Renate Borrmann betonte. Dies bestätigte auch Gabi Gerharz aus Nagold, die die Oldtimerausstellung zusammen mit ihrem Partner Ferdinand Löw besuchte und die über einen Bericht im Schwarzwälder Boten auf die Veranstaltung aufmerksam wurden. "Ein großes Lob an die Organisatoren der Oldtimer-Ausstellung. Die haben das wirklich super im Griff. Das habe ich schon anders erlebt", so Gerharz. "Das ist eigentlich schön hier, dass es unterschiedliche Modelle gibt, unterschiedliche Marken für Menschen, die sich auch für unterschiedliche Autos interessieren", ergänzte Löw. Er stellte seinen Opel GT, Baujahr 1970, auf dem Gelände aus. "Schon irgendwann als Teenager, noch bevor ich einen Führerschein hatte, wollte ich so ein Auto. Das ist aber am Geld gescheitert. Dann wurde irgendwann in der Nachbarschaft das Auto zum Verkauf angeboten und dann habe ich da zugeschlagen", sagte Löw.

Einige Urlaubsfahrten

Sein Oldtimer begleite ihn indes seit 40 Jahren und steche dadurch hervor, dass er ein Automatikgetriebe habe. "Dies war bei dem Auto damals nicht üblich, weil zu der Zeit, als es hauptsächlich gefahren wurde, alle geheizt sind wie die Blöden", so Löw. Gabi Gerharz ist indes stolz auf ihren VW-Käfer, mit dem sie schon einige Urlaubsfahrten unternommen habe und den sie im Sommer immer wieder gerne fahre. "Volkswagen, der Name war damals Programm. Jeder hat seinerzeit einen Käfer gefahren und jeder hatte damals einen Käfer in vielen verschiedenen Farben wie Robinrot oder Blau. Das war und ist auch immer ein guter Gesprächseinstieg", strahlte die stolze Käfer-Besitzerin. Auch sie verbinde eine Geschichte mit ihrem Oldtimer, hatte sie diesen doch einst von ihrer Schwiegermutter geerbt. Im Alltag fahre sie öfter einen Volvo Variomatic, Baujahr 1968. "Ein Alltagsauto mit Schwedenblech", schließlich könne "man das auch im Winter fahren, wenn man will", so die stolze Oldtimer-Besitzerin. Ein neueres Modell, einen Citroën Hy aus dem Jahr 1981, hatte Andreas Domann von der Champagner Cooltour im Programm. Vor zwei Monaten hatte er ihn fertig restauriert, drei Jahre im Kopf umgearbeitet sowie neun Monate praktisch und ständig daran gearbeitet. Heute hat der Oldtimer Waschbecken, Spülmaschine, zwei Kühlschränke und eine Fußbodenheizung an Bord, inklusive der Getränke wie Sekt im Champagnerverfahren hergestellt oder Sekt mit Johannisbeersaft. Alles, laut Aussagen Domanns, ohne künstliche Zusätze wie Farb- oder Aromastoffe oder Zucker. Auch sein Modell faszinierte die Oldtimerfans und trug zu einer gelungenen Veranstaltung bei.

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