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Bad Herrenalb "Überraschend spannende Geschichten"

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Dicht dran am Geschehen: Jürgen Drensek (links) nimmt die Äpfelverarbeitung in der Neusätzer Moste auf. Foto: Schwarzwälder Bote

"Schwarzwald ist mehr als Kirschtorte essen, Kurkonzert hören und gepflegt spazieren zu gehen. Das will ich den Menschen zeigen", sagt Jürgen Drensek.

Bad Herrenalb. Warum hat sich einer der bekanntesten Reisejournalisten Deutschlands gerade Bad Herrenalb ausgesucht, um Lust zu machen auf ein Ziel in der Region Nordschwarzwald? Das hat durchaus persönliche Gründe. Drensek kennt die Stadt: "Auf den ersten Blick ist es nicht gerade ein sexy Reiseziel für reiseerfahrene Menschen. Aber ich werde die Vielfalt zeigen. Vom Liebreiz des Kurparks und dem Flair der Schwarzwälder Kirschtorte, von Genuss und Entspannung bis zu Action, Kultur und Historie. Kontraste werde ich herausarbeiten."

Mit Kontrasten kennt Drensek sich aus. Der Ehrenpräsident der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten und Fernsehredakteur hat den Reisejournalismus der vergangenen Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Seine Reportagen berichten über die Seychellen-Insel Mahé, den Chitwan-Nationalpark in Nepal, den Bürgenstock am Vierwaldstätter See, über Wandern auf Madeira, die Weite Südafrikas oder das Abenteuer Hamam im türkischen Kusadasi, Riu auf den Malediven, den Rausch in Rio, die Feengrotten im thüringischen Saalfeld oder den Zauber Islands. Egal wo auf der Welt er Reiseziele vorstellt, seine Devise lautet stets: unabhängig, analytisch und professionell sein und dem Zuschauer wertvolle Tipps für einen perfekten Urlaub liefern.

Dieses Jahr von den Kollegen zum besten TV-Reisejournalisten gewählt, läuft seine TV-Sendung "Was mit Reisen" – derzeit durch Corona eingeschränkt – regelmäßig auf Welt der Wunder TV.

Zahllose Mails

Auch das Potenzial erdgebundener und naher Ziele hat Drensek immer wieder herausgearbeitet. "Das bietet sich gerade jetzt an", betont er. Und in die Siebentälerstadt hat der weit gereiste Journalist und Wahlberliner seit mehr als 50 Jahren Bande: "Zuallererst war es die klassische Reise mit den Eltern. In den 1960er- und 1970er-Jahren verbrachten wir hier mehrfach die Ferien. Das war vor den großen Pauschalreisen. Immer die selbe Pension, immer der selbe Tisch – man wusste stets, was einen erwartet." Dann zogen Verwandte in die Kurstadt, Kontakte zu gleichaltrigen Freunden blieben, die emotionale Verbundenheit. Auch als der gebürtige Aachener bereits Redakteur beim WDR wurde, Erster Moderator beim Frühstücksfernsehen von ARD und ZDF war. Oder als er begann, Reisedokumentationen zu drehen. Zu Anfang noch "mit der 15-Kilo-Kamera auf der Schulter beim Wildwasserrafting", heute bei eigenen Produktionen mit hochwertiger Minimalausrüstung, die in zwei große Taschen passt.

Doch zurück nach Bad Herrenalb: Immer wieder verbringt Drensek hier einige Tage. So wie jetzt Anfang September mit einem ganz speziellen Projekt im Kopf: eine Reisereportage über die Urlaubsstadt seiner Kindheit. "Luxuriöse vierzehn Tage" hat er, gemeinsam mit Assistent Jens, dem einzigen Mitarbeiter des Ein-Mann-Teams, für die Drehs geplant. So viel Zeit ist für andere Projekte oft nicht drin. Im Vorfeld gingen zahllose Mails von Berlin nach Bad Herrenalb und zurück. Zuallererst zu Christa Sagawe vom Tourismus- und Stadtmarketing, langjährige Bekannte des Netzwerkers Drensek seit einem Interview aus ihrer Hotel-Zeit vor rund 15 Jahren.

