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Dobel Tourismus ist ein beherrschendes Thema

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Bürgermeister Christoph Schaack ist stolz auf "sein" Dobel. Foto: Gegenheimer Foto: Schwarzwälder Bote

"Gefreut hat mich im zurückliegenden Jahr die gute Kultur des Miteinander im neu zusammengesetzten Gemeinderat", erklärt Dobels Bürgermeister Christoph Schaack. "Es gibt einen konstruktiven Austausch auf Sachebene."

Dobel. Weiter sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung: "Der Kindergarten entwickelt sich positiv. Die zügige bauliche Erweiterung, der Erhalt der weiteren Betriebserlaubnis, die Aufstellung eines guten Konzepts, ein funktionierendes Team – dass ich wenig gefordert war, spricht für sich." Weniger gut gefallen hat ihm das langwierige Prozedere zur Genehmigung des orts- und waldhistorischen Erlebnisweges: "Das mit dem Naturschutz hat sich gezogen. Aber ich bin noch immer grundsätzlich ungeduldig mit dem Lauf mancher Verwaltungswege." Jetzt heißt es zügig Nägel mit Köpfen machen: Will die Kommune die Fördermittel für den Erlebnisweg nutzen, sollte er bis Ende Oktober abgerechnet sein.

Baugebiete

"Wir müssen uns entwickeln", betont Schaack in seinem mittlerweile sechsten Amtsjahr. Es dürfe keinen Stillstand geben.

Dass es in diese Richtung von Bürgerseite schon Kritik gab, trifft ihn. Mit Aufstellungsbeschlüssen für gleich drei Wohnbaugebiete, nämlich "Rothe Hausäcker" mit dem Funk-Areal, "Burkhardtsfeld" und "Höhenstraße" möchte er Einwohnerzuzüge ermöglichen. "Die brauchen wir, um unsere Infrastruktur, Einzelhandel wie Dienstleistungen, zu erhalten." Bisher habe er kaum Bürgerreaktionen zu den im Dezember vom Gemeinderat genehmigten Beschlüssen erhalten. Im zweiten Halbjahr 2020 rechnet er mit ersten Eigentümergesprächen.

Zum erstgenannten Gebiet habe es bereits vor drei Jahren einmal Gespräche gegeben: "Damals liefen sie gut, daran möchte ich anknüpfen", ist Schaack optimistisch. Klar bleibt: Ein Flächenausbau ist einzig im Innenbereich möglich. Die Außenbereiche sind großteils FFH-Schutzgebiete. Dies macht auch die Suche nach Gewerbeflächen schwierig.

Bereits 2018 wurden die letzten Gewerbegrundstücke verkauft. "Das brennt uns unter den Nägeln", gibt der Schultes zu, "wir müssen in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Herrenalb-Dobel das Gespräch wieder aufnehmen." Schließlich war ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Dobel und Neusatz schon im Gespräch.

Straßensanierung

Ein Projekt, das 2020 unbedingt angegangen werden muss, so Schaack, ist die weitere Straßensanierung im Ort: "Das ist Anliegen der Bürger." Man werde einen Masterplan nach Prioritäten erstellen müssen, zu Beginn mit Höhen- und Unterer Bergstraße. Dafür muss aber zunächst der Haushalt genehmigt werden – und der ist noch nicht eingebracht.

Immobilienerwerb

Zwei Immobilien möchte die Gemeinde 2020 erwerben: die ehemalige Bergwachthütte an der Wildbader Straße könnte der IG Skilift beispielsweise für einen Imbiss zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls unterzeichnet werden soll der notarielle Vertrag mit dem Landratsamt für das Hubertusheim, die seitherige Flüchtlingsunterkunft. "Es wird 2020 eine Zuweisung von Flüchtlingen nach Dobel im Rahmen der Anschlussunterbringung geben", erklärt Schaack, "hierauf möchten wir vorbereitet sein". Derzeit rechnet er mit etwa 30 bis 40 Personen.

Windkraft

Windkraft Straubenhardt – aktiv werde die Gemeinde Dobel auf absehbare Zeit hier nichts mehr unternehmen. Auch wenn es neue Entwicklungen bei der Rechtssprechung gebe. Diese wird man sich von Fachanwalt Rico Faller kommentieren lassen. Für bereits bestehende Anlagen, heißt es, gebe es jedoch – trotz möglicher Rechtswidrigkeit bei der Genehmigung – Bestandsschutz.

"Die optische Beeinträchtigung ist da", sagt Schaack, "aber für die Bürger ist es nicht mehr das große Thema. Meine große Sorge war ein negativer Einfluss auf den Tourismus. Dies drücken die Zahlen zum Glück nicht aus."

Tourismus

Der Tourismus wird ein beherrschendes Thema für Verwaltung und Gemeinderat im begonnenen Jahr sein. "Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass die Mehrheit der Bürgerschaft dem Thema die große Bedeutung zumisst", so der Rathauschef. Das im November 2019 mit der Konzepterstellung beauftragte Büro sei bei der Bestandsaufnahme. In der Folge werde es Vorschläge geben, die, so Schaack, "unbedingt in einer Bürgerversammlung, einer Ideenwerkstatt unserer Gastronomen und interessierten Bürger münden müssen". Der Verwaltungs- und Fremdenverkehrsausschuss sei unter anderem an einer neuen Homepage dran. Dobel müsse sich definieren. Ideen in Richtung "sanfter, naturnaher Tourismus" stünden im Mittelpunkt. Schaack kann sich konkrete Maßnahmen wie Wohnmobilstellplätze am Wasserturm, einen Rastplatz dort für Westwegwanderer oder eine Aufwertung des Turms selbst vorstellen: "beispielsweise die Illumination des ungenutzten Wasserbehälters". Aber er bremst: "Erst kommt die Grundsatzdefinition. Es muss Konsens herrschen darüber, wo investiert wird."

Im Bereich Gastronomie ist für den Bürgermeister klar: "Wir brauchen dringend eine weitere Gastronomie." Denn: Das "Rössle" habe hochklassige Touristenzimmer, jedoch kein Restaurant. Beim "Appotel" sei er "guten Mutes, dass es mit einer touristischen Nutzung, auch mit Hotel Garni, weitergeht". An den neuen Eigentümer des "Talblick" habe er jüngst einen Brief geschickt mit der Bitte um Infos zum weiteren Geschehen. Die Pizzeria an der Schulstraße sei verkauft, doch noch sei ungewiss, ob und wenn wann darin ein Gastgewerbe eröffnet werde.

Digitalisierung

Das Thema werde die Kommune im neuen Jahr maßgeblich beschäftigen, ist sich Schaack sicher. Nicht nur die Teilnahme an der GU-2-Ausschreibung des Landkreises für den Breitbandausbau, auch die Umsetzung des Digitalisierungspakts mit der Grundschule stehe in den Startlöchern.

Team

Überzeugt ist der Rathauschef, dass er mit einem gut harmonierenden Dreierteam im Rathaus ins Jahr 2020 startet: "Kämmerer Jürgen Gall mit seiner großen Erfahrung – aber auch der Herausforderung der neuen Buchführung; Katrin Strauch als neue Hauptamtsleiterin, mit ihrer jugendlichen Frische und dem Schwerpunkt digitale Entwicklung; und dazwischen dieser Typ, der kein Verwaltungsfachmann ist – aber das Trio ganz gut komplettiert."

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