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Bad Herrenalb Tränchen und ein Überraschungsgast

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Entertainer Hansy Vogt (von links), stellvertretender Bürgermeister Christian Romoser, Vereinsvertreter Rainer König, Birgit Mai, Bürgermeister Norbert Mai, Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Landrat Helmut Riegger, Hans-Rainer Mattusch und Chorleiterin Solvey Kretschmann bei der Verabschiedung im Kurhaus. Foto: Glaser

Mit einem prall gefüllten Programm im voll besetzten Kurhaus ist Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai am vergangenen Freitagabend in den Ruhestand verabschiedet worden. Überraschungsgast Hansy Vogt sorgte für gute Stimmung. Tränchen flossen trotzdem.

Bad Herrenalb. Zum letzten Mal nach 16 Jahren Amtszeit trug Norbert Mai die Amtskette der Stadt um den Hals. Er schüttelte hundertfach Hände: Die Hände von Mitarbeitern, Bürgermeisterkollegen, Gemeinde- und Ortschaftsräten, Regionalpolitikern, Geschäftsleuten, Vereinsvertretern und Bürgern. Wer ihn auf die Amtskette ansprach, bekam zur Antwort: "Die Kette zieht am Nacken!" Diesen Druck ist er am 16. Januar los. Dann endet seine Amtszeit.

"Ich bin überrascht, was hier aufgeboten wurde, nur um mich los zu werden", sagte Mai im Spaß. Mehr als zwei Stunden Programm ging über die Bühne. Diesem ging ein halbes Jahr Planung voraus, sagte Christian Romoser, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, bevor er den Überraschungsgast und Botschafter des Schwarzwaldes, Hansy Vogt, präsentierte. Die Überraschung war gelungen. Sie weckte Erinnerungen an die Eröffnungsfeier der Gartenschau 2017, der Vogt Glanz verliehen hatte.

Und auch auf der Abschiedsfeier von Mai verbreitete er gute Laune als humorvoller Moderator, als Bauchredner mit einer Hasen-Handpuppe und nicht zuletzt als Sänger des Gartenschaulieds, bei dem das Publikum mitklatschte. Der SunshineChor und der Kinderchor der Falkensteinschule wünschten dem scheidenden Bürgermeister musikalisch alles Gute. Maike Purps spielte "I did it my Way" auf dem Saxofon. Sichtlich Spaß hatte Vogte bei der Ankündigung der Festredner, "dem politischen Dreierpack" aus Landtagsabgeordnetem Thomas Blenke, Landrat Helmut Riegger und dem stellvertretenden Bürgermeister Christian Romoser.

Blenke hob die besondere Stellung des Bürgermeisters hervor. Nirgendwo in Deutschland sei der Bürgermeister mit so viel Macht ausgestattet wie in Baden-Württemberg. Er lobte Mai als Mann, der es immer ehrlich meinte. "Eine Tugend, die wir brauchen." Als Ratgeber für den Ruhestand empfahl er ihm den Film "Pappa ante portas" von Loriot.

Landrat Riegger nutzte seine Lobrede für einen Appell zum Erhalt der Therme. "Wir brauchen diese Siebentäler Therme für diese Stadt." Dafür bekam er Zwischenapplaus. Riegger dankte Mai für 15 Jahre Tätigkeit im Kreisrat und für seine Mitarbeit im Tourismusverband.

Romoser hob die Gartenschau als besonderes Verdienst von Mai hervor und sagte: "Es ist erstaunlich, zu was ein Ort in der Lage ist, wenn er an einem Strang zieht."

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Enthüllung einer großen gerahmten Fotografie mit dem Porträt des scheidenden Bürgermeisters. Es wird einen Platz im Ratssaal des Rathauses finden. Die Zeremonie wurde von Mitgliedern der Bad Herrenalber Trachtengruppe umrahmt. Rainer König sprach ein Grußwort für die Vereine der Stadt. Anne Hertel, Personalratsvorsitzende, ergriff im Namen der städtischen Mitarbeiter das Wort. Sie lobte die gute Laune ihres Chefs und das offene Ohr für die Belange seiner Mitarbeiter. Das trieb dem scheidenden Bürgermeister Tränen in die Augen.

Für die Bürgerschaft ging Hans-Rainer Mattusch ans Rednerpult. Er lieferte einen Bericht in Reimform. Vogte mischte sich mit dem Mikrofon unters Publikum und fing Stimmen ein. "Er hatte immer ein ›Hallo!‹ auf den Lippen, auch wenn er es eilig hatte", sagte eine Befragte.

"Es ist angenehm, mit so viel Lob überschüttet zu werden", bemerkte Mai in seiner Schlussrede. Er war sichtlich gerührt. Mai sprach von seinen Erfolgen, erwähnte aber auch Niederlagen. Seinem Nachfolger wünschte er ein glückliches Händchen. Seine Sekretärin Tanja Appel bekam ein Lob für ihre Loyalität. Seiner Frau Birgit, mit der er 40 Jahre verheiratet ist, dankte er für ihren Beistand. "Ich bin froh, dass du mich hast", sagte er und lächelte. Da wischte auch sie sich Tränen ab.

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