Sagawe, in Bad Herrenalb wiederum bestens vernetzt, lieferte Kontakte, Orte, Möglichkeiten. Drensek bastelte seine Ideen, spann seine Vorstellungen weiter, machte Termine fest für seinen Drehplan. Einige Wochen später, Anfang September, ist es so weit: "Daumen gedrückt für schönes Wetter, liebe Christa!" schickte er Sagawe noch auf den Mail-Weg – und der Wunsch ging in Erfüllung. Prächtiges Spätsommerwetter und motivierte Bad Herrenalber Protagonisten lassen die Drehs flutschen. Ob über Stock und Stein beim Albtal.Abenteuer.Track mit Monika Amann, ob beim Mosten mit dem Team der IG Moschde um Timo Krause, ob beim Kirschtorten-Kreieren im Café Schubert oder beim Gleitschirm-Tandemflug mit Adventure World, bei Yoga oder Waldbaden und und und. Manche Szenen, die zu Geschichten verbunden werden, entwickeln sich noch kurzfristig. Noch schnell ein Dreh in der beleuchteten Therme und ein Tagesausklang am Schwarzwald Panorama-Strand – alles passt in den Kasten.

Dabei beeindrucken immer wieder Ruhe und Professionalität des erfahrenen Journalisten Drensek: höchste Konzentration bei den Drehs – wie bei den Kletterszenen am Falkenstein, zu denen der Bad Herrenalber Kletterer Georg Holdermann als Fachmann dabei ist – und Drensek seine Kameradrohne am Fels entlang steuert. Einzig unterbrochen von kurzen Anweisungen an Assistent Jens, stets wertschätzend und höflich: "Jens, schau mal bitte, dass die Drohne gut runterkommt!" Sorgfältig im Umgang mit seinem Material und zielsicher mit dessen Auswahl. Mal ist es die Lumix-Steadycam, mit der die kullernden Äpfel in der Neusatzer Moste in bewegten Bildern eingefangen werden. Für den Gleitschirm-Tandemflug kommt eine handykleine 360-Grad-Rundumkamera zum Einsatz, fürs Abenteuerklettern die am Seil hängende Flycam, mal wird für einen Originalton von "Mönch" Wolfram Müller von der IG Gartenschau ein kleines Mikro zugeschaltet. Drensek nimmt dabei Müller vorneweg das Lampenfieber: "Wir machen das drei, vier Mal. Dann wird das jedes Mal besser." Der "Mönch" darf im sonnenwarmen Klostergarten zudem vor der Kamera jene Kräuter ernten, die in einem weiteren Dreh in der Villa Lina Zutaten für ein Schwarzwälder Kräutergericht werden. Szenen zu Geschichten verwoben. In Drenseks Kopf ist alles schon drin.

Zunächst in Mediathek

"Bad Herrenalb wie ich es als Kind kannte, gibt es lange nicht mehr", erklärt der weit gereiste Journalist mit Blick auf die Kleinstadt, die er da in Szene setzt, "nicht nur, weil sich meine Perspektive verändert hat. Mit der Schließung des Mönchs Posthotels bereits hat sie ein Alleinstellungsmerkmal und Bedeutung verloren. Den internationalen Ruf. Über Jahre waren die Menschen auch zu saturiert, dachten, das funktioniert immer so weiter. Zugleich wurden die Gäste anspruchsvoller, weil Reisen nichts mehr Exklusives ist. Fast jeder kann heute fast überall hin reisen. Wichtig ist daher auch für Bad Herrenalb, jüngere und sportlich aktive Gäste zu gewinnen. Nicht piefig zu sein!" Seinen Film über die Kur- und Heilbad-Stadt hat Drensek daher bewusst so angelegt, dass die Natur mit ihren Möglichkeiten eine große Rolle spielt. "Dann sind da überraschend spannende Geschichten dabei", freut sich Drensek selbst.

Der fertig geschnittene Film wird zunächst in der Mediathek von "Was mit Reisen" veröffentlicht werden. Ab wann genau – "das wird die Christa (Sagawe) zeitnah erfahren", schmunzelt Filmemacher Drensek. Damit dann auch die Bad Herrenalber Touristik. In Facebook können Einzelsequenzen bereits heute angesehen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Reportage in einer von Drenseks Fernsehsendungen, auch bei "Welt der Wunder", gezeigt werden. Wichtig ist dem Weitgereisten dabei: "Dies ist keine Auftragsproduktion und kein Werbefilm von und für Bad Herrenalb. Es ist zum einen eine unabhängige reisejournalistische Reportage. Und zum anderen ein Geschenk an einen Ort, an dem ich in der Kindheit viele glückliche Tage verlebt habe." Also zum Dritten ein Kleinod für Bad Herrenalb selbst, das künftig gerne vielfach geklickt und geteilt werden sollte.Und im besten Falle ganz neue Gäste neugierig auf die Stadt und ihr Umfeld machen kann. Der Link zur Mediathek: www.wasmitreisen.tv.

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